Formel 1 - Nürburgring schreibt F1 2013 noch nicht ab

Problemlösung bis Jahresende wäre früh genug

Laut Nürburgring GmbH Geschäftsführer Thomas Schmidt bestehen noch Chancen, dass die Formel 2013 in Rheinland-Pfalz Station macht.
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Motorsport-Magazin.com - Bei der Nürburgring GmbH, die Eigentümer des Nürburgrings ist, hat man immer noch große Hoffnung, 2013 die Formel 1 auf der eigenen Strecke begrüßen zu können. Die Geschäftsführer des Streckenpächters Nürburgring Automotive GmbH (NAG), Jörg Lindner und Kai Richter, verhandeln nach wie vor mit Bernie Ecclestone, um den Grand Prix zu sichern. Außerdem wollen sie ihn davon abhalten, dass er das für Juli geplante Rennen an den Hockenheimring vergibt, der die vergangenen Saisonen im jährlichen Wechsel mit dem Nürburgring den Deutschland Grand Prix veranstaltet hat.

Wenn das Problem, ob es 2013 ein Formel-1-Rennen am Nürburgring gibt, bis Jahresende gelöst ist, dann wäre das noch früh genug
Thomas Schmidt

Thomas Schmidt ist Geschäftsführer der in Insolvenz befindlichen Nürburgring GmbH und er ist der Ansicht, es ist noch etwas Zeit, um für 2013 alles unter Dach und Fach zu bringen. "Wenn das Problem, ob es 2013 ein Formel-1-Rennen am Nürburgring gibt, bis Jahresende gelöst ist, dann wäre das noch früh genug", sagte er. Für Ecclestone steht aktuell nur fest, dass seine Rennserie 2013 Deutschland besucht. "Sie können davon ausgehen, dass dort im kommenden Jahr gefahren wird."

Sauberer Verkauf

Das Problem des Nürburgrings ist es, dass zunächst einmal intern geklärt werden muss, wie es um die verfahrene Situation zwischen Besitzer und Pächter weitergeht. Die NAG weigert sich, seine Pacht zu bezahlen, die Nürburgring GmbH hat den Pachtvertrag eigentlich aufgekündigt, was Richter und Lindner aber nicht anerkennen wollen. Nach Schmidts Meinung muss die NAG ihre Pacht aber zurücklegen, da sie selbst plant, beim Verkauf der Strecke im kommenden Jahr ein Gebot abzugeben. Es könnte ein schiefes Bild entstehen, sollte es zu dem Zeitpunkt noch eine Zusammenarbeit zwischen Verkäufer und NAG geben.

Nächstes Jahr dürfte sich zu einem guten Jahr für den Nürburgring entwickeln
Thomas Schmidt

"Wir müssen den Ring in einer paneuropäischen, transparenten und diskriminierungsfreien Auktion verkaufen. Ansonsten könnte der Käufer EU-Forderungen zur Rückzahlung von Fördergeldern erhalten", sagte Schmidt, der noch an eine Einigung mit Richter und Lindner glaubt. Anders sieht es bei den Verhandlungen mit Ecclestone aus, da wollen Besitzer und Noch-Pächter an einem Strang ziehen. "Wir haben mit der NAG vereinbart, ungeachtet unseres Streits für 2013 zu planen. Nächstes Jahr dürfte sich zu einem guten Jahr für den Nürburgring entwickeln", betonte Schmidt.


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