DTM - Fitnesswoche in Spanien: Mercedes schwört sich ein

Training im Wettkampfmodus

Im spanischen La Manga bereiteten sich die Mercedes-Fahrer auf die neue Saison vor. Ganz ohne Wettkampfgedanken ging es aber auch dort nicht zu.
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Motorsport-Magazin.com - Noch drei Monate dauert es, bis die DTM wieder in ihre neue Saison startet. Traditionell nutzen die Fahrer die ausgiebige Winterpause auch zum Training. Bei Mercedes hat sich die jährliche Fitnesswoche inzwischen zu einer Tradition entwickelt. In diesem Jahr ging es für die sechs Stammpiloten plus Testfahrer Maximilian Günther ins spanische La Manga, um sich auf die anstehenden Aufgaben zu fokussieren.

Man trainiert zusammen, übt verschiedene Sportarten aus und natürlich ist es auch ein kleiner Wettkampf.
Edoardo Mortara

Neben Kraft- und Ausdauertraining stand vor allem ein Aspekt im Vordergrund: Teambuilding. Mit Vizemeister Edoardo Mortara und - nach fünfjähriger Abstinenz - auch Maro Engel kamen zwei Neulinge ins Team. "Es ist das erste Mal, dass ich mit Mercedes hier bin und es ist schön, die Jungs in entspannter Atmosphäre besser kennenzulernen. Das macht mir richtig Spaß", lobte Mortara. Wichtig sei laut des Italieners eine gute Mischung aus Training, Wettkampfgefühl und Spaß. "Die Atmosphäre ist immer schön. Man trainiert zusammen, übt verschiedene Sportarten aus und natürlich ist es auch ein kleiner Wettkampf. Das ist schon cool so kurz vor dem Start in die neue Saison", erklärte er.

Kajakfahrten trugen zum Teambuilding bei - Foto: Daimler AG

Fahrer rücken enger zusammen

Maro Engel erlebte nur eine verkürzte Fitnesswoche. Der DTM-Rückkehrer bestritt am vergangenen Wochenende das 12-Stunden-Rennen im australischen Bathurst. "Es hat riesigen Spaß gemacht, mit den Jungs zusammen zu sein. Wir haben schon jetzt einen richtig starken Teamspirit. Vom Gefühl her sind wir hier noch enger zusammengerückt", konnte er dennoch ein positives Fazit der gemeinsamen Tage ziehen.

Es ist schön, wenn man den Kontakt intensivieren kann.
Maximilian Günther

Ein weiterer Neuzugang ist Maximilian Günther. Der amtierende Vizemeister der Formel-3-EM stieg zum offiziellen Testfahrer des Mercedes-AMG-Teams auf. In dieser Funktion war Günther auch mit vor Ort in La Manga. "Das Teamwork und Team-Building standen im Vordergrund. Das war richtig cool. Klar, der Großteil der Fahrer kennt sich bereits lange, aber es gibt eben auch neue Teammitglieder wie Edo oder mich. Da ist es schön, wenn man den Kontakt intensivieren kann", erläutert der 19-Jährige.

Beim Kartfahren waren die Profis in ihrem Element - Foto: Daimler AG

Abwechslungsreiches Programm in La Manga

In Spanien erwartete die Fahrer ein abwechslungsreiches Programm. Neben Fitness-Training und Mannschaftssportarten wie Fußball, standen unter anderem auch Kartfahren, Mountainbiking, Tennis und Kajakfahren auf dem Ablaufplan. "Es war von allem etwas dabei", sagte Günther. "Das war zum einen sehr anstrengend, zum anderen gab es aber auch viele Besprechungen und Meetings, aus denen ich viel mitnehmen konnte."

Wenn man gesehen hat, was der andere kann, dachte man sich selbst, dass man es besser kann.
Robert Wickens

Doch auch für alte Hasen wie Robert Wickens ist die Fitnesswoche noch immer etwas Besonderes. "Wir haben uns viel gepusht, oftmals auch am Ende von speziellen Workouts", verriet der Kanadier. "Dann haben wir uns gegenseitig angetrieben. Da kam der Wettkampfgedanke zum Vorschein, wenn man gesehen hat, was der andere kann, dachte man sich selbst, dass man es besser kann", fügte er lachend hinzu.

Mit Argusaugen beobachtet wurden die Piloten von ihrem Chef, Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz. Er stellt seinen Schützlingen ein gutes Zeugnis aus. "In La Manga ist es den Neulingen gelungen, sich super in unsere Mannschaft einzufügen. Die Fahrer sind als Gruppe zusammengewachsen und verinnerlichten diesen besonderen Teamspirit, der unser Team schon in den vergangenen Jahren auszeichnete", stellte er zufrieden fest. "Neben der Performance auf der Strecke ist das ein weiterer wichtiger Eckpfeiler, um eine erfolgreiche Saison fahren zu können", so Fritz.


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