Auto - Das Showcar Audi TT offroad concept

Sportlichkeit eines Coupés und Nutzwert eines SUV

Der Audi TT offroad concept sprengt die Norm – er vereint die Sportlichkeit eines Coupés mit dem Lifestyle und dem Nutzwert eines kompakten SUV.

Motorsport-Magazin.com - Mit dem Viertürer, den Audi auf der Beijing International Automobile Exhibition vorstellt, erhält die Formensprache des Audi TT einen völlig neuen Ausdruck. Sein Plug-in-Hybrid-Antrieb mit zwei Elektromotoren sorgt mit 300 kW (408 PS) Systemleistung für dynamische Fahrleistungen – auf 100 Kilometer verbraucht er im Mittel nur 1,9 Liter Kraftstoff.

"Mit dem Audi TT offroad concept geben wir einen Ausblick darauf, wie wir uns ein neues Modell in einer künftigen TT Familie vorstellen können", sagt Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung. "Er vereint die sportlichen Gene des TT mit den Stärken eines kompakten Audi-SUV. Sein Plug in Hybrid Antrieb mit der Möglichkeit des induktiven Ladens ist ein großer Schritt in die Mobilität der Zukunft. Wir präsentieren den Audi TT offroad concept bewusst auf unserem zweiten Heimatmarkt China, weil er für die urbane Mobilität von morgen steht – er ist nachhaltig, dynamisch, intelligent und vernetzt."

Der Plug-in-Hybrid-Antrieb

Der Plug in Hybrid Antrieb des Audi TT offroad concept liefert 300 kW (408 PS) Systemleistung und 650 Nm Systemdrehmoment. Das Showcar beschleunigt in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h mühelos. Sein Verbrauch beträgt lediglich 1,9 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer – ein CO2 Äquivalent von 45 Gramm pro Kilometer. Der Audi TT offroad concept kann über 50 Kilometer weit rein elektrisch und damit lokal emissionsfrei fahren, seine Gesamtreichweite liegt bei bis zu 880 Kilometern.

Als Verbrennungsmotor dient ein 2.0 TFSI, der 215 kW (292 PS) Leistung und 380 Nm Drehmoment abgibt. Der Zweiliter-Vierzylinder mit dem großen Turbolader hat die schlagkräftigen Effizienztechnologien von Audi an Bord. Im Teillastbereich senkt eine zusätzliche indirekte Einspritzung, die die Benzindirekteinspritzung ergänzt, den Verbrauch. Der Abgaskrümmer ist im Zylinderkopf integriert – die Basis für das hochleistungsfähige Thermomanagement.

Der quer montierte 2.0 TFSI arbeitet über eine Trennkupplung mit einem Elektromotor zusammen, der bis zu 40 kW Leistung und 220 Nm Drehmoment produziert. Die schmale, scheibenförmige E Maschine ist in die Sechsgang e S tronic integriert; das Doppelkupplungsgetriebe schickt die Antriebsmomente auf die Vorderräder. Unabhängig von dieser Antriebseinheit sitzt an der Hinterachse des Audi TT offroad concept eine zweite E Maschine, die maximal 85 kW und 270 Nm aufbringt.

Vor der Hinterachse liegt eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie, die sich aus acht Modulen zusammensetzt. Sie trägt zur ausgeglichenen Gewichtsverteilung von 54 : 46 Prozent (zwischen Vorder- und Hinterachse) und zum niedrigen Schwerpunkt bei. Die Batterie speichert bis zu zwölf kWh Energie, genug für 50 Kilo-meter elektrische Reichweite. Zum stationären Laden dient eine Audi Wallbox, die die Energiezufuhr komfortabel und intelligent regelt und mit unterschiedlichen Spannungen und Steckdosen zurechtkommt.

Alternativ dazu ist das Showcar auf die Technologie Audi Wireless Charging ausgelegt, das kontaktlose Laden per Induktion. Die Infrastrukturseite – eine Platte mit einer Spule und einem Umrichter (AC/AC Wandler) – wird auf den Parkplatz des Audi TT offroad concept gelegt und ans Stromnetz angeschlossen. Wenn das Auto auf die Platte fährt, startet der Ladevorgang automatisch: Das magnetische Wechselfeld der Infrastrukturseite induziert mit 3,3 kW Leistung über den Luftspalt hinweg eine Wechselspannung in der Sekundärspule, die im Boden des Automobils montiert ist. Der Strom wird gleichgerichtet und ins Bordnetz eingespeist.

