Ferraristo hat geschrieben:
Aha, und was war mit dem Renault-Werksteam, das die Turbo-Motoren Anfang der 80er eingeführt, und mit Alonso auch als Werksteam zwei Titel geholt hat? Welche Erfolge hat denn Mercedes, außer denen als Motorenlieferant, vorzuweisen?
Renault hat damals (2001) im Prinzip das gleiche getan was auch Mercedes 2009 getan hat und hier so gerne kritisiert wird - man hat ein bestehendes englisches Team aufgekauft und dann von der bereits vorhandenen Infrastruktur profitiert.
Man hat dann in der zweiten Saison mit Alonso den ersten Sieg gefeiert und in der dritten Saison ebenfalls einen Sieg. Mercedes hat nun zu Beginn der 3. Saison den ersten Sieg gefeiert - was im Quervergleich nicht soo viel schlechter ist.
Genau so war Renault 2002 und 2003 auf P4 in der K-WM, auch das hat Mercedes geschafft, oder?
Von daher kann man schon sagen, dass die Bilanz von Mercedes mit dem eigenen Team nach gut 2 Jahren nicht wesentlich schlechter aussieht als jene von Renault damals.
Was ist denn ein Unternehmen sonst, das ein erfolgreiches, spezialisiertes Unternehmen aufkauft, ohne eigenes Know How einzubringen, und dann auf das erworbene Produkt sein Brandmark setzt?
Natürlich ist das was Mercedes macht irgendwo eine Scheckheft-Politik. Andererseits sind die Illien-Motoren damals phasenweise der Reihe nach hoch gegangen. Seitdem Mercedes dort die komplette Verantwortung hat, hat sich dort einiges getan. Die Motoren sind seit einigen Jahren die wohl zuverlässigsten und angeblich auch stärksten im Feld.
Also sekundär würde ich jetzt nicht sagen. Denn wenn Mercedes selbst das Know How gehabt hätte diese Motoren zu bauen, hätte man sich das Geld für Ilmor sicherlich gespart...
Wenn Mercedes gewollt hätte, dann hätte man auch selbst die Motoren in Stuttgart bauen können. Sind wir doch mal ehrlich: wenn BMW und Renault das können, dann kann ein Weltkonzern wie Mercedes das auch.
Aber das ist halt auch ne Kostenfrage und bereits vorhandene Infrastrukturen zu nutzen ist mit Sicherheit günstiger als alles neu aufzubauen.
Vielleicht produziert der Lotus aber auch weniger Luftwiderstand als der RedBull. Von ein paar PS kommen keine 20 km/h Geschwindigkeitsunterschied!
Das mag sein - aber trotzdem spielt auch die Nutzung der Abgase eine Rolle bei der Leistungsausbeute des Motors.
Aber die Unterschiede sind minimal. Wenn ich schon unterschiedlichen Herstellern die Produktion eigener Motoren gestatte, dann doch bitte auch die Möglichkeit unterschiedlicher Konzepte! Sollen doch Turbos gegen Sauger, Boxer- gegen V-Motoren mit freien Zylinderwinkeln fahren dürfen... Aktuell wird sogar Gewicht und Schwerpunkt vorgeschrieben!
Ich gebe dir hier ja zu 100% Recht. Leider hat in der F1 seit Jahren die Aerodynamik den höchsten technischen Stellenwert, was sicher eine Schande ist. Die Bedeutung der Motoren und der Elektronik wurde einfach zu weit zurückgeschraubt.
Und mehr als 10 PS Unterschied zwischen den Motoren kannst Du knicken!
Na 10 PS halte ich schon für untertrieben - wie gesagt, ich gehe von 20-30 PS aus. Das sind auch die Zahlen die man in "Experten"-Interviews ab und zu mal zu lesen bekommt.
Aber ob man nun 740 oder 770 PS hat, macht in der Rundenzeit nicht unbedingt etwas aus wenn der schwächer motorisierte Wagen in anderen Bereichen Vorteile hat. Der Renault-Motor soll z.B. einen geringeren Spritverbrauch haben, was letztlich auch einen Gewichtsvorteil zur Folge hat, weil man mit weniger Sprit starten kann.
