Leider lief unser zweiter Besuch auf dem Nürburgring in dieser Saison nicht so gut wie der erste. Im Rahmen des Formel 1 Grand Prix fuhren wir bereits im Mai in der Eifel; damals kämpfte ich mich im zweiten Lauf bis auf das Podium nach vorne.
Diesmal war nicht mehr als die Plätze 7 und 9 drin, uns fehlte der Speed um ganz vorne mitzufahren. Den Grund dafür suchen wir noch immer, was uns schon etwas erstaunt, da wir ja beim ersten Rennwochenende auf dem Nürburgring vorne dabei waren.
Lost in Telemetry
Seit wir aus der Eifel zurück sind, sondieren und analysieren wir den gesammelten Datenwust vom letzten Wochenende, um auf diese Weise die Ursache für den fehlenden Speed ausfindig zu machen und die Probleme bis zum nächsten Rennen zu beheben. Genauso geht es in den kommenden Tagen weiter: Wir werden die Daten studieren und hoffentlich das Problem ausfindig machen.
Zudem revidieren wir die Autos und werden quasi noch einmal bei Null anfangen, um für Zandvoort und Hockenheim topvorbereitet und gerüstet zu sein. Denn wir sind eindeutig besser, als die Plätze, auf denen wir am letzten Wochenende gelandet sind.
Die Geschichte des Nürburgring-Wochenendes ist schnell erzählt: Im ersten Rennen war ich am Start außen, wurde gegen die Wand gedrückt und konnte keine Plätze gutmachen. Wenn der Gegner danach vor dir Kampflinie fährt, hast du absolut keine Chance ihn zu überholen und weiter nach vorne zu gelangen. Am Sonntag war die Strecke bei unserem Rennen zwar trocken, aber die Kerbs waren noch etwas feucht, was Überholmanöver noch einmal erschwerte. Nichtsdestotrotz fehlte uns der nötige Speed, um ein besseres Ergebnis zu holen.
Back to the Front
Unser Ziel ist es deshalb bei den letzten vier Rennen in Zandvoort und Hockenheim dort mitzufahren, wo wir hingehören: An der Spitze. Immerhin haben wir gute Erinnerungen an den Hockenheimring, dort habe ich ja beim Saisonauftakt beide Rennen gewonnen! Ich hoffe, dass mir beim Saisonfinale ein ähnlich schöner Abschluss gelingt.
Aber auch Zandvoort sollte mir liegen: Es ist eine abwechslungsreiche Strecke, die alles besitzt, was sich ein Rennfahrer wünscht; eine lange Gerade, viele schnelle Kurven, viele langsame Kurven, Bergauf- und Bergab-Passagen - es ist eine richtig tolle Strecke. Noch steht nicht fest, wie die Wetterverhältnisse sein werden, aber mir ist es egal, ob es trocken oder nass wird: Die Verhältnisse sind für alle gleich und jeder muss mit allen Bedingungen zurechtkommen.
Damit ich an den letzten beiden Rennwochenenden meine Ziele erreichen kann, werde ich weiter die Daten auswerten und mein Fitnesstraining verstärken - schließlich muss alles passen; nicht nur das Auto, sondern auch der Fahrer!

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