24 h Nürburgring - Platz 9 für Maximilian Götz in der Eifel

Zeitstrafe verhindert bessere Platzierung

Maximilian Götz und sein HARIBO Racing Team Mercedes-AMG überqueren beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring die Ziellinie als Neunte. Im Getümmmel hatte man Pech.

Motorsport-Magazin.com - Es hatte beinahe etwas Surreales an sich - die diesjährige Ausgabe des ADAC Zurich 24h-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife drohte vergangenes Wochenende ohne Wetterkapriolen über die Bühne zu gehen. Doch das berühmt-berüchtigte Eifelwetter ließ zwar auf sich warten, sorgte aber dann doch mit einem Regenschauer in der letzten halben Stunde für rauchende Köpfe am Kommandostand. Maximilian Götz und sein Haribo Racing Team bewahrten über den Großteil der 24 Stunden einen kühlen Kopf und sicherten sich mit dem neunten Platz eine Position unter den Top-10.

205.000 Fans reisten am Wochenende in die Eifel, um einem der größten internationalen Spektakel des Langstrecken-Motorsports beizuwohnen. Nach einem Podestplatz im Vorjahr wollten es Götz und seine Teamkollegen Uwe Alzen, Lance David Arnold und Renger van der Zande erneut wissen und strebten mit ihrem HARIBO Racing Team Mercedes-AMG eine Top-Platzierung im Mercedes-AMG GT3 an. Allerdings war nach einer Strafe, die das Team erhalten hatte, an eine Wiederholung des Triumphs aus dem Vorjahr nicht mehr zu denken. Mit Platz neun im Gesamtklassement schlossen Götz und seine Kollegen die 24 Stunden als zweitstärkster Mercedes-AMG GT3 ab.

Eine Zeitstrafe machte eine bessere Platzierung zunichte - Foto: JUNG Elektrogerätebau GmbH

Max, wie fällt dein Fazit zum diesjährigen 24h-Klassiker auf der Nürburgring-Nordschleife aus?
Es war zweifellos mein Jahreshighlight. Dass ich dieses Jahr bereits das dritte Mal für das HARIBO Racing Team Mercedes-AMG an den Start gehen konnte, ist natürlich klasse. Nach den starken Leistungen aus den Vorjahren, allen voran dem dritten Platz 2016, wollten wir natürlich auch dieses Jahr wieder ganz vorne mit dabei sein. Ein Platz unter den Top-5 wäre sicherlich möglich gewesen. Der beste Mercedes-AMG GT3 lag auf dem fünften Platz. Das zeigt, wo wir bei einem sauberen Rennen hätten landen können.

Uns wurde eine Strafe von über drei Minuten aufgebrummt. Das ist eine dreiviertel Runde, in der du einfach in der Box stehst.
Maximilian Götz

Ihr habt in den Abendstunden eine Strafe für Nichtbeachtung von Flaggensignalen erhalten. Das erinnert ein wenig an vergangenes Jahr...
Ja, da war die Situation eine ähnliche. Uns wurde eine Strafe von über drei Minuten aufgebrummt. Das ist eine dreiviertel Runde, in der du einfach in der Box stehst und verlierst, was du dir bis dahin aufgebaut hast. Das war einfach Pech. So etwas kann jedem passieren. Dennoch war uns klar, dass damit unsere Ambitionen auf eine Top-Platzierung zunichte waren. Uns war bewusst, dass das diesjährige 24-Stunden-Rennen über weite Strecken trocken bleiben würde. Da ist es kaum möglich, über einen strategischen Kniff so viel Zeit wiedergutzumachen.

Das Grande Finale hätte kaum spannender sein können. Ihr habt bei einsetzendem Regen weiter auf Slicks gesetzt. War das im Nachhinein die richtige Entscheidung?
Davon bin ich überzeugt. Wir haben bei nasser Strecke ein Auto überholt, ein weiteres schied aus. Lance hat bei den Bedingungen eine super Leistung gezeigt. Im Gegensatz zu vergangenem Jahr saß ich diesmal leider nicht hinter dem Steuer. Ich liebe solche Situationen: Regen setzt ein und du beschließt, auf Slicks durchzufahren - das ist Racing. Da kannst du noch zeigen, wie gut du dein Fahrzeug beherrschst und es bei diesen schwierigen Verhältnissen um die Strecke bewegst. Dabei zeigst du als Rennfahrer auch, was du strategisch auf dem Kasten hast. Du denkst darüber nach, was das Reglement sagt und wie du es in dieser Situation am besten auslegen kannst. Leider wurden wir früher abgewunken, weil wir nicht in einer Runde mit dem führenden Auto fuhren. Hätten wir einen weiteren Umlauf zur Verfügung gehabt, hätten wir uns womöglich um den einen oder anderen Platz verbessern können.

Die Rennen auf dem Red Bull Ring sind immer etwas Besonderes, denn dort habe ich mein zweites Heimspiel.
Maximilian Götz

Als nächstes steht für dich das ADAC GT Masters-Rennwochenende auf dem Red Bull Ring (09. bis 11. Juni) auf dem Programm...
Und darauf freue ich mich besonders. Die Rennen auf dem Red Bull Ring sind immer etwas Besonderes, denn dort habe ich mein zweites Heimspiel. Die Atmosphäre vor Ort ist großartig. Mein Fanclub wird vor Ort sein und ich freue mich schon, Zeit mit den Mädels und Jungs zu verbringen. Zudem sind ein paar Fan-Aktionen geplant. Unter anderem wird es dort mein Fan-Merchandise zu kaufen geben. Zunächst habe ich kommendes Wochenende aber frei. Das werde ich dazu nutzen, Freunde zu treffen und zu trainieren, um ideal für den Red Bull Ring vorbereitet zu sein. Ich hoffe, wir werden dort konkurrenzfähig sein und können den Fans eine coole Show bieten.


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