Sa, 01.01.2005

Formel 1 - Historisches

Lella Lombardi - Frauenpower in der Königsklasse!

Sie war die zweite Frau in der Königsklasse des Motorsports: Lella Lombardi.
Lella Lombardi - Frauenpower in der Königsklasse!
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Die Metzger-Tochter aus Frugarola kam am 26.03.43 auf die Welt. Ihre ersten Gehversuche im Rennsport machte Lella hinter dem Steuer eines Formel-Monza und später im Formel 3. 1973 gewann sie in überragneder Manier die italienische Ford-Mexico-Meisterschaft, fand einen Sponsor in Graf Zano und stieg 1974 in die Formel 5000 auf.

Von 1974-76 fuhr Maria Grazia "Lella" Lombardi als zweite Frau nach Teresa de Filippis 1958 (3 Starts) einige GPs und wurde dabei "im Männersport Formel 1" Gesprächsmittelpunkt der Massen.

Beim GP von England in Brands Hatch 1974 konnte sich die Italienerin auf Brabham-Ford als 28. von 32 Fahrern noch nicht qualifizieren, war damit aber schneller als vier Männer und so wurde Kyalami 1975 Lellas erster GP.

Mit dem 6. Platz beim Abbruch-GP von Spanien auf March-Ford schrieb Lella Formel 1-Geschichte, aber ihr bestes Rennen fuhr sie auf dem Nürburgring. Von der letzten Starposition, kämpfte sich die Italienerin auf den 7. Platz vor und ließ Namen wie Ertl, Depailler und Andretti hinter sich. 1976 reichte es noch zu zwei Einsätzen in Brasilien und Österreich.

Lella bestritt insgesamt 12 Rennen und kam bei 7 ins Ziel.

Ihre Klasse stellte Lella bis 1982 immer wieder in Sportwagen - Rennen unter Beweis. Sie siegte dabei in Vallelunga und Mugello. Als am 3. März 1992 die Nachricht von ihren tragischen Tod durch Krebsleiden bekannt wurde, herrschte tiefe Betroffenheit, auch im GP-Zirkus.

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1 Leser-Kommentar
am 19. Februar um 07:50 Uhr
nordschleife: tolle leistung^^
Es stimmt schon,daß Lella Lombardi beim Großen Preis von Deutschland 1975 auf dem Nürburgring den 7. Platz errang. Allerdings fuhr sie wärend des gesamten Rennens dem Feld mit großem Abstand hinter her. Auf Grund einer ungewöhnlich hohen Ausfallquote waren nach 14 Runden noch 9 Teilnehmer in der Wertung und nur 8 haben die Zielflagge gesehen. Von den 7 Teilnehmern, welche das Rennen ohne technische Probleme beendeten war Signorita Lombardi die Letzte! 8. wurde Harald Ertl, der leider mehrmals unplanmäßig die Box aufsuchen musste; 9. Patrick Depallier welcher das Rennen gar nicht beendete. Wenn man auf wirklich talentiete Grand Prix Fahrerinen hinweisen möchte, dann hat Frau Eliska Junek sicherlich eher eine Erwähnung verdient, als die ach so bejubelte Lella Lombardi.