WEC - ACO gibt Reglement für 2014 bekannt

Zusammen mit Porsche kommen neue LMP1

Der ACO hat im Vorfeld der 24 Stunden von Le Mans das Reglement für die Saison 2014 bekannt gegeben und sich an der legendären Gruppe-C orientiert.
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Motorsport-Magazin.com - Wie in den glorreichen Zeiten des Langstreckensports, als man mit einem Porsche 962 den Nürburgring schneller umrunden konnte als mit einem Formel-1-Boliden, wird die Energiemenge anstelle der Motorenformel reglementiert. Weder die Anzahl der Zylinder, noch der Turbodruck in den zukünftig 830 Kilogramm schweren LMP1 werden beschnitten. Alternative Antriebe und Hybridsysteme (850 Kilogramm) sollen somit weiterhin gefördert und nicht benachteiligt werden.

Obwohl der Verbrauch in Zukunft um bis zu 30 Prozent zurückgehen soll, will der ACO das momentane Geschwindigkeitsniveau halten und das Beschleunigungsvermögen mit stärkeren KER-Systemen sogar noch steigern. Hybridsysteme bleiben allerdings Werksteams vorbehalten, damit man die LMP1 nicht in eine Profi- und Privatteamwertung trennen muss.

Die größte optische Änderung an den Prototypen zeichnete sich bereits in letzter Zeit ab: in der höchsten Klasse werden nur noch Coupés akzeptiert. Die neuen Autos werden etwas schmäler und höher, damit die Übersichtlichkeit verbessert wird und damit Unfälle wie in Le Mans 2011 zukünftig verhindert werden. Das Aerodynamikkonzept des Boliden darf während der Saison nur mit verstellbaren Elementen verändert werden, austauschbare Frontabdeckungen (zum Beispiel für Le Mans) werden nicht erlaubt. Im Regelwerk verankert bleiben die umstrittene Finne über der Motorabdeckung und die Öffnungen über dem Rad, die etwas nach vorne oder auf die Innenseite der Radhäuser wandern müssen.

Diesel bei den LMP2 erlaubt

Relativ wenig gab der Le-Mans-Veranstalter über die anderen Klassen preis. Bekannt wurde nur, dass sowohl die LMP2 als auch die GTs weiterhin Bestandteil bleiben und die "kleinen" Prototypen ab 2013 mit Dieselmotoren bestückt werden können. Bei allen Benzinern will man ein Jahr später auf E20-Sprit wechseln, Elektro- oder Wasserstoffantriebe sind theoretisch möglich.  

Neben der Neubelebung der Asian Le Mans Series will auch die WEC in den Osten expandieren, sowohl in Indien als auch in Russland sind Stationen der Langstrecken-WM vorgesehen.


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