Formel 1 - Moss erwartet mehr Probleme für Schumacher

Härteres Durchgreifen wird ihm schaden

Sir Stirling Moss glaubt, dass das härtere Vorgehen der Stewards bei schmutziger Fahrweise Michael Schumacher schaden wird.

Motorsport-Magazin.com - Die Entscheidung der FIA, im kommenden Jahr bei unfairer Fahrweise härter durchzugreifen, wird nach Meinung von Sir Stirling Moss ein Problem für Michael Schumacher darstellen. "Ich sehe, dass sie etwas gegen schmutziges Fahren unternommen haben und das wird Schumachers Chancen wohl verringern. Es war eine Schande, was er beim Ungarn Grand Prix getan hat; die Formel 1 ist mittlerweile eine der sichersten Sportarten, aber wenn jemand zu der Zeit aus der Box gekommen wäre, hätte das ein Desaster gegeben", sagte Moss gegenüber ESPNF1. In Ungarn hatte Schumacher versucht, Rubens Barrichello bei einem Überholversuch Richtung Boxenmauer zu drängen. Zwar ging damals alles gut aus, aber es gab viel Kritik und Schumacher entschuldigte sich auch nachträglich.

Teamorder war immer da und das wird sie auch immer sein - und ich denke, das sollte sie auch immer
Stirling Moss

Neben verschärften Strafen für schmutziges Fahren stimmte Moss auch dem Ende des Teamorder-Verbots zu. "Es ist dumm, dass sie dafür jemals eine Regel gemacht haben. Teamorder war immer da und das wird sie auch immer sein - und ich denke, das sollte sie auch immer", betonte der Brite. Und auch die weiteren Änderungen für die Saison 2011 begrüßte er. So glaubte Moss, dass die Rückkehr von KERS und die Einführung von verstellbaren Heckflügeln für jede Menge Unterhaltung sorgen sollten. "Ich möchte darauf hoffen, dass das kommende Jahr besser wird als das ablaufende und ich denke, das ablaufende bot schon eine der besten Saisonen seit langem", meinte er.

Mehr Fahrer-Input

Obwohl vielerorts kritisiert wird, dass gerade der verstellbare Heckflügel, der nur dem Verfolger, aber nicht dem Verfolgten zur Verfügung steht, ein künstliches Überhol-Element ist, glaubte Moss, dass der Input des Fahrers höher sein wird als in den vergangenen Jahren. "Ich denke, das ist eine gute Sache, denn der Input des Fahrers wurde so sehr beschnitten, dass [abgesehen von den neuen Teams] zwei Sekunden das ganze Feld abdecken können, was unfassbar ist." Von KERS ist Moss ohnehin ein Fan, denn er glaubt, in zehn bis 15 Jahren wird jedes Straßenauto so ein System nutzen. "Man bekommt etwas für nichts und das ist immer eine gute Sache. Rennsport ist die beste Umgebung, um Dinge zu testen, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen - wie die Bremsscheiben, die ich hatte, als ich fuhr."

Es ist teuer, aber es ist schwierig, mit den Teams mitzufühlen, denn sie geben bereits enorme Summen aus
Stirling Moss

Für ihn stand fest, die Teams werden noch viel über die KERS-Technologie herausfinden, während sie sie im Betrieb haben. Deswegen zahlen sich die Kosten für KERS seiner Meinung nach auch aus. "Es ist teuer, aber es ist schwierig, mit den Teams mitzufühlen, denn sie geben bereits enorme Summen aus. Sie sind die Leute, die es zugelassen haben, dass die Ausgaben diesen Punkt erreichen. Wenn sie vor zehn oder 20 Jahren reagiert hätten, wären die Ausgaben sicher nicht so angestiegen. Aber ich kritisiere das nicht, denn die Formel 1 sollte nach meiner Meinung das Beste von allem haben."


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