WEC - Toyota in China siegreich

Audi ist Weltmeister

Obwohl Toyota auch in Shanghai siegen konnte, reichte Platz drei für André Lotterer, Marcel Fässler und Benoît Tréluyer zum Weltmeistertitel.
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Motorsport-Magazin.com - Nachdem wegen Nebels das Warm-up abgesagt worden war, haben Alex Wurz und Nicolas Lapierre das letzte Saisonrennen der Langstrecken-WM in Shanghai gewonnen. Für Audi reichte es trotzdem zum Sieg in der Gesamtwertung.

Beim Start konnte Nicolas Lapierre im Toyota TS030 problemlos die Pole verteidigen und vor den Audis in die erste Kurve einbiegen, dahinter schnappte sich Neel Jani im Lola von Rebellion Racing den vierten Platz von JRM. Toyota konnte den Abstand auf die Verfolger relativ locker vergrößern und einen zusätzlichen Boxenstopp kompensieren. Der drittplatzierte Audi der Le-Mans-Sieger André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Tréluyer schien problemlos auf dem Weg zum WM-Titel, bis er mit dem HPD von JRM Lack austauschte.

Toyota ließ Audi auch im weiteren Verlauf des Rennens nie eine Chance näher zu kommen und konnte trotz Mehrverbrauch des Benzin-Hybrids locker mit schnelleren Runden ausgleichen. Wurz und Lapierre konnten nach sechs Stunden so einen ungefährdeten dritten Rennsieg im ersten Jahr des Comebacks feiern. Die WM-Krone geht an die Drittplatzierten Lotterer, Fässler und Tréluyer sowie zu Audi nach Ingolstadt.

Knapp zehn Minuten vor dem Ende des Rennens rollte Nicolas Prost auf Platz vier in der LMP1 liegend auf der Start-Ziel-Geraden aus. Das Schwesterauto erbte die Position, nachdem Andrea Belicchi 20 Minuten vorher JRM-Pilot David Brabham schnappen konnte. Auf Rang sieben erreichte der zweite HPD im Feld (Strakka) das Ziel. Die Meisterschaft der Privatteams geht mit deutlichem Vorsprung zu Rebellion in die Schweiz, das war aber schon in Oyama am Fuji klar.

LMP2-Sieg für ADR-Delta

Enzo Potolicchio konnte beim Rennstart den von der Pole gestarteten Lotus-LMP2 überrumpeln und die Führung übernehmen. Am Lotus von Kevin Weeda, James Rossiter und Jan Charouz spielte später ohnehin die Bremse verrückt. Auch bei Starworks lief nicht alles problemlos, weil Potolicchio nach einem Reifenschaden die Führung an den OAK-Morgan abgeben musste. Als schärfster Konkurrent kristallisierte sich das Auto von ADR-Delta heraus, in dem Tor Graves von einem Kontakt zwischen OAK und Signatech profitieren und die Führung übernehmen konnte.

ADR-Delta siegte in der LMP2-Klasse - Foto: André Lemes

ADR konnte die Spitzenposition bei den LMP2 tatsächlich bis zum Ende des Rennens behalten und die Klasse für sich entscheiden. Den Kampf um Rang zwei konnte Starworks gegen OAK, Pecom und Signatech gewinnen. Die LMP2-Trophäe holte sich das amerikanische Starworks-Team schon in Oyama. Besonders bei den "kleinen" Prototypen war das Rennen wieder von einigen Zwischenfällen geprägt. Der Gulf-Lola musste nach einem Aufhängungsschaden in die Box, Greaves bog zwei Stunden vor dem Ende am Ausgang der vierten Kurve in die Mauer ab.

Stefan Mücke und Aston Martin gewinnen GT-Klasse

Stefan Mücke hat den Start und die Führung in der GTE-Pro gegen den Porsche von Felbermayr-Proton verloren, sich nach 30 Minuten aber wieder vorbeigekämpft. Problematischer war, dass der Aston Martin Vantage öfter zum Tanken an die Box musste als die Konkurrenz von Porsche und Ferrari. Bei AF Corse wurden Gianmaria Bruni und Giancarlo Fisichella aus dem Kampf um den Klassensieg geworfen, weil am F458 Italia erst die Lichtmaschine gewechselt werden musste und das Auto 30 Minuten vor dem Rennende nochmals in die Box geschoben wurde.

Aston Martin holte den GT-Sieg - Foto: Eduard Einberger

Mücke und sein Teamkollege Darren Turner siegten mit dem schnelleren Aston Martin Vantage nach sechs Stunden vor dem Felbermayr-Elfer von Marc Lieb und Richard Lietz und dem zweiten AF-Corse-Ferrari von Andrea Bertolini und Olivier Beretta. Schon in Bahrain konnte AF Corse die Meisterschaft für sich entscheiden.

In der Amateurwertung konnte Pedro Lamy in der Larbre-Corvette die Führung vom Felbermayr-Teamchef Christian Ried übernehmen und bis zum Ende behalten. Für die französische Equipe bedeutet der Sieg in China gleichzeitig die erste Position in der GTE-Am-Meisterschaft. Rang zwei rettete Felbermayr vor Krohn Racing.


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