Blancpain GT Serien - Was man 2014 wissen muss

Kurze Blancpain-GT-Regelkunde

Bei den Themen Blancpain und GT kann es 2014 unübersichtlich werden. Motorsport-Magazin.com gibt eine kompakte Einführung.
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Motorsport-Magazin.com - 2014 wird es zwei GT-Serien mit dem Namen des schweizerischen Uhrenherstellers Blancpain geben - aber eigentlich sind es drei. Es werden nämlich noch die Titel der Blancpain GT Series vergeben. Alles klar? Nein? Motorsport-Magazin.com bringt vor dem Saisonstart Licht ins Dickicht der GT-Meisterschaften unter dem Blancpain-Banner.

Was ist die Blancpain GT Series?
Die Blancpain GT Series ist ein gemeimsames serienübergreifendes Championat aus der Blancpan-Endurance-Serie (BES) und Blancpan-Sprintserie (BSS). Die Ergebnisse in beiden Serien ergeben die Blainpain-GT-Meisterschaftswertung für Fahrer und Teams. BES und BSS bleiben bzw. sind eigenständige Championate.

Wie unterscheiden sich BES und BSS?
BES: Seit 2012 ist die BES auf der Langstrecke zuhause: Die Renndauer variiert zwischen drei und 24 Stunden. Zwei Fahrer sind das Minimum, drei sind üblich - bei Distanzen über drei Stunden auch mehr.
BSS: Die BSS ist eine reine Sprintveranstaltung. Pro Wochenende werden zwei Rennen mit der Länge von 60 Minuten gefahren. Das erste ist das Qualifikationsrennen, bei dem nur wenige Punkte vergeben werden und die Startaufstellung für das Hauptrennen ausgefahren wird. Dort gibt es den Grossteil der Punkte zu holen. Zwei Piloten teilen sich einen Wagen. Beim Pflichtsop müssen Reifen und Fahrer getauscht werden.

Welches technisches Reglement gilt für BES und BSS?
Sowohl die BES als auch die BSS ist nur fürr Fahrzeuge der Gruppe GT3 zugelassen, die man in der VLN als SP9 kennt. Die Einstufung der unterschiedlichen Fahrzeuge erfolgt durch die Balance of Performance (BoP), die auf der Einstufung der FIA basiert aber vom Veranstalter SRO verändert werden kann. Neuester Zugang im GT3-Lager ist Bentley mit dem Continental oder Reiter mit dem Chevrolet Camaro.

Pro BSS-Lauf gibt es vier neue und zwei alte Reifensets - Foto: B. Decqanc

Welche Klassen gibt es in BES und BSS?
Wie in der WEC wird jeder Fahrer von der Motorsportweltbehörde je nach Karriereleistung in eine der vier Kategorien Platin, Gold, Silber und Bronze eingeteilt.
BES: In der BES gibt es drei Klassen:
- Pro: kein Limitierung
- Pro-Am: 1x Platin + 2x Bronze oder 2x Silber + 1x Bronze
- Gentlemen: 3x Bronze über 30 Jahre
BSS: In der BSS gibt es ebenfalls drei Klassen - zwei sind deckungsgleich mit der BES:
- Pro: keine Limitierung
- Pro-Am: 1x Bronze + 1x Platin, Gold, Silber oder 2x Silber über 30 Jahre
- Silver Cup: 2x Silber unter 25 Jahre

Wen sollte man in BES und BSS beachten?
Im GT-Sport gilt traditionell "the cars are the stars". Alex Zanardi sucht in diesem Jahr mit BMW bei den Sportwagen eine neue Herausfordrung und ist medial für die BSS sicher ein Gewinn. Um nicht Gefahr zu laufen, jemanden zu vergessen, seien hier nur die letzjährigen Meister der Pro-Wertungen von BES und BSS erwähnt, die auch 2014 wieder an den Start gehen: Der deutsche Rohdiamant Maximilian Buhk gewann die BES 2013 im HTP-Mercedes, obwohl er nur an drei von fünf Rennen teilnahm. In der FIA-GT-Serie siegten im Vorjahr der Routinier Stéphane Ortelli und der junge Belgier Laurens Vanthoor in einem WRT-Audi.

Wie sind die Kalender von BES und BSS aufgebaut?
Die Trennung zwischen Traditionsstrecken für die BES und mittleren bis kleineren Kursen für die Sprintserie ist in diesem Jahr weniger streng. Highlights sind die 24 Stunden von Spa-Francorchamps und die 1000 Kilometer am Nürburgring (mit Änderungen bei der Punktevergabe) für die BES sowie das Finale der BSS: die World Challenge auf den Straßen der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.

Wie kann man BES und BSS verfolgen?
Motorsport-Magazin wird über alle Läufe von BES und BSS berichten. Außerdem können die Rennen hier auf der Webseite im Live-Stream verfolgt werden.


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