Ekelstein hat geschrieben:
Es gab ja lange Zeit in der F1 immer mal wieder privat eingesetzte eigentliche Werksautos, bis etwa Ende der 70er ging das so, eins der letzten Beispiele, die mir einfallen, wäre das Rebaque-Team, die hatten 78 einen Lotus eingesetzt und in den 50ern und 60ern gab es da auch einige Beispiele, wo Leute z.B. einen Ferrari eingesetzt haben, meistens nur für einen GP, Ecurie Francorchamps z.B. regelmäßig in Spa. Also so, dass Kundenautos der F1 unwürdig wären, ist es jetzt nicht.
Allerdings hast du natürlich recht mit deinen Bedenken, dass Kundenautos als taktisches Spielbälle ihrer Werke eingesetzt werden könnten. Solche Befürchtungen gibt es ja jetzt schon bei Kundenmotoren und das dürfte sich bei kompletten Kundenautos nochmal ausweiten. Andererseits wäre es aber auch nicht schön, wenn man dann eine Zwei-Klassen-Gesellschaft errichtet mit "normaler" F1 und Kundenteams. Sieht man bei der MotoGP, wie das ausgeht mit den CRTs, da sind einfach nur zwei Rennen mit ein paar Fahrzeugen auf der Strecke, die selten mal interagieren. Also müsste man da eine vernünftige Lösung finden, wie die Kundenautos nicht als Taktikmittel der Werke missbraucht werden können, aber auch nicht nur hoffnungslos hinterherfahren müssen, mit dem richtigen Talent sollte sich da schon was ausrichten lassen mit, wäre ja auch eine interessante Option für Nachwuchsfahrer, sich erst im Kundenauto zu beweisen. Eine Idee wäre eventuell, Autos aus dem Vorjahr ans aktuelle Reglement anzupassen und dann an Privatteams abzugeben. Eventuell halt auch nur für ein Rennen, so das es dann so ist wie von mir beschrieben früher, dass eben auch lokale Teams, die kein Budget für Entwicklung oder eine volle F1-Saison haben, mal teilnehmen können.
Walker kaufte damals Lotus Rennwagen und baute die nach seinem Befinden um .Sowas ist nach heutigem Verständnis nícht auszudenken . Man stelle sich vor Sauber kauft sich 3 Ferraris und hängt da Renault Motoren rein ,weil die ihm besser gefallen oder konstrruiert mal eben eine neue Schnauze oder einen komplett anderen Heckflügel . Die Italiener würden im Dreieck laufen . Man stelle sich vor Kobajashi würde sich
zwei McLaren laufen und sein eigenes Team aufmachen und dann würden die Japaner den McLaren zerlegen und daraus ihren eigenen Wagen zusammen zimmern . Noch schlimmer Schumacher würde sich zwei Ferraris kaufen und dann doch das Interesse verlieren und die beiden Flitzer an der Autobahn kurz vor Stuttgart stehen lassen . Alles passiert bis in die späten siebziger und die F1 hat trotzdem überlebt .
Kundenautos sind auch Autos ,die ,wie der Name schon sagt , für Kunden gebaut werden . Wir erinnern uns an die großen drei March ,Lola ,Dallara die für Teams wie RAM ,HAAS ,Leyton House , Larrousse oder BMS im Kunenauftrag Autos bauten . Oder wir erinnern uns an den Simtek der ein BMW werden wollte ,bevor er ein Andrea Moda wurde .
Das letzte "Kundenauto" im Sinne von Werksteam verkauft ,vermietet Auto an Fremdteam dürfte wohl
der March von LBT gewesen sein ,den Villota 1984 fuhr . Emilio ist ja einer der Fahrer .die für das Konzept Kundenautos stehen . ER fuhr ausschließlich auf Kundenautos von Brabham , McLaren ,March und fast auch mit Williams . Ok ,er kam nur einmal ins Ziel er dürfte so ungefähr auch der letzte gewesen sein ,der sich privat ,mit einem Leasing-Auto versuchte ,in einem GP zu qualifizieren ( 1981 Spanien ) .
Es gab Rennen wo das Kundenauto vor dem Werkswagen als erster durchs Ziel fuhr . Es ging also mal