DTM - Rückblick 2011: Christian Vietoris

Der Doppelstarter

In seiner Debütsaison in der DTM kam Christian Vietoris gleich in die Punkte und bewies dabei einen hohen Speed sowie Potenzial für mehr.
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Motorsport-Magazin.com - Die DTM-Saison von Christian Vietoris war schwierig, doch wusste er durchaus mit guten Leistungen zu überzeugen, die in Oschersleben mit Platz fünf und seinen ersten DTM-Punkten belohnt wurden. Am Ende belegte er den 14. Platz in der DTM-Tabelle. Vietoris weiß, was die Stunde in einer hart umkämpften Serie wie der DTM geschlagen hat. "Schon der kleinste Zeitverlust wird mit mehreren Positionsverlusten bestraft", erklärte der 22-Jährige. "Aber ich denke, das ist im ersten Jahr normal. Das Wichtigste ist, dass man aus seinen Fehlern lernt."

Zusätzlich zu seinen DTM-Starts fuhr Vietoris in diesem Jahr auch in der GP2. Diese Doppelbelastung setzte ihn durchaus vor eine schwierige Aufgabe. Trotzdem bewies Vietoris im Laufe der Saison seinen Speed, den er jedoch oft nicht in die gewünschten Resultate ummünzen konnte.

Schon beim Saisonauftakt in Hockenheim zeigte Christian Vietoris sein Potenzial auf, konnte im Rennen jedoch kein gutes Resultat erzielen - Foto: Sutton

Dies zeichnete sich bereits beim Saisonstart ab. Vietoris präsentierte sich beim Qualifying in Hockenheim überraschend stark und verpasste als Neunter nur knapp die dritte Qualifyingsession. Im Rennen ging der Rookie dann aber zu verhalten zu Werke und bekam aufgrund eines misslungenen Angriffsversuchs eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Somit blieben am Ende nur der 13. Platz und ein etwas enttäuschter Christian Vietoris übrig. "Es ist in jedem Fall noch Luft nach oben", drückte sich der Mercedes-Pilot diplomatisch aus.

Gute Performance, aber fehlende Resultate

Beim zweiten Saisonlauf in Zandvoort beeindruckte Vietoris, wie zuvor schon in Hockenheim, mit einer starken Performance in den freien Trainings. Bei der Qualifikation brach diese jedoch ab. Die Konsequenz: der 17. und vorletzte Startplatz. Aufgrund der engen Strecke, die nicht gerade zu Überholmanövern einlädt, reichte es für den Persson-Piloten nur für den 15. Platz. Dennoch konnte Vietoris dem Rennen auch Positives abgewinnen. "Obwohl mein Startplatz speziell hier in Zandvoort nicht optimal war, konnte ich das Rennen ohne größere Zwischenfälle erfolgreich beenden und wichtige Rennkilometer sammeln", freute sich der Youngster.

Vietoris blickte nach vorne und setzte sich für das nächste Rennen in Spielberg eine Punkte-Platzierung zum Ziel. Doch wieder einmal kam es anders. Nach dem zehnten Qualifikationsplatz durfte er auf Punkte hoffen, im Rennen wurde er jedoch Opfer eines Missverständnisses im Boxenfunk, wodurch er die Box ansteuerte, obwohl seine Crew noch nicht parat stand. Damit waren Punkte für den 22-Jährigen außer Reichweite. Einen Trost bildeten wie so oft die guten Rundenzeiten des Neueinsteigers.

Lichtblicke waren vorhanden

In der Lausitz folgte der erste Achtungserfolg. Als Neunter war Vietoris den Punkten bereits nahe - aber eben nur nahe. Trotz des guten Ergebnisses war Vietoris etwas enttäuscht, wenngleich nicht frustriert. "Wir befinden uns auf einem guten Weg", sagte er. Einem 11. Platz beim Regenchaos auf dem Norisring folgten zwei 13. Plätze auf dem Nürburgring und in Brands Hatch. Durch Zwischenfälle wurde Vietoris hier immer wieder zurückgeworfen.

Wir hatten schon öfter den Speed, aber heute konnten wir diesen auch in Punkte umsetzen
Christian Vietoris

Richtig vorwärts ging es für Vietoris dann erst in Oschersleben. Im Regen kämpfte sich der Jahreswagen-Pilot nach einer Strafversetzung vom 18. Startplatz bis auf den fünften Rang nach vorne und fuhr die lang ersehnten ersten Punkte in der DTM ein. "Wir hatten schon öfter den Speed, aber heute konnten wir diesen auch in Punkte umsetzen", freute sich Vietoris und hoffte auf weitere Punkte. Doch daraus wurde nichts. Vietoris hatte nach einem 11. Platz in Valencia beim Saisonfinale in Hockenheim einen Ausfall zu beklagen.

Nun hofft der Nachwuchsfahrer darauf, auch im nächsten Jahr für Mercedes in der DTM fahren zu dürfen, muss aber noch die Entscheidung des Konzerns abwarten. Sein hohes Potenzial hat er in der vergangenen Saison auf jeden Fall bewiesen.


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