Kimi Räikkönen Fahrer-Portrait, Chronik, Statistik - Formel 1 bei Motorsport-Magazin.com

Der Formel 1-Rennfahrer Kimi Räikkönen in der Formel 1-Datenbank. Hier finden Sie ein ausführliches Fahrer-Portrait mit Lebenslauf, Karriereverlauf und Chronik.
Interessante Zahlen, Fakten und Informationen liefert die Statistik zu Kimi Räikkönen mit einer Übersicht aller Teilnahmen, Siege, Pole-Positions, Schnellsten Runden im Rennen, Ausfällen und Punkten. Kimi Räikkönen und Formel 1 bei Motorsport-Magazin.com bedeuten Motorsport für echte Fans!

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Kimi RäikkönenTeam: Ferrari
Kimi Räikkönen
FI
Geschlecht:   männlich
Geburtstag:   17.10.1979
Alter:   35 Jahre
Geburtsort:   Espoo (FIN)
Nationalität:   Finnland
Wohnort:   Wollerau (CH)
Größe:   175 cm
Gewicht:   70 kg
Familienstand:   geschieden, Freundin Minttu
Kinder:   keine
Hobbies:   Snowboarden, Motocross, Eishockey
Lieblingsessen:   Hühnchen, Pasta
Lieblingsgetränk:   Cola, Apfelsaft, Wasser
Lieblingsmusik:   Eminem
Internet:   www.kimiraikkonen.com

Portrait:

Kimi Räikkönen begann im Alter von neun Jahren mit dem Kartsport und blieb diesem zehn Jahre lang treu. In seinem dritten Jahr gewann er in seiner Heimat Finnland die Meisterschaft der Minis, ein Jahr später den Titel in der Klasse Raket Junior. Mit 14 Jahren erzielte er seinen ersten Achtungserfolg, als er im Raket-Kart-Cup Rang zwei eroberte. Ab 1995 ging Räikkönen in der höchsten finnischen Klasse A an den Start, die er 1997 und 1998 mit dem Titelgewinn abschloss.

Als relativ später Einsteiger wechselte Räikkönen 1999 mit 19 Jahren in den Formelsport. Nach Teilnahme an vier Rennen der britischen Formelt Renault startete er ebenfalls bei der dazugehörigen Winterserie, welche er auf Anhieb für sich entschied. Im Jahr 2000 krönte er sich mit sieben Siegen aus zehn Rennen überlegen zum Meister der britischen Formel Renault der Saison 2001. Nachdem Räikkönen mit zwei Siegen in nur zwei Rennen auch im Formel Renault 2.0 Eurocup großen Eindruck hinterlassen hatte, lud ihn Formel-1-Teamchef Peter Sauber, der noch eines seiner beiden Cockpits für die Saison 2001 zu besetzen hatte, im Winter 2000/01 zu Testfahrten nach Mugello ein.

Entgegen dem Willen des Sponsors holte Teamchef Peter Sauber Räikkönen nach überzeugenden Testfahrten in sein Team, obwohl Kimi zu diesem Zeitpunkt gerade erst 23 Autorennen bestritten hatte. Sauber wurde für seine Risikobereitschaft heftig kritisiert und die FIA gestand dem jungen Finnen die Superlizenz zunächst nur für vier Rennen auf Probe zu.

Räikkönens Formel-1-Karriere begann damit beim Großen Preis von Australien am 4. März 2001 auf dem Albert Park Circuit in Melbourne. Erneut beeindruckte der Finne und sicherte sich gleich in seinem ersten Rennen als Sechster eine Platzierung in den Punkterängen. Auch in den nächsten Rennen zeigte er jeweils respektable Leistungen, sodass die Erteilung der Superlizenz über die ersten vier Rennen hinaus keiner Erörterung mehr bedurfte. Räikkönen beendete seine erste Formel-1-Saison mit insgesamt neun Punkten als Zehnter der Gesamtwertung und trug zum besten Teamergebnis in der Geschichte des Sauber-Teams bei, das mit 21 Punkten auf Platz vier der Konstrukteure landete.

