IndyCar - Marathon-Wochen gehen in Texas weiter

Detroit zieht teure Strafen nach sich

Die siebte Station der IndyCar-Saison führt die Serie nach Fort Worth, wo der Texas Motor Speedway die Teams und Fahrer zum achten Saisonlauf lädt.
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Motorsport-Magazin.com - Die IndyCar-Piloten kommen dieser Tage kaum zur Ruhe und haben keine freie Minute: Erst die intensiven Trainingswochen zum Indy 500, dann der große Klassiker selbst und schon eine Woche später der Auftritt in Detroit, der als Double-Header zudem gleich zwei Läufe beinhaltete. Wer nun aber denkt, es sei Zeit für eine Pause angesagt, der irrt gewaltig - ganz im Gegenteil sogar, stellt das kommende Event auf dem Texas Motor Speedway doch gerade einmal die Halbzeit des frühsommerlichen Marathons der Serie dar. Am 15. Juni folgt schließlich noch der Lauf in Milwaukee, eine Woche später ist man in Iowa zu Gast, was dann das sage und schreibe fünfte Rennwochenende am Stück darstellen wird - in der F1 beispielsweise undenkbar.

Auch in Texas werden harte Duelle erwartet - Foto: IndyCar

Während Helio Castroneves und Marco Andretti Kopf an Kopf und in der Tat punktgleich in den Bundesstaat der Cowboys reisen, hat sich Vorjahres-Champion Ryan Hunter-Reay auf P3 schon wieder in Schlagdistanz zur Spitze gebracht. In der Meisterschaft liegt Scott Dixon, der auf Belle Isle zuletzt zweimal Vierter wurde auf eben dieser Position und somit einen Rang vor Simon Pagenaud, der nach seinem Premierensieg beim letzten Lauf in der US-Autostadt beflügelt nach Texas kommen dürfte. Weniger glücklich dürfte man derweil bei Rahal Letterman Lanigan Racing und Dragon Racing sein. Beide Teams wurden im Anschluss an den letzten Lauf noch mit einer Geldstrafe belegt.

Andretti im ersten Training Schnellster

Bei RLLR musste man 10.000 Dollar berappen, da die Regelhüter am Auto von James Jakes bereits nach dem Qualifying für das Samstagsrennen einen technischen Regelverstoß festgestellt hatten, der sich auf Ungereimtheiten am Heckflügel des Briten bezog. Bei Dragon musste man derweil für das ungebührliche Benehmen von Sebastian Saavedra tief in die Tasche greifen. Die Gesten des Kolumbianers in Richtung von Marco Andretti nach seinem Aus im ersten Rennen, kosteten im immer um das Image bemühten Amerika satte 30.000 Dollar. Immerhin kann die Summe auch abgearbeitet werden, etwa durch öffentliche PR-Auftritte im Sinne der Serie.

Neben Power fährt auch Bourdais auf Bewährung - Foto: IndyCar

Etwas glimpflicher aber nicht komplett straffrei kamen für ihr Verhalten auch Will Power und Sebastien Bourdais nach ihrer Kollision im zweiten Rennen davon - beide Piloten fahren den Rest der Saison auf Bewährung. Power hatte nach dem Vorfall in Detroit seine Handschuhe nach Bourdais geworfen - der Franzose wurde hingegen bestraft, weil er sich gegenüber einem Offiziellen in der Boxengasse ungebührend äußerte. Nicht nur die Verantwortlichen dürften dementsprechend froh sein, wenn in Texas endlich wieder die Motoren laufen und sich der Fokus wieder auf das sportliche Geschehen auf der Strecke richtet.

Zum Trainingsauftakt auf dem anderthalb Meilen langen Oval hatte in jedem Fall schon einmal Marco Andretti die Nase vorne. Er setzte sich mit gerade einmal 0.0412 Sekunden Vorsprung knapp vor Tony Kanaan durch. Hinter dem Duo an der Spitze komplettierten Power, Jakes und Simona de Silvestro die Top-5. Für gleich drei Unterbrechungen sorgten Streckenuntersuchungen, nachdem an mehreren Autos von Schnitten in den Reifen berichtet wurde, von denen unter anderem auch Champion Hunter-Reay betroffen war - den Amerikaner kostete der Vorfall die letzten 15 Minuten seiner Trainingszeit.


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