Sobald die Batterie vollgeladen ist, endet der Ladevorgang selbsttätig. Er dauert etwa so lang wie das Laden per Kabel, der Fahrer kann ihn jederzeit abbrechen. Der Wirkungsgrad der Audi Wireless Charging Technologie beträgt mehr als 90 Prozent; Witterungseinflüsse wie Regen, Eis oder Schnee beeinträchtigen ihn nicht. Das Wechselfeld stellt keine Gefahr für Menschen oder Tiere dar – es baut sich nur dann auf, wenn ein Auto über der Platte steht.

Beim Fahren spielt das intelligente Plug in Hybrid-Konzept des Audi TT offroad concept seine Stärken voll aus – es macht das Showcar ebenso effizient wie sportlich. Das Management von Audi drive select bietet drei Fahrmodi. Der EV Modus räumt dem elektrischen Fahren Priorität ein. Dabei ist die vordere Antriebseinheit inaktiv, die drehmomentstarke E Maschine an der Hinterachse beschleunigt den Viertürer zügig bis maximal 130 km/h. Im Hybridmodus arbeiten alle drei Antriebe je nach Bedarf auf unterschiedliche Weise zusammen. In vielen Situationen übernimmt die vordere E Maschine die Rolle des Generators – vom Motor angetrieben, lädt sie die Batterie nach und erhöht damit die elektrische Reichweite. Im Sportmodus steht die volle Systemleistung zur Verfügung – beim "Boosten", also beim kräftigen Beschleunigen, kooperiert die hintere E Maschine mit dem 2.0 TFSI. Das Gleiche geschieht, wenn das Hybridmanagement entscheidet, dass Allradantrieb sinnvoll ist. In solchen Situationen, etwa auf rutschiger Straße oder im leichten Gelände, wird der Audi TT offroad concept zum e tron quattro.

Wenn der Fahrer den Fuß vom Fahrpedal nimmt, aktiviert er den Freilauf und damit das "Segeln". Bei niedrigerem Tempo und beim Bremsen erfolgt hier eine Rekuperation. Mit den Funktionen "Hold" und "Charge" im Bediensystem MMI lässt sich der Ladezustand der Batterie gezielt beeinflussen, etwa um elektrische Energie für die letzten Kilometer am Zielort zu sammeln.

Das Fahrwerk

Der Audi TT offroad concept zeigt seinen starken Charakter auf allen Straßen und Pisten. Auf Asphalt fährt sich das Showcar sportlich und souverän; mit seiner großen Bodenfreiheit, den kurzen Überhängen und dem e tron quattro Antrieb meistert es leichtes Gelände spielend. Die Reifen haben das Format 255/40 und sind auf Felgen mit 21 Zoll Durchmesser aufgezogen; ihr filigranes Design mit den fünf Armen lehnt sich an den Look der Audi e tron Modelle an. Dunkle Blenden schaffen Kontraste.

Bei der McPherson-Vorderachse bestehen viele Bauteile aus Aluminium; die Vierlenker-Hinterachse nimmt die Längs- und Querkräfte voneinander getrennt auf. Die Progressivlenkung ändert ihre Übersetzung mit dem Lenkeinschlag. Mit dem System Audi drive select kann der Fahrer die Arbeitsweise verschiedener Technikbausteine in mehreren Stufen umschalten.

Die Fahrerassistenzsysteme

Im Showcar Audi TT offroad concept präsentiert die Marke mit den Vier Ringen zwei Fahrerassistenzsysteme, die kurz vor der Serienreife stehen – den Kreuzungsassistent und die Technologie Ampelinfo online. Der Kreuzungsassistent soll Seitenkollisionen an Einmündungen und Kreuzungen vermeiden helfen beziehungsweise ihre Folgen mindern. Radarsensoren und eine Weitwinkel-Videokamera erfassen die Bereiche vor dem Auto und seitlich von ihm. Wenn das System ein seitlich nahendes Fahrzeug erfasst und als kritisch bewertet hat, erfolgt eine abgestufte Warnung im Audi virtual cockpit.

Der Dienst Ampelinfo online kann den Audi TT offroad concept über das Mobilfunknetz mit dem zentralen Verkehrsleitrechner verbinden, der die Ampelanlagen in der Stadt steuert. Anhand seiner Informationen zeigt das Audi virtual cockpit dem Fahrer, welches Tempo er wählen sollte, um die nächste Ampel in einer Grünphase zu erreichen. Beim Warten auf Grün blendet das Cockpit die verbleibende Zeit ein.

Die Karosserie

Wie viele neue Serienmodelle der Marke nutzt auch der Audi TT offroad concept den vielseitigen Modularen Querbaukasten (MQB) als Basis. Die Karosserie des Showcars basiert auf dem ASF Prinzip (Audi Space Frame), ihr Hybridkonzept bringt Bauteile aus Stahl und Aluminium zusammen. Zugleich verleiht es – zusammen mit dem Batterie-Package des Plug in Hybrid Antriebs – dem kompakten Crossover einen tiefen Schwerpunkt, die Voraussetzung für seine sportlichen Fahreigenschaften.

