ADAC Formel Masters - Schiller: Starke Zweikämpfe aber wenig Punkte

Alles andere als zufriedenstellend

Jason Kremer und Fabian Schiller vom Team Schiller Motorsport erlebten Höhen und Tiefen bei ihrem Heimspiel auf dem Nürburgring am vergangenen Wochenende.

Motorsport-Magazin.com - Seine Heimrennen auf dem Nürburgring hatte sich der Siegburger Teamchef Leonhard "Hardy" Schiller bestimmt etwas anders vorgestellt. Denn anstatt fleißig zu punkten und den Rückstand auf die Tabellenspitze des ADAC Formel Masters zu verkürzen, konnte der Bonner Jason Kremer in seinem Dallara-Volkswagen mit Platz fünf im ersten der drei Wertungsläufe nur ein Top-Ten-Ergebnis erzielen. Im zweiten Durchgang warf den 18-jährigen Förderpiloten der ADAC-Stiftung Sport eine äußerst umstrittene Sportstrafe aussichtslos zurück und im letzten Rennen hinderte ihn die sehr lange Safetycar-Phase nach dem Überschlag eines Konkurrenten an der geplanten Aufholjagd.

Fabian Schiller im zweiten Monoposto des Teams aus dem Rhein-Sieg-Kreis traf es noch härter. Nachdem der 16-jährige Nachwuchspilot aus Troisdorf-Eschmar bereits im Training seinen Formelrenner auf einer Ölspur aus der Kontrolle verloren hatte, rutschte er auch im ersten Rennen in der NGK-Schikane von der Strecke und wurde nur als 19. gewertet. Im zweiten Lauf duellierte er sich in der Mercedes-Arena mit dem Berliner Hendrik Grapp, doch der drängte Schiller Junior am Kurvenausgang so weit ab, so dass es zu einer Kollision kam. Mit gebrochener Radaufhängung sowie einem Reifenschaden musste das Mitglied des AMC Siegburg erneut vorzeitig aufgeben.

Im dritten Rennen gelang Fabian Schiller der achte Platz. - Foto: Schiller Motorsport

Erst im letzten Durchgang konnte Fabian für einen versöhnlichen Abschluss dieses durchwachsenen Rennwochenendes sorgen. Von Platz 18 gestartet, pflügte der gebürtige Bonner auf der 3,618 km langen Kurzanbindung des Grand Prix-Kurses gleich in den ersten beiden Runden durch das Feld der knapp 20 Teilnehmer und wurde zu Beginn der Safetycar-Phase bereits auf Rang zehn notiert. Nach der Freigabe des Rennens schnappte er sich noch zwei weitere Positionen und konnte als Achter wenigstens drei Meisterschaftspunkte mit nach Hause nehmen. Bereits am kommenden Wochenende geht es für die Schiller-Piloten weiter, denn vom 9. bis 11. August stehen auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg die nächsten Rennen auf dem Programm. Der anspruchsvolle Kurs in der Steiermark liegt den beiden jungen Rennfahrern recht gut, so dass dort auch wieder mit einer besseren Ausbeute zu rechnen sein dürfte.

Hardy Schiller (Teamchef):
"Auch wenn die reinen Platzierungen von Jason und Fabian sicher nicht unseren Erwartungen entsprechen, bin ich mit ihrer fahrerischen Leistung dennoch sehr zufrieden. Leider haben wir bereits im Qualifying die Chance auf Podiumsplatzierungen vergeben, da wir in der zweiten Hälfte den Vorteil neuer Reifen nicht so optimal umsetzen konnten wie die Konkurrenz. In den Rennen hat Jason einmal mehr seine Erfahrung und seine tolle Zweikampfstärke unter Beweis gestellt. Fabian hat sich durch die Rückschläge nicht entmutigen lassen und mit seiner sensationellen Aufholjagd im dritten Lauf gezeigt, welchen Speed er bereits in seinem ersten Jahr im Formelrennsport hat. Darauf werden wir jetzt in den kommenden Rennen aufbauen."

Jason Kremer (Start-Nr. 16):
"Nach den Startplätzen fünf und sechs für die ersten beiden Rennen war es extrem schwer, weiter nach vorne zu kommen. Im ersten Durchgang musste ich mich rundenlang gegen meine Verfolger zur Wehr setzen, was mir auch gelang. Im zweiten Lauf drängte mich Hendrik Grapp im Zweikampf auf die Wiese ab. Er hat sich auch hinterher entschuldigt, aber aus mir völlig unverständlichen Gründen habe ich für diese Aktion eine Durchfahrtsstrafe bekommen. Im letzten Rennen war ich auf dem Weg nach vorne, als der Unfall unmittelbar vor mir passierte. Ich musste bis fast zum Stillstand abbremsen und verlor wieder alle Plätze, die ich mir zuvor erkämpft hatte."

Fabian Schiller (Start-Nr. 17):
"Das Rennwochenende auf dem Nürburgring ist leider alles andere als zufriedenstellend für mich verlaufen. Der Abflug im Training geht natürlich auf meine Kappe, aber der Crash im zweiten Lauf war absolut unnötig. Erst im dritten Rennen lief es endlich einmal perfekt. So kann es weitergehen."


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