DTM - Fragen zum Reglement weiter offen

Meeting im Oktober soll Aufschluss geben

Steht die DTM vor einem Umbruch oder nicht? Im Raum stehen viele Spekulationen. Ein Meeting im Oktober soll erste Fragen beantworten.
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Motorsport-Magazin.com - Die Diskussionen um die Regeländerungen in der DTM für die nächste Saison sind weiterhin ein heißes Thema. Wird es das Boxenstoppfenster weiterhin geben? Wird eine der beiden Reifenmischungen abgeschafft? Sogar die Abschaffung der Boxenstopps stand schon im Raum. Kurzum: das Hauptziel ist es, die DTM attraktiver und gleichzeitig verständlicher für den Zuschauer zu machen.

Paffett ist mit dem Reglement unzufrieden. - Foto: DTM

Gary Paffett ist ein großer Befürworter der Regeländerungen für die kommende Saison. Ganz klar äußert er sich gegen das Boxenstoppfenster: "Wir brauchen neue Regeln, um sicherzustellen, dass nicht alle in der gleichen Runde reinkommen", sagte er gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Wir müssen einfach einen Reifen wegpacken, und zwar den, den niemand benutzt." Der Option-Reifen sei ein toller Reifen, so Paffett, der damit versteckt verlauten ließ, welchen Reifen die DTM abschaffen solle und welchen nicht.

BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquart mahnt, nicht gleich alles zu überstürzen und die DTM neu erfinden zu wollen. Man solle sich die Sache wirklich genau ansehen und analysieren, ob überhaupt Änderungsbedarf bestehe. "Für mich ist immer weniger mehr."

Fahrer einheitlich für Veränderungen

Etwas anderer Meinung dagegen ist Timo Scheider, der Ex-Champion von 2008 und 2009. "Beim großen Meeting im Oktober werden wir unseren Beitrag und unsere Ideen liefern. Wir haben einige Lösungsvorschläge und hoffen, dass wir alle gemeinsam in die richtige Richtung rudern werden", so der aktuelle Stand des Audi-Piloten, der sich dafür einsetzen möchte, die DTM einfacher zu machen.

Man will ja keinem an die Karre pissen
Timo Glock

Ähnlicher Meinung ist BMW-Pilot Timo Glock. Seiner Meinung nach muss zusammen versucht werden, einige Dinge besser zu machen. Zuerst sollte jedoch überlegt werden, welche Ideen überhaupt Sinn machen und welche nicht. "Man will ja keinem an die Karre pissen oder etwas wegnehmen, sondern einfach nur versuchen, Dinge besser und einfacher zu gestalten."

Solch ein Bild soll es in der kommenden Saison nicht mehr geben - Foto: DTM

Da durch das Boxenstoppfenster alle Piloten zur selben Zeit in die Box kommen, ist es schwer, bei den Fahrern eine eindeutige und eigene Strategie festzustellen. Das bestätigt Paffett: "Du musst die Wahl haben, deine eigene Strategie nutzen zu können. Das ist nicht möglich im Moment. Alle kommen gleichzeitig rein. Alles ist sehr eingeschränkt." Die einzige Chance sei es, die Reifenauswahl zu reduzieren. Man habe in der Vergangenheit einige tolle Rennen gesehen, jedoch nur, wenn alle Fahrer auf dem gleichen Reifen unterwegs gewesen seien. Sonst sei es nutzlos.

Ganz ohne Boxenstopps wird es in Zukunft nicht gehen. Dazu postiert sich Mercedes DTM-Leiter Wolfgang Schattling sehr eindeutig. "Ohne Boxenstopps wird es nicht funktionieren, das ist ja das Highlight, weil das eben auch zeigt, dass das gesamte Team und nicht nur der Fahrer die Performance des Teams ausmacht."


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