24 h Nürburgring - Nexen Tire: Turbulentes Rennen

Unverschuldete Unfälle

Das Nexen Tire Motorsport Team erlebte kein einfaches Rennen. Unverschuldete Unfälle kosteten zwar Zeit, immerhin kam der MINI aber ins Ziel.

Motorsport-Magazin.com - Das Nexen Tire Motorsport Team erlebte die 41. Auflage der ADAC Zurich 24 Stunden auf dem Nürburgring mit vielen Höhen und Tiefen. Bei der ersten Teilnahme am Langstreckenklassiker erreichte das Team rund um die Fahrer Christopher Peters, Lothar Wilms, Julian Dercks und Ralf Zensen schlussendlich Gesamtrang 96 und Klassenposition sieben.

Ohne die Unfälle wäre es für uns natürlich weiter nach vorne gegangen, ich bin aber sehr froh, dass das Auto trotz der massiven Beschädigungen durchgehalten hat
Ralf Zensen

Das 41. ADAC Zurich 24 Stunden Rennen startete am Pfingstsonntag pünktlich um 17 Uhr bei trockener Strecke und bedecktem Himmel. Insgesamt 170 Fahrzeuge gingen auf die Hatz zweimal rund um die Uhr durch die Eifelwälder, doch kurz vor 23 Uhr verstummten die Motoren am Nürburgring. Heftige Regenfälle und aufkommender Nebel sorgten für unfahrbare Verhältnisse und zwangen die Rennleitung zur Unterbrechung durch die rote Flagge, die bis kurz nach 8 Uhr am Montagmorgen andauerte.

Der MINI des Nexen Tire Motorsport Teams überstand die insgesamt rund 15 Stunden Fahrzeit aus technischer Sicht problemlos, allerdings verlor das Team insgesamt etwa eine Stunde und damit knapp sechs Runden durch zwei unverschuldete Unfälle und einen Reifenschaden. Der erste Zwischenfall ereignete sich kurz nach dem Start am frühen Sonntagabend, als in einer Code-60-Zone im Bereich Fuchsröhre ein anderer Teilnehmer zu spät bremste und dem MINI hinten links auffuhr. Nach einer dreißigminütigen Reparatur ging das Auto wieder auf die Strecke. Bis zum Rennabbruch um 22:44 Uhr kämpfte sich das Team bei einsetzendem Regen ab 21 Uhr wieder nach vorne und wurde auf Gesamtposition 118 sicher zurück an die Box pilotiert.

Als das Rennen am Montagmorgen wieder aufgenommen wurde, kollidierte der MINI kurz nach dem Restart erneut mit einem anderen Teilnehmer, der aufgrund eines Reifenschadens die rechte Türe im Bereich Grand- Prix-Strecke regelrecht torpedierte. Nach einer Runde GP-Kurs und einer 20-minütigen Reparaturpause startete das Team erneut eine Aufholjagd. Etwa eineinhalb Stunden vor Ablauf der 24 Stunden war es dann Julian Dercks zu verdanken, dass das Rennen nicht frühzeitig beendet werden musste, als er im Bereich Schwedenkreuz einen Highspeed-Reifenschaden abfing, der vermutlich durch Fremdkörper auf der Strecke verursacht wurde. Dercks pilotierte den MINI anschließend sicher an die Box.

Durch die Schäden des Reifenplatzers mussten die restlichen Runden zwar mit Vorsicht zurückgelegt werden, doch das Team konnte sich schlussendlich auf Gesamtposition 96 vorarbeiten. In der Klasse SP 2T belegte man nach dem Fallen des schwarz-weiß-karierten Tuchs Rang sieben. "Wir hatten natürlich viel Pech im Laufe des Rennens", kommentierte Teamchef und Fahrer Ralf Zensen das Geschehen, "Ohne die Unfälle wäre es für uns natürlich weiter nach vorne gegangen, ich bin aber sehr froh, dass das Auto trotz der massiven Beschädigungen durchgehalten hat und wir unser Ziel erreicht haben. Das Team hat hervorragend funktioniert und hat keine Fehler gemacht, das war eine tolle Leistung von allen! An dieser Stelle muss man auch das Team Racing4Friends erwähnen, die uns bei den Reparaturen tatkräftig unterstützt haben, vielen Dank dafür!" Zur Unterbrechung kurz nach 23 Uhr vertritt Zensen die gleiche Meinung wie viele Fahrerkollegen und Teams: "Der Abbruch war notwendig, Christopher Peters saß zu der Zeit im Auto und erzählte, dass die Bedingungen unfahrbar waren. Dieses Mal hat die Rennleitung früher abgebrochen als noch 2007 und damit viele schwere Unfälle verhindert, die Entscheidung war richtig!"


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