Das Exterieurdesign

4,39 Meter Länge, 1,85 Meter Breite und 2,63 Meter Radstand – in diesen Abmessungen ähnelt der Audi TT offroad concept dem heutigen Kompakt SUV Audi Q3*. In der Höhe (1,53 Meter) unterbietet er ihn jedoch um acht Zentimeter – sein sportlicher Charakter offenbart sich auf den ersten Blick. Die Sonoragelb lackierte Außenhaut wirkt wie aus dem Vollen modelliert, das Zusammenspiel der klar gezeichneten Linien und der muskulös gespannten Flächen ergibt ein hochemotionales Design. Es nutzt die Formensprache des Audi TT*, stellt deren Elemente jedoch in einen neuen Zusammenhang.

An der Front des neuen Audi TT offroad concept dominiert eine horizontale Linienführung. Der breite Singleframe Grill, der die Vier Ringe trägt, ist plastisch in die Karosserie eingebettet. Zwei dezente Einzüge im unteren Bereich lassen ihn optisch leichter wirken. In seinem Einsatz bilden schmale Lamellen eine Struktur, die für die e tron Modelle von Audi typisch ist.

Die großen Lufteinlässe unter den Matrix LED Scheinwerfern sind von definierten Kanten eingefasst und mit Lamellen strukturiert. Ein dritter, flacher Einlass unter dem Grill verbindet sie miteinander; er birgt ein Blade, das den Abtrieb auf der Vorderachse erhöht und die Front des Audi TT offroad concept noch breiter wirken lässt.

In der Seitenansicht wird die enge Verwandtschaft des Showcars mit dem Audi TT* noch deutlicher. Die Überhänge sind kurz, das Glashaus ist sportlich-knapp geschnitten und nach oben stark eingezogen; das Höhenverhältnis liegt bei 30 : 70. Auch die Fenstergrafik folgt der sportlichen Coupé-Linie. Die Dachkontur sinkt früh wieder ab, feine Lichtkanten machen die kräftigen, sehr flach stehenden C Säulen optisch leichter.

Satt und kraftvoll steht der Audi TT offroad concept auf der Straße. Die breiten Halbkreise der Radläufe bilden eigene geometrische Körper – sie setzen einen starken Akzent auf die mächtigen Räder. Der vordere Radlauf schneidet die Fuge der Motorhaube; sie setzt sich über der Tür als Tornadolinie fort und läuft weiter zum Heck.

Die inneren Bogensegmente der Radläufe sind in kontrastierendem Grau lackiert. Gemeinsam mit der ebenfalls grauen unteren Zone der Schwellerleisten verringern sie das optische Gewicht der Karosserie und unterstreichen den robusten Charakter des Showcars. Der Schweller selbst, von einem quattro-Schriftzug dekoriert, bildet eine kräftige Lichtkante.

Am Heck fassen horizontale Linien athletisch gespannte Flächen ein. Der abgesetzte Stoßfänger umschließt die beiden kreisrunden Endrohre der Abgasanlage. Ein Blade mit einem quattro-Schriftzug verbindet sie miteinander und erzeugt die optische Breite.

Der Innenraum

Der Innenraum des Audi TT offroad concept bietet vier Personen Platz, zwei Erwachsene können bequem im Fond sitzen. Die schlanken Sportsitze mit integrierten Kopfstützen garantieren den Seitenhalt, bei den vorderen Sitzen sind die Wangen noch stärker konturiert.

Auch im sportlich gezeichneten Interieur des Showcars dienen die Design Ideen des neuen TT* als Leitlinie. Die Oberseite der Instrumententafel ist als Flügel gestaltet. Getragen wird dieser durch eine sichtbare Struktur aus Aluminium, die als horizontales Gestaltungselement die Luftausströmer aufnimmt und die Breitenwirkung des Interieurs unterstreicht. Die runden Luftdüsen erinnern an Jet Triebwerke und bergen die Bedienung der Klimatisierung. Die schlanke Instrumententafel ist auf den Fahrer fokussiert.

In der Gestaltung der Mittelkonsole und der Türen des Showcars finden sich neben Elementen aus dem TT auch zahlreiche Elemente der Q Familie wieder, wie zum Beispiel eine robust gestaltete Tunnelabstützung oder funktionale Cupholder vor der Schaltung.

