DRM - Porsche Gesamtsieg bei der Sachsen-Rallye

Ruben & Petra Zeltner gewinnen, Herbold scheidet aus

Erstmalig gewinnen Ruben und Petra Zeltner im Porsche 911 GT3 die AvD-Sachsen-Rallye. Mark Wallenwein wird im Skoda Zweiter.
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Motorsport-Magazin.com - Nach 14 Wertungsprüfungen über 152 Kilometer verwiesen sie Mark Wallenwein/Stefan Kopczyk im Skoda Fabia S2000 auf den 2. Gesamtrang. Das Podium komplettiert ein weiteres Porsche-Team: Olaf und Alexandra Dobberkau erreichen somit ihr bestes Saison-Resultat im neu aufgebauten 911 GT3. Schnellstes frontgetriebenes Fahrzeug wurde der Renault Megane RS von Carsten Mohe und Katrin Becker, die 6. im Gesamtklassement wurden.

Bei der Truppe der HJS Diesel Rallye Masters siegten die Youngster Marijan Griebel und Alexander Rath, die sich damit auch den 12. Gesamtrang sicherten. Bestes Zwickauer Team sind Maik Stölzel und Thomas Windisch, die mit ihrem Porsche noch auf den 7. Platz fuhren. Gelobt wurde von den Piloten die gute Organisation sowie die zahlreichen Zuschauer, die an den unterschiedlichen Wertungsprüfungen in Zwickau, im Zwickauer Land und im Vogtland unterwegs waren. Der Veranstalter schätzt etwa 30.000 Besucher, die an beiden Tagen der AvD-Sachsen-Rallye unterwegs waren.

Das ist mein erster Abflug mit dem Fiesta
Felix Herbold

Der Beginn der AvD-Sachsen-Rallye wurde von 2 Teams dominiert: Felix Herbold und Ruben Zeltner. Dieser sicherte sich auf den "Porsche-freundlichen Strecken" am Freitagabend bereits einen kleinen Vorsprung, den er auch bis ins Etappenziel verteidigte. Somit begann am Samstagmorgen die Aufholjagd für Felix Herbold, der ab der 1. Prüfung attackierte und sich im Laufe des Vormittags die Führung zurückeroberte. "Wir sind froh, dass es heute so gut läuft", bemerkte Felix vom Robot-Racing-Team zur Mittagspause, "aber wir fahren auch absolut am Limit, um Ruben hinter uns halten zu können."

Auf der Wertungsprüfung (WP) 11 überforderte er die Grenzen der Fahrphysik und touchierte nach einer Sprungkuppe eine Leitplanke, die wiederum das Auto in die nahegelegene Wiese beförderte. "Das ist mein erster Abflug mit dem Fiesta", stellte ein sichtlich enttäuschter Herbold fest. "Besonders leid tut es mir vor allem für das Team, dem ich gerne hier einen Gesamtsieg geschenkt hätte."

Ab diesem Zeitpunkt übernahm das Ehepaar Zeltner die Pace und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. "Es hat uns wahnsinnig viel Spaß gemacht, vor dieser großen Zuschauer-Kulisse unterwegs zu sein. Daher freuen wir uns wahnsinnig über diesen Gesamtsieg. Besonders loben möchte ich die gute Organisation, die sicherlich in Deutschland vorbildlich ist", so Ruben Zeltner.

Es war schon Wahnsinn, welches Tempo der Ruben hier gefahren ist
Olaf Dobberkau

Hinter ihm belegte Mark Wallenwein im Skoda Fabia S2000 den 2. Gesamtrang und zeigte sich sichtlich zufrieden: "Respekt vor der Leistung von Ruben, der hier eine fantastische Rallye gefahren ist. Wir sind froh, bei diesen selektiven Prüfungen im Ziel zu sein. Ich hoffe, es geht jetzt für uns so weiter." Mit diesem 2. Gesamtrang und dem Klassensieg übernimmt Mark Wallenwein auch die Führung im Championat der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM).

