Formel 3 EM - Merhi: Macau-Desaster schnell vergessen

Keinen Einfluss auf die Zukunft

Roberto Merhi glaubt, dass sein unglückliches Wochenende in Macau dem Spanier in seiner weiteren Zukunft nicht schaden sollte. Er blickt weiter nach vorne.
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Motorsport-Magazin.com - Für Robert Merhi verlief der Formel 3 GP in Macau enttäuschend. Zwar dominierte der Spanier am Donnerstag noch das regnerische Qualifying, wurde dann jedoch strafversetzt, nachdem er eine Kollision verursacht hatte. Im Verlauf des Qualifying-Rennens arbeitete sich der Formel 3 Euro Serie-Champion allerdings bis auf die dritte Position nach vorne.

Am Ende ist es kein gutes Gefühl mehr, weil es vielleicht mein letztes Rennen in einem Einsitzer gewesen ist.
Roberto Merhi

"Das Gefühl war sehr gut und ich war [am Samstag] wirklich glücklich, weil ich den dritten und nicht den zweiten Platz wollte, damit ich den anderen Fahrern etwas Druck machen konnte, um zu sehen, ob sie dumme Fehler machen", freute sich Merhi gegenüber Autosport. Beim Start des Hauptrennens blieb er dann jedoch stehen. Richie Stanaway und Laurens Vanthoor konnten dem Spanier nicht mehr ausweichen.

Keine Auswirkungen

Roberto Merhi musste das Rennen daher aus der Box verfolgen und hatte beim Kampf um den Sieg kein Wörtchen mitzureden. "Am Ende ist es kein gutes Gefühl mehr, weil es vielleicht mein letztes Rennen in einem Einsitzer gewesen ist und das wollte ich nicht wirklich so beenden", war der 20-Jährige im Anschluss enttäuscht.

Auch Vettel und Hamilton haben wie Merhi in Macau nicht siegen können - Foto: Sutton

Dennoch glaubt er auch, dass ihn den Misserfolg in der Zukunft nicht aufhalten wird. "Fahrer wie Hamilton und Vettel haben auch Fehler gemacht und das Rennen nicht gewonnen - das ist der einzige Faktor, der vielleicht zeigt, dass der Sieg in Macau nicht so wichtig ist", war Merhi ein wenig erleichtert. "Das Team hat einen guten Job gemacht, aber manchmal passieren solche Dinge."

Und auch Gerhard Unger, Technischer Direktor bei HWA, machte Merhi für die Zukunft Mut. "Er sagte: 'Du hast ein wirklich gutes Jahr gehabt und das kann passieren - es ist ein menschlicher Fehler'", erzählt der Spanier. "Ich bin wirklich verärgert, aber der nächste Tag ist ein neuer Tag und das Leben geht weiter."

Zukunft in der DTM?

Ich denke, das ist die Entscheidung Mercedes' - sie müssen sagen, was ich tun muss.
Roberto Merhi

2012 wird der 20-Jährige weiter für Mercedes an den Start gehen. Nur wo, weiß er noch nicht. "Ich denke, das ist die Entscheidung Mercedes' - sie müssen sagen, was ich tun muss", so Merhi, der auch in der DTM gerne an den Start gehen würde und es so Paul di Resta gleichtun würde. Zunächst steht für den Spanier schon der DTM-Test mit Mercedes an, den er sich für seinen Titel in der Formel 3 Euro Serie verdient hat.

Sollte sich Merhi dort positiv beweisen, könnte er durchaus schaffen, 2012 in der DTM zu fahren. Auch Di Resta hat den Aufstieg von der Formel 3 in die DTM ohne den Sieg beim Formel 3 GP in Macau geschafft. "Er hat hier auch nicht gewonnen, er ist in der ersten Kurve geradeaus gefahren", erinnert sich der Spanier. "Ich hoffe eine ähnliche Karriere zu machen - oder noch besser. Aber das ist hart."


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