Haben Sie nicht auch schon davon gehört: Marathon-Läufer trainieren in den Bergen in Asien, oder auch Clubs der Fußball-Bundesliga. Aber wozu machen die den Quatsch? Genau das habe ich mich vor einigen Jahren auch gefragt, bis mir jemand gesagt hat, das sei Höhentraining und hilft Leistungssportlern extrem weiter. Ich erinnerte mich an meinen Skiurlaub in Ischgl und fand eigentlich, dass ich dort ziemlich müde war, was sicherlich auch mit dem bekannten Apres-Ski Effekt zu tun hatte. Wieder zu Hause in Berlin habe ich mich aber super fit und regeneriert gefühlt. Weil Silvester und das Nachtleben dann vorbei waren?

Nein, wusste ich als ich mich mit meinem Sportarzt darüber unterhielt: In einer Höhe von 3.000 Metern nimmt der Sauerstoffgehalt in der Luft ab. Haben Sie also vor, den Mount-Everest zu besteigen? Jetzt wissen Sie warum Sie eine Sauerstoff-Maske dabei haben sollten. Unser Körper kann auf diese Sauerstoff-Armut erstmal nicht direkt reagieren. Er kann mehr Sauerstoff gar nicht aufnehmen, auch nicht aus Wasser, dass mit Sauerstoff angereichert ist. Denn Sauerstoff kann nur über rote Blutkörperchen (Eretrozyten) aufgenommen werden und die muss der Körper erst produzieren. Der Körper produziert also mehr rote Blutkörperchen und erst wenn Sie auf eine gewohnte Höhe mit normalem Sauerstoffgehalt zurück finden, nimmt der Körper mehr Sauerstoff auf - durch die Mehrzahl an roten Blutkörperchen.

Formel BMW auf 3.000 Meter Höhe., Foto: Jens Höing
Formel BMW auf 3.000 Meter Höhe., Foto: Jens Höing

Und wozu hilft das jetzt beim Rennen fahren? Ein erhöhter Wert an Sauerstoff im Blut, im Optimalfall um 10-15%. Wozu war denn Sauerstoff noch mal gut? Sicher kennen Sie diesen Spruch mit dem offenen Fenster, damit mal ein wenig Sauerstoff zur Konzentration in unsere Zellen gelangt. Richtig: Sauerstoff ist wichtig für alle Stoffwechselprozesse, wichtig für Motorik, Konzentration, Kondition. Haben Sie also 15% mehr zur Verfügung, laufen Ihre Prozesse und Reaktionen wie auch Gasgeben oder Gegenlenken dementsprechend schneller ab.

Soviel zur Theorie. Und in der Praxis? Erstmal bemerkte ich diesen brutal guten Effekt nach einem Langlauf-Trainingslager im letzten Jahr. Beim Formel BMW Rennen in Hockenheim war ich richtig gut drauf. Doch hat man als Rennfahrer keine Zeit, so oft in die Berge zu düsen. Im Fernsehen bin ich auf eine Innovation aufmerksam geworden: Höhentraining! Die Firma LOW OXYGEN SYSEMS hält das Patent darauf, sie können genau die Zustände aus der Höhe simulieren, dank ihrer Technik bis zu 8.000 Meter. Aber auch ich war überzeugend: LOW OXYGEN SYSEMS ist mein persönlicher Sponsor geworden, zudem trainiere ich regelmäßig in der Höhe. Mitten in Berlin und meist mit anderen Leistungssportlern.

Der Effekt ist enorm: Ich sehe Vorgänge fast wie in Zeitlupe und kann blitzschnell reagieren. Jede Bewegung, jedes Einlenken ist genauso stark wie ich es vom Kopf her will. Meine Motorik ist klasse, speziell der Ablauf Bremsen, Einlenken, Gasgeben. Die Rennen sind überhaupt nicht mehr anstrengend, Regenerationspausen brauche ich gar keine mehr.

Und der Nebeneffekt? Spaß. Es ist geil, in diesem hochmodernen Zentrum von LOW OXYGEN SYSTEMS seine Sonderbehandlung zu bekommen. Meist strampele ich auf dem Fahrrad oder besiege den Schweinehund auf dem Laufband, schaue dabei auf der Kinoleinwand noch mal meine letzten Rennen oder eine neue DVD. Natürlich habe ich auch den Formel 1 GP von Barcelona geschaut, und zwar auf 3.000 Meter...