24 h von Le Mans - Rekord-Runde: Kobayashi holt Pole für Toyota

Zwei Sekunden unter der bisherigen Bestmarke

Kamui Kobayashi nutzt in Le Mans die Gunst der Stunde und brennt einen neuen Rundenrekord in den Asphalt. Toyota legt im Duell mit Porsche somit vor.
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Motorsport-Magazin.com - Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und eine Fabel-Runde in Le Mans daher noch lange keinen Sieg beim 24-Stunden-Rennen. Eine Ansage war Kamui Kobayashis Rundenrekord im Qualifying am Donnerstag aber allemal.

In 3:14,791 Minuten brannte der Japaner in seinem Toyota einen neuen Bestwert in den französischen Asphalt. Den gerade einmal zwei Jahre alten Rekord auf der aktuellen Strecke von Porsches Neel Jani (3:16,887) unterbot er dabei um über zwei Sekunden. Selbstredend genügte diese Zeit bereits im zweiten der drei Qualifyings für die Eroberung der Pole Position.

3:14.791! Toyota-Pilot Kobayashi zerstört Streckenrekord in Le Mans: (03:46 Min.)

"Es war unglaublich", sagte Kobayashi nach seiner Fabel-Runde im TV-Interview mit Eurosport. "Das Auto war klasse und sie haben mich genau zum richtigen Zeitpunkt auf die Strecke geschickt. Ich hatte mit dem Verkehr überhaupt keine Probleme und die Rundenzeit ist einfach nur genial."

Freie Strecke hilft bei Rekord

Toyota taktierte goldrichtig und schickte den Japaner unmittelbar nach einer langen Unterbrechung (Rote Flagge nach einem Unfall eines LMP2) auf die Strecke. Auf seiner Pole-Runde musste Kobayashi daher nur an zwei GT-Fahrzeugen vorbei, die er beide auf der Mulsanne-Geraden überholen konnte. Freie Fahrt und ein fehlerfreier Auftritt sorgten somit für die neue Rekord-Zeit.

Im dritten Qualifying blieb Kobayashis Pole unantastbar. Die beiden Schwestern-Autos konnten ihre Zeit zwar verbessern, schlossen die Qualifikation dennoch mit +2,337 Sekunden (#8) und +3,834 (#9) ab. Porsche schob sich mit beiden Autos genau zwischen die beiden langsameren Toyota und geht am Sonntag somit von den Plätzen drei (#1) und vier (#2) ins Rennen.

Toyota steht zum dritten Mal in seiner Geschichte auf Pole Position - nach 1999 und 2014. Bei bislang fünf zweiten Plätzen konnte man das Rennen noch nie gewinnen. Im Vorjahr kostete ein Defekt auf der letzten Runde Schlussfahrer Kazuki Nakajima den Sieg. Toyota steht somit noch immer ohne einen einzigen Gesamtsieg in Le Mans da.

Rekorde in allen Klassen

Kobayashis Rekord sollte am Donnerstag nicht der einzige bleiben: In den drei anderen Klassen fielen ebenfalls die bisherigen Bestmarken. In der LMP2-Kategorie drückte G-Drive Racing die Marke auf 3:25,352. In der GTE-Pro stellte Aston Martin den #97-Boliden auf Startplatz eins - mit neuem Pole-Rekord von 3:50,837. In der GTE-Am kam die Corvette des Larbre Competition Teams auf einen neuen Bestwert von 3:52,843 Minuten.

24h Le Mans 2017 - Die Top-3 aller Klassen nach dem 3. Qualifying:

Kl. P Fahrer Team Zeit Gap
LMP1 1. Sarrazin / Conway / Kobayashi Toyota #7 3:14.791
2. Buemi / Davidson / Nakajima Toyota #8 3:17.128 2.337
3. Jani / Lotterer / Tandy Porsche #1 3:17.259 2.468
LMP2 1. Rusinov / Thiriet / Lynn G-Drive-Oreca #26 3:25.352
2. Gonzalez / Trummer / Petrov Manor-Oreca #25 3:25.549 0.197
3. Tung / Laurent / Jarvis DC-Oreca #38 3:25.911 0.559
GTE-Pro 1. Turner / Adam / Serra Aston Martin #97 3:50.837
2. Calado / Pier Guidi / Rugolo Ferrari #51 3:51.028 0.191
3. Thiim / Sörensen / Stanaway Aston Martin #95 3:51.038 0.201
GTE-Am 1. Rees / Brandela / Philippon Larbre-Corvette #50 3:52.843
2. Dalla Lana / Lamy / Lauda Aston Martin #98 3:53.233 0.390
3. MacNeil / Sweedler / Bell Scuderia-Corsa-Ferrari #62 3:53.312 0.469

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