Carrera Cup - Nick Tandy holt Norisring-Pole

Tandy siegt im Trainingskrimi

Der Konrad-Motorsport-Pilot Tandy sicherte sich für das sechste Rennen des Porsche Carrera Cup die Pole - mit einem Vorsprung von 0,003 Sekunden vor Ragginger.

Motorsport-Magazin.com - Knapper geht´s kaum: Mit dem Wimpernschlag von 0,003 Sekunden Vorsprung holte sich Nick Tandy seine erste Pole-Position in dieser Saison. Der Brite vom Team Konrad Motorsport umrundete den 2,3 Kilometer langen Norisring in 51,682 Sekunden und markierte damit auch insgesamt eine neue Bestmarke im Porsche 911 GT3 Cup auf dem Stadtkurs. Tandy ist der sechste Pole-Sitter im sechsten Rennen des Porsche Carrera Cup Deutschland 2011.

Die Rundenzeiten liegen in diesem Jahr so eng beieinander, das ist der Wahnsinn
Nick Tandy

Beim zehnminütigen Abschlusstraining der besten Zehn aus dem ersten Qualifying-Teil purzelten die Bestzeiten auf dem kürzesten Kurs des Rennkalenders im Sekundentakt. Am Ende lagen die schnellsten sechs Fahrer innerhalb von unglaublichen 0,021 Sekunden.

"Die Rundenzeiten liegen in diesem Jahr so eng beieinander, das ist der Wahnsinn. Im sechsten Rennen ist mir endlich meine erste Pole-Position 2011 geglückt", jubelte Tandy. "Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich darüber freue, auch weil mein Ausfall beim World Cup eine riesige Enttäuschung war."

Den zweiten Startplatz im Trainingskrimi holte sich Martin Ragginger. Für den Österreicher vom Team Schnabl Engineering ist es die beste Platzierung in dieser Saison. "Wir wussten aus dem letzten Jahr, dass unser Auto für den Norisring gut abgestimmt ist, denn wir sind sehr gut auf der Bremse. Und das braucht man hier, wo man zweimal pro Runde das Auto komplett in die Kehren herunterbremsen muss", erklärte Ragginger. "Wir hatten sicher auch ein glückliches Händchen. Die Abstände sind so gering, da kann man nicht nur von Können sprechen, da gehört auch Glück dazu."

Wir hatten sicher auch ein glückliches Händchen. Die Abstände sind so gering, da kann man nicht nur von Können sprechen, da gehört auch Glück dazu
Martin Ragginger

Auch Jan Seyffarth sieht nach Startplatz drei auf dem Norisring Licht am Ende des Tunnels. Dem Querfurter von SMS Seyffarth Motorsport fehlten gerade einmal 0,008 Sekunden zur Trainingsbestzeit. Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart steht der Vizemeister von 2008 nach der Halbzeit nur auf dem achten Platz der Gesamtwertung.

"Das war heute mein bestes Training in dieser Saison. Insofern bin ich glücklich über Startplatz drei, habe aber auch ein weinendes Auge. Ich war zum Schluss im ersten Sektor der Schnellste, bin im zweiten persönliche Bestzeit gefahren und habe es dann im dritten Sektor vermasselt", so Seyffarth. "Wenn man sich die Abstände anguckt, kann ich nur sagen: So eng war es noch nie, die Leute können sich morgen auf ein super spannendes Rennen freuen."

Von Startplatz vier geht morgen Rene Rast (Steyerberg) in den 35-Runden-Sprint rund um die Steintribüne und entlang des Dutzendteichs. Auch der überragende Gewinner des Porsche Carrera World Cup auf dem Nürburgring hatte im Elfer von Förch Racing zwischenzeitlich die Bestenliste angeführt, konnte aber am Ende nicht mehr kontern.

So eng war es noch nie, die Leute können sich morgen auf ein super spannendes Rennen freuen
Jan Seyffarth

Dasselbe gilt für Sean Edwards. Der Brite vom Team Deutsche Post by tolimit startet als Fünfter ins Norisring-Rennen. Edwards hatte zuletzt mit einem vierten Platz beim World Cup Tabellenführer Nick Tandy von der Spitze der Gesamtwertung verdrängt und führt auch den Porsche Mobil 1 Supercup an. Während er im Supercup bereits eine Pole-Position und einen Rennsieg feiern konnte, ist ihm dies im schnellsten deutschen Markenpokal noch nicht gelungen.

Hinter dem Briten stehen dagegen gleich drei Saisonsieger in der Startaufstellung. Sechster des Qualifyings war Nicki Thiim (Dänemark, Hermes Attempto Racing), der Sieger des Lausitzring-Rennens. Den siebten Rang eroberte Spielberg-Gewinner Jaap van Lagen (Niederlande, Land Motorsport), den achten van Lagens Landsmann Jeroen Bleekemolen (Team Deutsche Post by tolimit). Der Österreicher Norbert Siedler (Aust Motorsport) und Florian Scholze (Leipzig, Förch Racing) komplettieren die Riege der besten Zehn.


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