USCC - WEC - Doppelsieg für Audi in Sebring

BMW gewinnt GT-Klasse

Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish siegen beim Abschied des Audi R18 TDI in Sebring.
von

Motorsport-Magazin.com - Ohne den langjährigen Gegner Peugeot war es für Audi ein Leichtes, nach zwölf Stunden vor der Konkurrenz ins Ziel zu fahren, zumal die Gegner in der LMP1 patzten. Die Ingolstädter mussten die Hoffnung auf einen Dreifacherfolg aufgeben, nachdem das Auto von Lotterer, Tréluyer und Fässler mit Problemen am Getriebe 17 Runden verloren hatte.

Dyson war das bestplatzierte ALMS-Team - Foto: ALMS

Kurz nach der Halbzeit war das Siegerauto der 24 Stunden von Le Mans 2011 in langsamer Fahrt in die Box gekommen, mehr als Rang 16 war daher am Ende nicht mehr möglich. Muscle Milk Pickett Racing war mit dem neuen HPD ARX-03a lange auf Podestkurs unterwegs, bis kurz vor Schluss ein Schaden am Tanksystem entdeckt wurde. Auch Nick Heidfelds Rebellion und JRM wurden in aussichtsreicher Position zurückgeworfen.

Der beste Benziner der LMP1 wurde nach 12 Stunden somit der Pescarolo 01 auf Rang sechs, der wie die siegreichen Audi ins Museum wandert und beim nächsten WEC-Lauf einen Nachfolger erhält. Eine Runde weniger schafften die ALMS-Champions des Vorjahres mit dem nagelneuen Lola B12/60, Dyson Racing wurde Achter. Strakka folgte auf Rang zehn, der dritte Audi auf P16 direkt vor JRM.

LMP2-Triumph für Starworks

Besonders der Zweikampf der beiden LMP2 von Ryan Dalziel (Starworks) und Christophe Bouchut (Level 5) begeisterte in der Schlussphase des Rennens. Dalziel hatte am Ende die Nase 32 Sekunden vorne und durfte somit sogar als Dritter aufs Podest der Gesamtwertung. Hinter Bouchut kam der Morgan-Judd von Oak auf Gesamtrang fünf ins Ziel.

E.J. Viso, Alex Popow und Burt Friselle siegten in der LMP-Challenge vor Butch Leitzinger, Ken Dobson und Rudy Junco. Auf Platz drei der Einheitsklasse kam das Trio Benett/Braun/Lux mit deren Oreca FLM 09.

BMW konnte wie 2011 siegen - Foto: ALMS

Die spannendsten Kämpfe lieferte wie schon 2011 die GT-Klasse. Etwa eine Stunde nach der Halbzeit konnte BMW mit Bill Auberlen erstmals die Führung von Corvette erobern. Hinter der zweiten Corvette lauerten der Felbermayr-Porsche und ein Ferrari von AF Corse. Das Finale wurde sogar richtig chaotisch: Joey Hand hatte mittlerweile die Führung im M3 übernommen, wurde aber Sekunden vor Schluss vom Ferrari von Fisichella/Bruni/Vilander umgedreht.

Weil Olivier Beretta im zweiten Ferrari des italienischen Teams beim Ausweichmanöver einen Dreher in Kauf genommen hatte, konnte Hand doch noch zum Sieg vor der Corvette von Magnussen/Garcia/Taylor fahren. AF Corse wurde vor der zweiten Corvette und dem zweiten BMW M3 Dritter. Probleme hatte Stefans Mücke Aston Martin, der bei seinem Debüt zwar schnell aber unzuverlässig war. Als noch etwas mehr als eine Stunde zu Fahren war, verlor das Auto auch noch ein Hinterrad.

Porsche siegt in der GTE-Am

Ähnlich spannend präsentierte sich die Amateurwertung der GTE. Pedro Lamy schied mit seiner Larbre-Corvette hier in aussichtsreicher Position aus, Felbermayr erbte den Sieg und rettete die Porsche-Ehre mit einem Klassensieg für Christian Ried, Gianluca Roda und Paolo Ruberti. Die zweite Corvette der Franzosen holte mit zwei Runden Vorsprung auf das gestrandete Schwesterauto P2. Der Ferrari mit Michael Waltrip und Robert Kauffmann wurde schon in der Startphase mit einer defekten Lichtmaschine zurückgeworfen und erreichte noch den vierten Rang in der Klasse.

In der GTC waren Stoßstangenkämpfe und Kollisionen die Regel. Der zu dem Zeitpunkt führende Damien Faulkner wurde von einem Ferrari gerammt und auf Rang drei zurückgeworfen, Dion von Moltke und Nicki Thiim touchierten ebenso. Während von Moltke trotzdem zum Sieg fahren konnte, war für Thiim das Rennen beendet. Das Schwesterauto von Alex Job wurde Zweiter, vor Faulkner und dem TRG-Porsche.

In diesem Jahr werden die ALMS und die WEC nicht mehr miteinander fahren und das 63-Wagen starke Feld von Sebring zu einer Besonderheit machen. Während die American Le Mans Series in einem Monat in Long Beach startet, fährt die Langstrecken-WM erst im Mai in Spa - dann mit den Hybriden von Toyota und Audi.


Weitere Inhalte:

Facebook
Sportwagen
Wir suchen Mitarbeiter
x