DTM - BMW: Kein Protest gegen Wittmann-Disqualifikation

Keine Entscheidung am Grünen Tisch

BMW akzeptiert die Disqualifikation von Marco Wittmann. Den Vorwurf des Schummelns weist man in einem Statement aber zurück:
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Motorsport-Magazin.com - BMW wird gegen die Disqualifikation von Marco Wittmann beim letzten Rennen in Budapest auf einen Protest verzichten. Das kündigte der bayrische Hersteller in einem Statement offiziell an. "Wenn wir eines nicht wollen, dann ist es eine Titelentscheidung am ‚grünen Tisch´, vielleicht sogar erst nach dem Finale in Hockenheim. Die DTM sollte den Fans in Hockenheim einen Champion präsentieren", wird Motorsport-Direktor Jens Marquardt in einer Aussendung zitiert.

Wittmann hatte im Sonntagsrennen in Budapest den vierten Rang erobert. Bei der technischen Kontrolle stellte sich aber heraus, dass der Unterboden nicht die vorgeschriebene Mindestdicke von 6 Millimetern aufwies. Daher wurde er aus der Wertung genommen und verlor somit die zwölf in Budapest eingefahrenen Punkte für die Gesamtwertung.

Wittmann liegt trotz dieses Verlustes in der Meisterschaft voran und hält aktuell eine Führung von 14 Punkten auf Audi-Fahrer Edoardo Mortara. Die Entscheidung fällt somit erst beim Saisonfinale in Hockenheim am 15./16. Oktober in Hockenheim.

Das BMW-Statement von Jens Marquardt im Wortlaut:

Wir haben uns im Sinne des Sports dazu entschlossen, den Wertungsausschluss von Marco Wittmann in Ungarn nicht vor das Berufungsgericht zu bringen. Unmittelbar nach dem Sonntagsrennen wollten wir uns diese Option offenhalten, deshalb hatte das BMW Team RMG zunächst die Berufung angekündigt. Davon sehen wir ab.

Wie man an Marcos Rundenzeiten klar erkennen konnte, hat dies keinerlei Performance-Vorteile mit sich gebracht – das Gegenteil war der Fall. Wir akzeptieren aber die Entscheidung der Sportkommissare.
Jens Marquardt

Wir sind unverändert der Auffassung, dass die erhöhte Abnutzung des Unterbodens – also des so genannten Skidpads – , die letztlich für die festgestellte Abweichung von der im Reglement definierten Höhe dieses Bauteils verantwortlich war, aufgrund der Vorkommnisse und Berührungen kurz nach dem Start zustande kam. Wie man an Marcos Rundenzeiten klar erkennen konnte, hat dies keinerlei Performance-Vorteile mit sich gebracht – das Gegenteil war der Fall.

Wir akzeptieren aber die Entscheidung der Sportkommissare. Denn wenn wir eines nicht wollen, dann ist es eine Titelentscheidung am ‚grünen Tisch´, vielleicht sogar erst nach dem Finale in Hockenheim. Die DTM sollte den Fans in Hockenheim einen Champion präsentieren – am liebsten natürlich Marco Wittmann. Mit einem Vorsprung von 14 Punkten ist seine Ausgangsposition für die Rennen in Hockenheim auch weiterhin gut. Jetzt werden wir alles dafür tun, damit er auch nach der letzten Runde des Jahres ganz vorne steht.


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