Moto2 - Verletzter Cortese: ins Ziel gebissen

Dem Schmerz getrotzt

Mit gebrochenem Arm und einer notwendigen Umstellung des Fahrstils kämpfte sich Sandro Cortese beim Moto2-Rennen in Silverstone ins Ziel und zeigte großes Herz.

Motorsport-Magazin.com - Trotz gebrochenen Arms ging Sandro Cortese beim Moto2-Rennen in Silverstone an den Start und komplettierte die Renndistanz als Einundzwanzigster. Die Fraktur hatte sich Cortese beim vergangenen Rennen in der Vowoche in Brünn zugezogen und sein Einsatz stand zunächst auf der Kippe. Nach dem Okay der Ärzte nahm der amtierende Moto3-Weltmeister dann doch den Kampf gegen die Schmerzen an: "Ich denke, das war für uns alle ein kleiner Sieg heute. Wenn ich an diesen Montag zurückdenke und an die Schmerzen nach der OP, dann hätte ich mir niemals vorstellen können, hier zu fahren. Doch dann haben wir kurzfristig entschieden, es doch in Silverstone zu versuchen. Wir haben uns das gesamte Wochenende tapfer durchgeschlagen. Heute hat mein Kopf über meine Schmerzen gesiegt."

Ich denke, das war sehr, sehr wichtig für den weiteren Verlauf meiner Karriere.
Sandro Cortese

Dass er den Start angesichts des schwachen Ergebnissen im Nachhinein bereuen könnte, weißt Cortese strikt von sich: "Ich denke, das war sehr, sehr wichtig für den weiteren Verlauf meiner Karriere. Ich werde mich immer daran zurückerinnern können, denn so eine Situation wird sicher irgendwann einmal wiederkehren. Es sind zwar keine Punkte rausgekommen, aber ich bin vielleicht ein stärkeres Rennen gefahren, als zuvor in diesem Jahr. Mein Kopf war sicherlich weiter als es mein Körper zugelassen hat. Aber wir haben unser Ziel erreicht, wir haben allen gezeigt, dass wir bereit sind, zu kämpfen."

Teamchef Jürgen Ling sparte angesichts der kämpferischen Leistung seines Fahrers nicht mit Lob: "Das Hauptproblem am ganzen Wochenende war, dass er in zwei Fingern seiner Brems-Hand kein richtiges Gefühl hatte. Er musste seinen Fahrstil komplett umstellen und jeder, der Motorrad fährt, weiß wie schwierig das ist. Und wenn man sich so am Limit bewegt, ist es natürlich doppelt schwer. Er hat wirklich einen super Job gemacht und alles gegeben. Er hat gezeigt, dass er ein Kämpfer ist."


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