ADAC GT Masters - Alpina: Guter Speed bleibt unbelohnt

Reifenschaden verhindert Top-5 Ergebnis

Titelverteidiger Dino Lunardi und Maxime Martin mussten sich auf dem Lausitzring nach Reifenschaden und Zeitstrafe mit den Rängen 23 und 19 zufrieden geben.

Eine der stärksten Fahrerpaarungen im Feld und ein schnelles Auto, aber eine große Portion Pech und unkalkulierbare äußere Umstände: Titelverteidiger Dino Lunardi (F) und Maxime Martin (B) zeigten in den beiden Rennen des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring im BMW ALPINA B6 GT3 einen guten Speed, mussten sich allerdings nach einer Zeitstrafe und einem Reifenschaden mit den Rängen 23 und 19 zufrieden geben.

"Wir haben ein schwieriges Wochenende erwartet, und dies ist auch eingetroffen", sagte Dino Lunardi. Der französische Titelverteidiger startete nur als 16. ins Rennen und musste volle Attacke fahren, um Plätze gut zu machen. Dabei touchierte er in der Startphase die Corvette von Wirth/Frentzen, die sich daraufhin drehte. An Position zwölf übergab Lunardi an seinen Teamkollegen Martin. Ein guter Boxenstopp brachte Martin nach dem Fahrerwechsel zwischenzeitlich auf Rang sieben, bevor der Belgier schliesslich noch einer Corvette und einem BMW Z4 den Vortritt lassen musste und auf Rang neun ins Ziel kam. Nach dem Rennende wurden Lunardi/Martin aufgrund des Corvette Kontakts aus der Startphase mit einer 30-Sekunden Zeitstrafe belegt und wurden somit nur mit Position 23 gewertet.

Vom sehr guten vierten Startplatz nahm Maxime Martin das zweite Rennen in Angriff. "Der Startplatz von Maxime ist dem Fahrer zuzuschreiben, die Position ist wesentlich besser, als es unser Auto unter den aktuellen Umständen auf dieser Strecke hergibt", lobte ALPINA-Teamchef Andreas Bovensiepen. Nach dem Start lag Martin in den beiden ersten Runden auf Rang drei, fiel dann aber auf die fünfte Position zurück. In der achten Runde waren dann allerdings alle Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis vergebens: Martin brachte den BMW ALPINA B6 GT3 mit einem Reifenschaden an die Box. Der unplanmäßige Reifenschaden warf Lunardi/Martin bis auf die vorletzte Position zurück. Das ALPINA-Duo startete zwar noch eine Aufholjagd und machte elf Plätze gut, am Ende stand aber nur Rang 19.

"In den engen Kurven auf dem Lausitzring war das Auto gut, bezüglich Topspeed und Traktion sind wir dem Porsche unterlegen", sagte Maxime Martin. "Der B6 ist das schwerste Auto im Feld (derzeit 110 kg Bleiballast) und hat hohen Abtrieb durch den großen Heckflügel. Dies führt bei den Yokohama Hinterreifen zur Überlastung. Wir hatten nun bereits drei Reifenschäden in dieser Saison und haben aus Sicherheitsgründen den "Porsche Hinterreifen", der die gleiche Dimension hat, aber über eine verstärkte Karkasse und damit über eine steifere Seitenwand verfügt, zugesprochen bekommen, der uns wieder genommen wurde."

"Wir haben das Auto an diesem Wochenende permanent verbessert und auch zum zweiten Rennen wieder einen Schritt gemacht", so Dino Lunardi. "Der dritte Reifenschaden in dieser Saison macht mir aber größte Sorgen, in diesem Punkt muss etwas passieren. Leider ist unser Abstand auf die Tabellenspitze an diesem Wochenende drastisch gewachsen. Die Meisterschaftschancen für uns sind nur noch minimal, wenn die Porsche sich weiterhin so stark präsentieren. Aber wir werden wieder angreifen und hoffen auf ein gutes Rennen auf dem Nürburgring."

"Nach den zwei Reifenschäden auf dem Sachsenring wurde der "Porsche Hinterreifen" auf Anraten von Yokohama vom ADAC und DMSB genehmigt. Als andere Teams dann diesen Reifen auch wollten, wurde er uns nach dem Nürburgring wieder genommen. Ein überlasteter Reifen stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und nach dem dritten Reifenschaden sollten alle Parteien interessiert sein, keinen weiteren Schaden/Unfall zu riskieren. Wir fordern daher den "Porsche Hinterreifen" ab sofort erneut verwenden zu dürfen," so der Teamchef Andreas Bovensiepen.

"Dass man den BMW ALPINA B6 GT3 im Saisonverlauf sowohl in der Leistung beschnitten als auch schwerer gemacht hat und gleichzeitig andere Fahrzeuge leichter wurden, macht die Rennen auch für unser Kundenteam LIQUI MOLY Team Engstler deutlich schwieriger. Johannes Leidinger und Florian Spengler beendeten die Rennen im Mittelfeld auf den Plätzen 25 und 26 von 40 Startern, wobei im zweiten Rennen wegen eines Vergehens eine Stop & Go Strafe angetreten werden musste." Das nächste Rennen des ADAC GT Masters findet vom 14. bis 16. September auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings statt. Für das ADAC GT Masters der zweite Besuch in der Eifel in der aktuellen Saison, beim ersten Auftritt im Juli fuhr ALPINA auf der Sprintstrecke zu einem zweiten Platz und einem Sieg. Auf der nun befahrenen langen Streckenvariante konnte ALPINA auch bereits drei Siege einfahren.


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