Renault hat damals (2001) im Prinzip das gleiche getan was auch Mercedes 2009 getan hat und hier so gerne kritisiert wird - man hat ein bestehendes englisches Team aufgekauft und dann von der bereits vorhandenen Infrastruktur profitiert.
Man hat dann in der zweiten Saison mit Alonso den ersten Sieg gefeiert und in der dritten Saison ebenfalls einen Sieg. Mercedes hat nun zu Beginn der 3. Saison den ersten Sieg gefeiert - was im Quervergleich nicht soo viel schlechter ist.
Genau so war Renault 2002 und 2003 auf P4 in der K-WM, auch das hat Mercedes geschafft, oder?
Von daher kann man schon sagen, dass die Bilanz von Mercedes mit dem eigenen Team nach gut 2 Jahren nicht wesentlich schlechter aussieht als jene von Renault damals.
Was ist denn ein Unternehmen sonst, das ein erfolgreiches, spezialisiertes Unternehmen aufkauft, ohne eigenes Know How einzubringen, und dann auf das erworbene Produkt sein Brandmark setzt?
Natürlich ist das was Mercedes macht irgendwo eine Scheckheft-Politik. Andererseits sind die Illien-Motoren damals phasenweise der Reihe nach hoch gegangen. Seitdem Mercedes dort die komplette Verantwortung hat, hat sich dort einiges getan. Die Motoren sind seit einigen Jahren die wohl zuverlässigsten und angeblich auch stärksten im Feld.
Also sekundär würde ich jetzt nicht sagen. Denn wenn Mercedes selbst das Know How gehabt hätte diese Motoren zu bauen, hätte man sich das Geld für Ilmor sicherlich gespart...
Wenn Mercedes gewollt hätte, dann hätte man auch selbst die Motoren in Stuttgart bauen können. Sind wir doch mal ehrlich: wenn BMW und Renault das können, dann kann ein Weltkonzern wie Mercedes das auch.
Aber das ist halt auch ne Kostenfrage und bereits vorhandene Infrastrukturen zu nutzen ist mit Sicherheit günstiger als alles neu aufzubauen.
Vielleicht produziert der Lotus aber auch weniger Luftwiderstand als der RedBull. Von ein paar PS kommen keine 20 km/h Geschwindigkeitsunterschied!
Das mag sein - aber trotzdem spielt auch die Nutzung der Abgase eine Rolle bei der Leistungsausbeute des Motors.
Aber die Unterschiede sind minimal. Wenn ich schon unterschiedlichen Herstellern die Produktion eigener Motoren gestatte, dann doch bitte auch die Möglichkeit unterschiedlicher Konzepte! Sollen doch Turbos gegen Sauger, Boxer- gegen V-Motoren mit freien Zylinderwinkeln fahren dürfen... Aktuell wird sogar Gewicht und Schwerpunkt vorgeschrieben!
Ich gebe dir hier ja zu 100% Recht. Leider hat in der F1 seit Jahren die Aerodynamik den höchsten technischen Stellenwert, was sicher eine Schande ist. Die Bedeutung der Motoren und der Elektronik wurde einfach zu weit zurückgeschraubt.
Und mehr als 10 PS Unterschied zwischen den Motoren kannst Du knicken!
Na 10 PS halte ich schon für untertrieben - wie gesagt, ich gehe von 20-30 PS aus. Das sind auch die Zahlen die man in "Experten"-Interviews ab und zu mal zu lesen bekommt.
Aber ob man nun 740 oder 770 PS hat, macht in der Rundenzeit nicht unbedingt etwas aus wenn der schwächer motorisierte Wagen in anderen Bereichen Vorteile hat. Der Renault-Motor soll z.B. einen geringeren Spritverbrauch haben, was letztlich auch einen Gewichtsvorteil zur Folge hat, weil man mit weniger Sprit starten kann.