Räikkönens Leistungen blieben nicht unverborgen und nach nur einer Saison kaufte McLaren-Teamchef den jungen Finnen auch auf Anraten von Doppelweltmeister und Landsmann Mika Häkkinen aus seinem laufenden Vertrag heraus, um ihn als Stammfahrer für die Silberpfeile einzusetzen. Bereits in seinem ersten Rennen fuhr Räikkönen die schnellste Rennrunde und als Dritter aufs Podium. In einer wahren Seuchensaison musste er nicht weniger als elf Mal vorzeitig die Rennen beenden - meistens aufgrund technischer Defekte. In den sechs Grand Prix, in denen Räikkönen die Zielflagge sah, lag er nie schlechter als Position vier, inklusive vier Podestplatzierungen.

Bereits in seinem zweiten Jahr bei McLaren verfehlte Räikkönen den ganz großen Wurf nur denkbar knapp. Mit 91:93 Punkten belegte er hinter Michael Schumacher den zweiten Rang der Weltmeisterschaft und hielt sich mit neun Punkten Rückstand vor dem letzten Rennen gar bis zur letzten Sekunde die Chance auf den Titel offen. Die Saion 2004 verlief trotz des zweiten Sieges nach Malaysia im Vorjahr sowie drei weiteren Podestplatzierungen weniger erfreulich. Viele technisch bedingte Ausfälle kosteten Räikkönen etliche Punkte und aussichtsreiche Positionen, was sich zu einem enttäuschenden Endrang sieben aufsummierte.

Seinen endgültigen Durchbruch als ein Superstar der Formel 1 schaffte Räikkönen in der Saison 2005, als ihm sieben Siege, insgesamt zwölf Podestplatzierungen sowie zehn schnellste Rennrunden gelangen. Allerdings kosteten ihn technische Defekte in Qualifying und Rennen immer wieder wertvolle Positionen und Punkte, sodass er der zumindest auf dem Papier schwächeren Kombination Alonso und Renault den Vortritt in Sachen Titel lassen musste. Nach einer enttäuschenden Folgesaison ohne Sieg und lediglich Endrang fünf verließ Räikkönen nach fünf Jahren und zwei Vizemeisterschaften McLaren und heuerte bei der Scuderia Ferrari an.

Als Nachfolger des zurückgetretenen Michale Schumacher gelang Kimi Räikkönen das unbestrittene Highlight seiner Karriere. Nachdem die WM nach sieben Rennen trotz des Auftaktsieges in Australien bereits zu entgleiten drohte, gewann Räikkönen fünf der letzten zehn Rennen, landete dabei neun Mal auf dem Podium und sicherte sich mit einem Zähler Vorsprung vor dem McLaren Duo Lewis Hamilton und Fernando Alonso den nicht mehr für möglich gehaltenen Titel. Unter der alten Zehn-Punkte-Regel holte Räikkönen dabei schier unglaubliche 17 Punkte Rückstand auf Wunder-Rookie Hamilton in den letzten beiden Rennen auf, nachdem dieser sich zwei monumentale Fehler geleistet hatte.

Im Anschluss an seinen Titelgewinn zeigte die Formkurve Räikkönens bei Ferrari jedoch stetig nach unten. Trotz zweier Siege aus den ersten vier Rennen des Folgejahres erlebte er vor allem in der zweiten Saisonhälfte mit einer Serie von nur einem Punkt aus vier Rennen einen radikalen Einbruch, rettete sich durch drei dritte Ränge zum Saisonende soeben noch auf WM-Rang drei. Die Saison 2009 erlebte einen weiteren Leistungsabbau Räikkönens, der lediglich eine Podestplatzierung in den ersten neun Rennen erzielte, klar im Schatten von Teamkollege Massa stand und sich erst nach dessen schwerem Unfall mit einem Sieg und vier Podien in Serie wieder etwas rehabilitierte. Nach lediglich 48 Punkten und WM-Rang sechs kaufte Ferrari Räikkönen jedoch aus seinem Vertrag heraus, und ersetzte ihn durch Fernando Alonso.