Die Bedienung erfolgt in weiten Bereichen über das Multifunktionslenkrad oder über das MMI Terminal auf der Konsole des Mitteltunnels. Die Menüstruktur orientiert sich an einem Smartphone, alle wichtigen Funktionen lassen sich leicht erreichen. Mit Fingergesten auf dem Touchpad des MMI Terminals kann der Fahrer in Listen und Karten zoomen oder scrollen. Alle anderen Funktionen lassen sich bequem und ohne Blickabwendung vom Multifunktionslenkrad aus steuern.

Als Anzeigeinstrument fungiert das Audi virtual cockpit – das 12,3 Zoll große TFT Display bildet 3D Grafiken in Top-Qualität ab. Per Tastendruck kann der Fahrer die Anzeige individuell anpassen. In der klassischen Ansicht dominieren das Powermeter des Plug in Hybrid Antriebs und der Tacho. Im Infotainment-Modus treten Themen wie die Navigationskarte oder die Anzeigen von Ampelinfo online in den Vordergrund. Detaillierte Informationen zum Laden mit der Audi Wireless Charging Technologie zeigt das Audi virtual cockpit ebenfalls.

Die bis in den Fond reichende Konsole des Mitteltunnels birgt mehrere Cupholder und Ablagefächer. Eines von ihnen ist für die Audi phone box reserviert – sie bindet das Mobiltelefon des Fahrers an die Bordelektronik an und lädt es bei Bedarf per Induktion.

Im Belüftungssystem des Showcars befindet sich ein Ionisator, der eine Weiter-entwicklung des im A6* und A8* eingesetzten Systems darstellt. Die Qualität der Innenraumluft wird durch die Ionisation deutlich verbessert. Die serienmäßig verbauten Innenraumfilter filtern auch Feinstaub aus der Luft und markieren im direkten Wettbewerbsumfeld die Spitze. Durch die konsequente Weiterentwicklung werden künftig selbst Allergene neutralisiert. Wenn der Ionisator eingeschaltet ist, erstrahlt im Inneren der Ausströmer ein LED Licht.

Zur Ausstattung des Showcars gehören drei Audi Smart Displays – die schnellen Tablets dienen als mobiles Infotainmentsystem für den Einsatz im Auto und außerhalb. Ob DVD- oder TV Streaming, Radiobedienung oder Navigationsplanung – das Audi Smart Display ist extrem vielseitig. Ein Klick auf den Button "more" im Startmenü öffnet den Zugang zum Internet, er erfolgt via Audi connect mit LTE Geschwindigkeit. Jetzt stehen dem Benutzer alle Funktionen des Betriebssystems Android zur Verfügung, vom Browsen mit Google Chrome bis zum Besuch im Google Play Store.

Das Audi Smart Display ist konsequent für den Einsatz im Auto entwickelt; es verkraftet selbst extreme Temperaturen problemlos. Die Fondpassagiere haben die Möglichkeit das Display an speziellen Halterungen an den Lehnen der Vordersitze einzuklinken. Die drei Displays können gleichzeitig verwendet werden. Falls es nicht genutzt wird, können die hinteren Passagiere das Display in eigens dafür entwickelten Slots zwischen den Sitzen verstauen und laden; der Beifahrer kann es im Handschuh-kasten unterbringen.

In die Kopfstützen der Einzelsitze sind je zwei Lautsprecher des Bang & Olufsen Advanced Sound Systems integriert. Sie sorgen für optimalen Surround Klang im gesamten Innenraum und schaffen so ein besonderes Sounderlebnis. Die Kopf-stützenlautsprecher geben ebenfalls Sprachansagen und Telefonie wieder. Dies garantiert eine außergewöhnlich gute Soundqualität und sorgt für ein hervorragendes Übertragen der Sprache auch bei schnellem, sportlichem Fahren.

Im Kofferraum befindet sich eine individuell gestaltete Box. In ihr ist ein maßstabgetreues, ferngesteuertes Auto (RC Car) im Verhältnis 1 : 8 untergebracht. Daneben finden auch Batterie und Werkzeug Platz. Die Lehnen der Einzel-Fondsitze lassen sich elektrisch umklappen, und ermöglichen einen nahezu ebenen Ladeboden.

Dem sportlichen Charakter des Showcars entsprechend, ist das Interieur in feinen Materialien und einer Kombination von hellen und dunklen Grautönen gehalten. Am Lenkradkranz, im oberen Bereich der Instrumententafel und in den äußeren Zonen der Türverkleidungen ist granitgraues Feinnappa Leder im Einsatz. Der Dachhimmel, die Säulenblenden, die Türtafeln und der Mitteltunnel sind mit einem passenden Alcantara bezogen. Die Tür-Armauflagen, die Konsole des Mitteltunnels und die Sitze – mit Nähten in Rautensteppung – tragen felsgraue Bezüge aus sehr weichem, luxuriösem Leder der italienischen Manufaktur Poltrona Frau.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x