Das Podium komplettiert das Ehepaar Dobberkau. Sichtlich erleichtert äußerte sich Olaf im Ziel: "Insgesamt eine tolle Rallye. Gestern Abend hätte ich nicht gedacht, dass wir mit allen unseren technischen Problemen noch so weit nach vorne kommen. Daher ist es umso besser, dass es jetzt doch noch geklappt hat. Aber es war schon Wahnsinn, welches Tempo der Ruben hier gefahren ist. Respekt vor dieser Leistung."

Nach dem Ausfall von Sandro Wallenwein auf WP 10 mit einem Motorschaden war für Peter Corazza der Weg frei für einen Sieg in der Division 2, der auch gleichzeitig dem 4. Gesamtrang entspricht. Dahinter kam mit einem weiteren Mitsubishi Lancer Hermann Gassner ins Ziel, der sichtlich zufrieden war. "Ich bin absolut happy, schnellster Fronttriebler geworden zu sein. Besonders genial war vor allem die Königsprüfung ‚Crinitzberg´, die mir super gut gefallen hat", schwärmte Carsten Mohe im Ziel.

Maik Stölzel ist schnellstes Zwickauer Team

Etwas erleichtert zeigte sich Maik Stölzel im Ziel: "Ich bin echt froh, dass wir noch auf Platz 7 gekommen sind. Seit gestern Abend arbeiten wir an unserem Fahrwerk. Leider haben wir keine Abstimmung gefunden, die irgendwie gepasst hat. Wir werden also jetzt das komplette Setup verändern."

Daniel Voigt erzielte mit seinem Honda Civic Type R einen respektablen 14. Gesamtrang, der ihm auch zu einem Sieg in der Division 4 verhalf. Weitere Zwickauer sind auf den Plätzen 28 und 29 zu finden. Julius Tannert erreichte bei seiner Premiere in der DRM mit seinem Suzuki Swift Sport auf Anhieb einen 2. Platz in der Division 5. Auch Rigo Sonntag gelang es, mit seinem Honda Civic einen Klassensieg herauszufahren.

Youngster Griebel siegt erneut bei den Diesel-Piloten

Im Rahmen der DRM finden auch die Veranstaltungen zur HJS-Diesel Rallye-Masters statt. Nach einem anfänglichen Zeitenduell zwischen Björn Mohr und Marijan Griebel konnte sich der Youngster im Laufe des späteren Abends durchsetzen. "Wir hatten etwas Glück mit unserer Reifenwahl und haben natürlich auch hart gefightet", freut sich Griebel im Ziel. "Damit sichern wir uns wichtige Punkte für die Diesel-Wertung, in der wir jetzt wieder ein wenig zu Björn Mohr aufschließen können". Sein bestes Ergebnis mit Platz 3 im Diesel-Cup erzielte der Finne Kai Ahola, der seinen Fiat Punto förmlich über die Prüfungen prügelte.

AvD-Sportpräsident zeigt sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung

Von den 59 gestarteten Teilnehmern erreichten 41 das Ziel in Wertung. Fast 30.000 Zuschauer besuchten die verschiedenen Wertungsprüfungen, die wie gewohnt im Zwickauer Land, Vogtland und in Zwickau gefahren wurden. Die Teilnehmer lobten dabei nicht nur die gute Organisation, sondern auch die zahlreichen disziplinierten Zuschauer. "Ich bin immer wieder begeistert, diese Tausenden von Zuschauern hier zu sehen", so Volker Strycek, Sportpräsident des AvD.

Wir sehen die AvD-Sachsen-Rallye nicht nur als integrierter Bestandteil der DRM, sondern auch als eine Vorzeigeveranstaltung in Deutschland
Volker Strycek

"Ein besonderes Lob und großer Dank gilt den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, ohne die eine derartige Veranstaltung gar nicht vorstellbar wäre. Uns hat es viel Spaß gemacht, mit dem Opel Corsa OPC im Rahmen der Veranstaltung mit dabei zu sein. Wir sehen die AvD-Sachsen-Rallye nicht nur als integrierter Bestandteil der DRM, sondern auch als eine Vorzeigeveranstaltung in Deutschland."


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