Formel 1 - Ecclestone ohrfeigt Vicky Chandhok

Wie konntet ihr so einen Müll bauen?

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist bekannt für seinen Humor. Dies musste nun auch der Präsident des indischen Motorsportverbandes erfahren.
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Motorsport-Magazin.com - Vickie Chandhok, der Präsident des indischen Motorsportverbandes, hatte zwei Tage vor dem ersten Freien Training der Formel 1 auf dem Buddh International Circuit in Indien einen Moment der anderen Art. Bei seiner ersten Begegnung mit Bernie Ecclestone ohrfeigte dieser ihn und meinte: "Wie konntet ihr nur solch einen Müll bauen?" Chandhock reagierte entsetzt und entgegnete Ecclestone entgeistert: "Was sagst du da?" Ecclestone fing darauf zu lachen an, umarmte den Vater des Test- und Reservefahrers von Team Lotus, Karun Chandhok, gab ihm einen Klaps auf die Schulter und meinte "gute Arbeit".

Wie konntet ihr nur solch einen Müll bauen
Bernie Ecclestone

Es gab in den vergangenen Wochen viele Gerüchte um die neue Rennstrecke vor den Toren Neu Delhis. Entgegen anderslautender Meldungen wurde sie doch rechtzeitig fertig gestellt - wenn auch mit kleinen Schönheitsfehlern. So fiel am Donnerstag hin und wieder der Strom im Pressezentrum aus. "Man ist immer nervös vor der Premiere einer neuen Strecke. Dabei gehen dann auch Kleinigkeiten schief", weiß Streckenarchitekt Hermann Tilke aus Erfahrung.

Suche nach dem Medical-Centre

In Indien lag diesmal beispielsweise überall in den Team-Unterkünften Mäusedreck herum. Wie ein nicht genannter Williams-Mitarbeiter sagte, musste auch fehlerhafte Verkabelung neu befestigt werden. Hermann Tilke weist die Verantwortung für solche Pannen von sich: "Wir sind für das Projekt zuständig, aber nicht verantwortlich für die Gebäude."

Wir sind für das Projekt zuständig, aber nicht verantwortlich für die Gebäude
Hermann Tilke

Eine große Panne ereignete sich allerdings während eines Sicherheitstests zu Beginn der Woche, als Strecken-Marschalls mehr als zwanzig Minuten brauchten, um das Medical-Centre zu finden. Da sind teilweise nicht funktionierende Wasserhähne und Spannungsschwankungen im Stromnetz nebensächlich. Zumindest die Fans scheinen in Indien interessierter und informierter zu sein als in Korea - dort kamen allerdings auch kaum welche an die Strecke.


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