Moto3 - Binder holt letzten Moto3-Sieg nach Aufholjagd

Start-Horror für Polesetter Aron Canet

Weltmeister Brad Binder deklassierte die Konkurrenz bei seinem letzten Moto3-Rennen ein weiteres Mal. Auf Platz 21 zurückgefallen, holte er sich den Sieg.
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Motorsport-Magazin.com - Gestern Glück, heute Pech. Aron Canet holte sich am Samstag die erste Pole Position seiner Karriere, am Sonntag musste er jedoch den Horror-Start schlechthin hinnehmen. In der allerletzten Sekunde musste er sein Bike aus dem Grid schieben und konnte nur aus der Boxengasse starten. Brad Binder fiel mit Problemen früh auf Rang 21 zurück, holte aber in weltmeisterlicher Manier auf und sicherte sich den letzten Moto3-Sieg seiner Karriere.

Der Start: Katastrophe gleich zu Beginn für Aron Canet. Der Polesetter musste in der allerletzten Sekunde aus dem Grid verschwinden, da er sein Bike nicht starten konnte. Hiroki Ono übernahm nach Kurve eins die Führung, bis Enea Bastiani früh ungeduldig wurde und an ihm vorbeizog. Canet startete mit einigen Augenblicken Verspätung aus der Pitlane und reihte sich damit am Ende des Feldes ein. Eine Runde später kämpfte auch Binder mit Bike-Problemen und fiel damit von Platz zwei auf 21. Davon ließ der Weltmeister sich aber nicht beirren, kurz darauf war er Runde um Runde der schnellste Mann auf der Strecke.

An der Spitze setzte sich Joan Mir durch, mit 0.635 Sekunden Vorsprung auf Fabio Di Giannantonio und Bastianini. Mit 19 Runden auf der Uhr machte Binder mit seiner wilden Aufholjagd weiter, während Mir an der Spitze seinen Vorsprung immer weiter ausbaute. Zwei Runden später musste Mir seine Führung an Andrea Migno abgeben, holte sich die Position aber nach einigen Kurven zurück. Während Binder in der Zwischenzeit bereits auf Platz neun vorfuhr, begann hinter Mir ein Schlagabtausch zwischen den Verfolgern, dem Mir schnell zum Opfer fiel. In den Top-9 hatte zu diesem Zeitpunkt noch jeder Fahrer Chancen auf den Sieg, auch Binder auf Platz sechs.

Damit war die Aufholjagd des Weltmeister aber noch nicht beendet, mit acht Runden auf der Uhr hatte Binder sich aufs Podium gekämpft. An der Spitze konnte sich Mir durchsetzen, dahinter versägte Binder auch Migno fünf Runden vor Rennende. Eine Runde später war auch Mirs Zeit gekommen, damit führte Binder kurzzeitig. Nach einem Fehler fiel er auf vier zurück, machte am Ende mit der Konkurrenz aber kurzen Prozess und holte sich den Sieg.

Die Zwischenfälle: Francesco Bagnaia und Gabriel Rodrigo stürzten noch in der ersten Runde in Kurve 13, damit konnte sich Bagnaia den dritten Platz in der WM abschminken. Beide Piloten blieben jedoch unverletzt. Zwei Runden später ging es für Lorenzo Dalla Porta in Kurve eins schnell zu Boden, nachdem er die Kurve zu weit nahm. Trotz der Schwere des Crashs blieb Dalla Porta unverletzt.

Mit 17 Runden auf der Uhr musste der Führende Mir seine Führung auf Geheiß der Rennleitung an Migno abgeben, da er unter gelben Flaggen überholt hatte. Mit sechs Runden auf der Uhr musste auch Jakub Kornfeil auf Anweisung der Rennleitung einen Platz an Philipp Öttl abgeben, zwei Runden vor Schluss erging es Livio Loi ebenso.

Das Wetter: Pünktlich zum Start des ersten Rennen des Saisonfinales kletterten die Temperaturen in Valencia auf immerhin 14 Grad in der Luft. Wolken waren fast keine zu sehen und auch der Regen hielt sich wie am Rest des Wochenendes vornehm zurück.

Die Analyse: Binder zeigte beim Saisonfinale in Valencia wieder einmal, warum er der verdiente Weltmeister ist. In der ersten Runde auf Rang 21 zurückgefallen, holte er sich am Ende des Rennens den Sieg. Pech für Canet, der seine erste Pole in der WM schon vor Rennstart verlor.


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