Im Anschluss entschied sich Räikkönen zu einem Wechsel in die WRC, der allerdings schwieriger begann als angenommen. Mit acht Ausfällen und lediglich Endrang zehnmusste er sich seinem jungen Teamkollegen Sebastien Ogier, der auf Rang vier einkam, deutlich geschlagen geben. 2011 belegte der Finne in der Gesamtwertung erneut den zehnten Platz und gab nach Saisonende seine Rückkehr in die Formel 1 bekannt. Bei 21 Rallyes fuhr Räikkönen elf Mal in die Punkte, erzielte Rang fünf in der Türkei 2010 als bestes Einzelergebnis und gewann auf Asphalt in Deutschland gar eine Wertungsprüfung.

2012 kehrte Räikkönen für Lotus zurück in die Formel 1. Gleich in seiner Comebacksaison zeigte der "Iceman" wieder seine Klasse und sicherte sich hinter den überragenden Sebastian Vettel und Fernando Alonso Rang drei in der Fahrerwertung. In Abu Dhabi siegte Räikkönen, stand weitere fünf Mal auf dem Podium und verpasste lediglich in China die Punkteränge. Die Saison 2013 begann mit dem Sieg in Australien sowie drei zweiten Rängen innerhalb der ersten fünf Rennen äußerst vielversprechend. Vor allem der schonende Umgang mit den neuen Pirelli-Reifen ließ Räikkönen zu einem ernsthaften Titelkandidaten reifen. Zwei schlechte Ausbeuten in Monaco und Kanada sowie der offizielle Wechsel auf die Vorjahresreifen erstickten diese Hoffnung jedoch jäh. Nach Bekanntwerden nicht geleisteter Gehaltszahlungen über die komplette Saison gab Räikkönen wenig später seine Rückkehr zu Ferrari bekannt.

Als kurz vor Saisonende der Streit um die immer noch ausstehenden Zahlungen weiterhin nicht beigelegt war, drohte Räikkönen mit Rennboikott für Abu Dhabi. Dieser wurde zwar abgewendet, jedoch schied Räikkönen nach der Rückversetzung ans Ende des Feldes aufgrund eines illegalen Unterbodens im Qualifying bereits in der ersten Kurve aus. Nach einer anschließenden Rückenoperation bedeutete dies somit das vorzeitige Ende seiner Lotus-Karriere. In die neue Formel-1-Ära der V6-Turbomotoren startet Räikkönen im besten Fahrergespann des Feldes an der Seite von Alonso für Ferrari.

Formel 1-Chronik
Jahr Hersteller Motor WM PKT GP S P SR
2014 Ferrari Ferrari 12. 55.00 19 0 0 1
2013 Lotus Renault 5. 183.00 17 1 0 2
2012 Lotus Renault 3. 207.00 20 1 0 2
2009 Ferrari Ferrari 6. 48.00 17 1 0 0
2008 Ferrari Ferrari 3. 75.00 18 2 2 10
2007 Ferrari Ferrari 1. 110.00 17 6 3 6
2006 McLaren Mercedes 5. 65.00 18 0 3 3
2005 McLaren Mercedes 2. 112.00 19 7 5 10
2004 McLaren Mercedes 7. 45.00 18 1 1 2
2003 McLaren Mercedes 2. 91.00 16 1 2 3
2002 McLaren Mercedes 6. 24.00 17 0 0 1
2001 Sauber Petronas 10. 9.00 16 0 0 0
WM = WM-Position, PKT = Punkte, GP = Grand Prix, S = Siege, P = Pole Positions, SR = Schnellste Rennrunden
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