Mehr Sportwagen - Interview - Rahel Frey

GT-Welt schon bald neues Zuhause

In zwei Wochen absolviert Rahel Frey für Audi den ersten Einsatz in der Blancpain Endurance Series. Vor dem Rennen in Monza spricht sie über den Umstieg.

Motorsport-Magazin.com - In zwei Wochen absolvieren Sie in Monza für das Belgian Audi Club Team WRT Ihren ersten Einsatz in der Blancpain Endurance Series (BES). Freuen Sie sich auf diese neue Herausforderung im Audi R8 LMS ultra?
Rahel Frey: Absolut. Die Winterpause war lang und ich habe sie genutzt, um mich optimal auf meine neuen Aufgaben vorzubereiten. Vor zwei Wochen war ich bei den offiziellen BES-Testfahrten in Le Castellet und habe mit großer Freude die ersten Runden im Audi R8 LMS ultra gedreht. Nun kann ich den Saisonstart kaum erwarten.

Zudem muss ich bei der Abstimmung mehr Kompromisse eingehen, denn ich teile mir das Auto mit zwei anderen Fahrern.
Rahel Frey

Wie ist Ihnen als ehemaliger DTM-Pilotin der Umstieg vom Tourenwagen in einen GT3-Sportwagen gelungen?
Rahel Frey: Ich bin auf Anhieb gut zurechtgekommen. Der Audi R8 LMS ultra ist vom Gewicht her etwas schwerer und hat Systeme wie ABS und Traktionskontrolle. Zudem muss ich bei der Abstimmung mehr Kompromisse eingehen, denn ich teile mir das Auto mit zwei anderen Fahrern. Aber ich werde in der GT-Welt schon bald zu Hause sein.

Ihr Team startet als Titelverteidiger in die BES-Saison. Inwieweit profitieren Sie von den Erfahrungswerten der Mannschaft?
Rahel Frey: Die große Erfahrung von WRT wird meinen Einstieg in die Blancpain Endurance Series sicher erleichtern. Ich bin sehr dankbar, dass mir so ein gutes Team den Rücken stärkt. Ebenso würde ich mich freuen, wenn ich WRT auch etwas von meinen Erfahrungen weitergeben kann. Sportlich gesehen war die DTM, aus der ich komme, natürlich erstklassiges Niveau und ich habe die Abläufe eines Werksteams kennenglernt. Daran will ich anknüpfen.

Und natürlich freue ich mich sehr auf das 24-Stunden-Rennen von Spa. Das wird sicherlich ein Highlight.
Rahel Frey

Sie teilen sich das Cockpit mit dem Österreicher Nikolaus Mayr-Melnhof und dem Neuseeländer Matthew Halliday. Sind Sie zufrieden mit dieser Fahrer-Paarung?
Rahel Frey: Es ist schön, auch mit anderen Nationen in Kontakt zu kommen. Wir verstehen uns gut und sind alle motiviert und ehrgeizig. Die ganze WRT-Mannschaft ist sehr offenherzig. Wenn man als Fahrer einen Wunsch hat oder am Auto etwas ändern will, dann hört man uns zu. Man bespricht viel und das bringt das gesamte Team voran. Insgesamt sind wir drei ausgeglichene und konkurrenzfähige Audi-Fahrerteams bei WRT. Das wird ein spannender Kampf.

Die BES startet 2013 auf fünf europäischen Rennstrecken. Welche gefällt Ihnen am besten?
Rahel Frey: Am besten in Erinnerung geblieben ist mir die Rennstrecke in Monza. Als Schweizerin ist das sozusagen meine Heimstrecke und ich konnte dort früher einmal ein Schweizer-Formel-Renault-Rennen gewinnen. Und natürlich freue ich mich sehr auf das 24-Stunden-Rennen von Spa. Das wird sicherlich ein Highlight.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x