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Superbike - Interview - Max Neukirchner

Mit der Stock-Maschine in der IDM

Max Neukirchner unterhielt sich im Rahmen der SUPERBIKE*IDM auf dem Sachsenring mit Motorsport-Magazin.com über die WM und die deutsche Meisterschaft.
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Motorsport-Magazin.com - Wie lief das letzte Wochenende auf dem Nürburgring für dich?
Max Neukirchner: Im Großen und Ganzen lief es am letzten Wochenende nicht allzu schlecht. Schade dass ich im ersten Rennen ausgefallen bin, sonst wäre ich sicherlich auch unter die ersten Zehn gekommen. Leider ist da der Schaltsensor des Motorrads kaputt gegangen, wodurch die Maschine in einen Sicherheitsmodus umschaltet und die Leistung extrem reduziert ist. Also konnte ich nicht weiterfahren.

Ich starte hier, weil ich lediglich 15 Kilometer entfernt wohne, weil ich den Sachsenring mag und natürlich für meine Fans
Max Neukirchner

Ayrton Badovini fuhr in Deutschland extrem gut, bei Carlos Checa sah man das ganze Gegenteil. Kannst du dir diese Unterschiede bei den beiden Ducati-Werksfahrern erklären?
Max Neukirchner: Badovini war im Regen richtig stark. Checa ist im zweiten Freien Training gleich in der ersten Runde gestürzt und das hat ihm scheinbar am ganzen Wochenende das Vertrauen genommen. Er schien nicht mehr zurechtzukommen. Ich finde, dass man gerade auf dem Nürburgring immer besser ist, umso mehr Runden man zurücklegt. Ihm fehlte ein ganzes Training, er kam nicht unter die ersten 15. Dazu waren noch zwei Fahrer aus der IDM dabei, die richtig gut unterwegs waren.

Wie schätzt du deine Chancen in der SUPERBIKE*IDM an diesem Wochenende auf dem Sachsenring ein?
Max Neukirchner: Die Klasse ist auf jeden Fall stark. Besonders die ersten Fünf in der Superbike sind richtig gut dabei. Ich starte hier, weil ich lediglich 15 Kilometer entfernt wohne, weil ich den Sachsenring mag und natürlich für meine Fans. Außerdem wollte mein Teamchef gern, dass ich hier fahre. Ich werde allerdings nur mit einer Superstock-Version meiner Maschine hier antreten. Meine WSBK-Motorräder sind schon auf dem Weg nach Istanbul. Wir wollen einfach ein paar Runden mitfahren und Spaß haben. Leicht wird es für mich trotzdem nicht.

Max Neukirchner fuhr auf unbekannter Strecke in Moskau sein bisher bestes Rennen in diesem Jahr - Foto: MR Racing

Wo genau liegen die Unterschiede zwischen dem Superbike- und dem Superstock-Motorrad?
Max Neukirchner: Ich glaube, man darf nur mit Standard-Kabelbaum und Standard-Felgen fahren. Außerdem darf man nichts am Motor verändern.

Wird die Umstellung für dich schwierig?
Max Neukirchner: Die Umstellung ist schnell zu verkraften, aber selbst wenn ich auf einer Stock-Maschine fahre, die weniger Leistung hat, will ich natürlich versuchen, vorne mitzuhalten. [lacht]

Nächstes Wochenende geht es für dich in der WM dann in der Türkei weiter. Kennst du die Strecke schon?
Max Neukirchner: Nein, ich fahre sowohl in Istanbul, als auch in Laguna Seca danach zum ersten Mal. In Moskau bin ich dieses Jahr auch zum ersten Mal gefahren, während die anderen schon im letzten Jahr dort waren. Ich bin 20 Runden mit dem Scooter und nochmal fünf mit den Inlinern gefahren und kannte die Strecke dann ziemlich gut. Ich kam gut dort wirklich gut zurecht. Manchmal ist es sogar besser, wenn man zuvor noch nicht auf einer Strecke gefahren ist, dann geht man ganz anders heran und lässt sich überraschen. Moskau war für mich bisher das beste Rennen in dieser Saison.


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