Wie hat das schlechte Wetter am Freitag- und am Samstagmorgen die Vorbereitungen auf das trockene Rennen beeinflusst?
Sam Michael: Es wirkte sich insofern aus, dass wir einige neue Teile hatten, die wir testen wollten, wegen des schlechten Wetters aber nicht testen konnten. Wir werden sie nun in Budapest einsetzen. Alles weitere, inklusive Setup-Arbeit, Reifen und Kühlung, konnte am Freitagnachmittag erledigt werden.
Der FW32 hatte in Hockenheim weitere Updates. Welche waren das und wie haben sie sich auf die Leistung ausgewirkt?
Sam Michael: Wir hatten dieses Wochenende an beiden Autos überarbeitete Diffusoren. Sie liefen gut und haben bei beiden Fahrern die Rundenzeiten verbessert.
Zum zweiten Mal in drei Rennen waren beide Autos in Q3, aber keiner kam an die Zeiten aus Q2 heran. Woran lag das?
Sam Michael: Beide Fahrer hatten in Q2 tolle Runs. Aufgrund dessen dachten wir, wir könnten in Q3 Platz sieben und acht erreichen. Aber sowohl bei Rubens als auch bei Nico litten die Zeiten in Q3, weil sie am Ende ihrer schnellsten Runden zu viel Untersteuern hatten. Dadurch schafften wir nur die Ränge acht und zehn.
Beide Fahrer hatten schlechte Starts. Lag das einfach daran, dass sie auf der schmutzigen Seite der Strecke standen oder hatten sie technische Probleme?
Sam Michael: Es war eine Kombination aus diesen zwei Dingen. Beide Fahrer waren auf der schmutzigen Seite der Startaufstellung und unsere Fähigkeit zum Losfahren war gleichzeitig beeinträchtigt. Wir hatten kein technisches Problem an sich, also müssen wir hart daran arbeiten, unsere Starts zu verbessern.
Nico blieb bis zur 34. Runde auf dem superweichen Reifen. Wie gut hielt der Gummi und war es im Nachhinein betrachtet die beste Strategie für ihn?
Sam Michael: Nico hatte einen langen ersten Stint, vielleicht ein paar Runden zu lange. Wir hatten bei der Strategie bei ihm nichts zu verlieren, da er ohnehin aus den Punkten rausgefallen wäre. Wir nahmen für den Fall eines Safety Cars das Risiko eines längeren Stints, denn dadurch hätte er einen Vorteil gehabt. Doch es kam nicht.
Was können wir in Ungarn vom FW32 erwarten?
Sam Michael: Wir haben ein paar weitere Upgrades für Ungarn. Das Team arbeitet hart daran, bei jedem Rennen kontinuierlich Updates auf die Autos zu bringen. Wir werden das gleiche Ziel haben wie schon die ganze Saison - beide Autos im Qualifying in den Top Ten und am Ende des Rennens Punkte für beide.

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