Pünktlich zum zweiten Lauf der WTCC öffneten sich über der südfranzösischen Stadt Pau die Schleusen - ganz zur Freude des Safety-Car-Fahrers, der so zu einem weiteren Einsatz an diesem arbeitsreichen Wochenende kam. Der Sieg in dem unter Gelb gestarteten Rennen ging an Andy Priaulx, der damit den Triumph von BMW am vierten Rennwochenende der Saison 2008 perfekt machte.

Wie sein Markenkollege Augusto Farfus in Lauf eins führte Priaulx die komplette Renndistanz an und überquerte nach 21 Runde die Ziellinie mit einem knappen Vorsprung auf Nicola Larini als Sieger. Der Italiener fuhr das ganze Rennen hinter dem BMW, fand aber keinen Weg an Priaulx vorbei.

Im Gegensatz zum ersten Lauf entschied sich die Rennleitung sofort für einen Start hinter dem Safety-Car. Das Fahrerfeld begrüßte diese Entscheidung und verhielt sich äußerst zivilisiert - alle kamen heile über die Runden, abgesehen von einigen Drehernn diverser Piloten und einem Ausrutscher von Alain Menu. Der Chevrolet-Pilot vergab mögliche Punkte mit einem Ausrutscher in der zwölften Runde und musste den achten Saisonlauf mit einer gebrochenen Aufhängung in der Boxengasse beenden.

Für eine kleine Überraschung sorgte James Thompson: der erfahrene Brite konnte in seinem vierten Saisonrennen die ersten Punkte mit seinem Honda Accord holen. Auf der regennassen Bahn fuhr Thompson in etwa die selben Rundenzeiten wie die Spitze und wurde im Ziel mit dem achten Platz und einem Punkt belohnt.

Zufriedene Gesichter sollte es auch bei Seat gegeben haben. Auch wenn man an diesem Wochenende wieder kein Rennen gewinnen konnte, baute man den Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Dort liegt Gabriele Tarquini nach seinem vierten Platz weiterhin vor seinem Teamkollegen Yvan Muller und Rickard Rydell in Führung.