Mauretaniens Staatsmänner sind genervt. In den letzten Tagen hat man alles versucht, um bei der Dakar Organisation das Gefühl zu vermitteln, man hätte alles unter Kontrolle. Die Organisatoren sind nach den tödlichen Zwischenfällen der vergangenen Tage nach Mauretanien geflogen, um sich selbst ein Bild zu machen und sich mit den verantwortlichen Staatsmännern zu unterhalten.

Nachdem Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi, Sprecher des Präsidenten, die Lage beschwichtigt hat und die schrecklichen Geschehnisse als "vereinzelte Vorfälle" abgetan hat, ist man verärgert über Frankreichs Reaktion und die Warnung an die A.S.O.

Im Gegensatz zu Abdallahi erkennt Frankreichs Sportminister die Gefahr sehr wohl. "Ab einem gewissen Punkt kann man nicht mehr wirtschaftlich denken, sondern muss der Sicherheit aller Beteiligten Vorrang lassen."

Afrikanische Beamte waren sofort nach der offiziellen Absage der Dakar parat, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Kritik an der Entscheidung wurde innerhalb kürzester Zeit laut. Vorrangig aus den Führungspositionen des ärmsten Kontinents der Welt. Die Dakar wäre eine durchaus lukrative Geldquelle gewesen.

Aber es ist nicht das erste Mal, dass es in Afrika Probleme im Rahmen der Dakar gibt. Letztes Jahr wurden zwei Etappen in Mali gestrichen, um die Teilnehmer nicht der Gefahr einer Entführung durch algerische Rebellen auszusetzen.