MotoGP - Hayden: Unfalllenker entschuldigt sich

Suche nach der Unfallursache

Nicky Hayden schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. Nun meldete sich der Unfalllenker zu Wort. Weitere Details zum Unfall:
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Motorsport-Magazin.com - Nicky Hayden kämpft seit über zwei Tagen in einer Klinik im italienischen Cesena um sein Leben. Die offiziellen Statements der Ärzte gaben bislang wenig Grund zur Hoffnung auf rasche Entwarnung oder auch nur Besserung von Haydens aktuellem Gesundheitszustand.

Die italienische Lokalzeitung "Resto del Carlino" veröffentlichte nun eine erste Aussage des Lenkers jenes schwarzen Peugeot 207, der Hayden am Mittwoch kurz nach 14 Uhr erfasst hatte. "Ich wollte zur Arbeit, da tauchte er plötzlich vor der Stop-Linie auf. Es tut mir leid, es tut mir leid", zitiert die Zeitung den unter Schock stehenden 30-jährigen Mann.

Vater des Lenkers bittet um Gespräch

Der Vater des Unfalllenkers soll Familie Hayden mittlerweile um ein Gespräch gebeten haben. Seit Donnerstag befinden sich Nickys Bruder Tommy, Mutter Rose und seine Verlobte Jacky im Krankenhaus in Cesena.

Die genaue Unfallursache wird aktuell noch von der Polizei ermittelt, auch die Staatsanwaltschaft ist bereits eingeschaltet. Klar ist, dass Hayden mit seinem Rad von der Via Ca' Raffaelli kam. Diese kreuzt die Via Tavoleto (siehe Karte) und weist im Kreuzungsbereich eine Stopptafel samt Haltelinie auf. Auf der Via Tavoleto gilt in diesem Bereich eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, zudem zeigt ein Schild die Kreuzung mit einer Straße ohne Vorrang (eben der Via Ca' Raffaelli) an.

Die Schuldfrage

Dennoch kam es auf der Kreuzung zu dem folgenschweren Zusammenstoß. Die Schuldfrage läuft für Polizei und Justiz somit wohl darauf hinaus, ob entweder Hayden die Stopptafel überfahren hat oder der Lenker des Unfallautos in diesem Bereich mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.

Pol Espargaro zeigte sich am Donnerstag davon überzeugt, dass Hayden sicherlich nicht leichtfertig eine Stopptafel überfahren habe: "Ich lege meine Gashand dafür ins Feuer, dass Nicky nicht an diesem Unfall schuld ist. Er ist fast schon ein professioneller Radfahrer, wie mein Bruder."


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