Auch das zweite Saisonrennen der WTCC bei der Auftakveranstaltung in Curitiba konnte Seat für sich entscheiden. Gabriele Tarquini setzte sich gegen die plötzlich schneller geworden BMW-Piloten durch und machte sich so ein perfektes Geburtstagsgeschenk. Yvan Muller musste sich nach seinem Erfolg im ersten Rennen mit Platz fünf hinter drei BMW-Fahrern zufrieden geben.
Wie gewonnen, so geronnen - Tom Coronel musste seine Hoffnungen auf einen Podestplatz schon nach wenigen Metern aufgeben: obwohl er von der Pole-Position die beste Ausgangsposition hatte, fiel er bis zur ersten Kurve schon auf den vierten Rang zurück. Den besten Start erwischten die heckgetriebenen BMW...Felix Porteiro konnte zunächst die Führung übernehmen. Lange konnte er sich dort jedoch nicht halten, denn schon nach wenigen Kurven konnte Gabriele Tarquini im Seat Leon den Führenden überholen.
Auch Augusto Farfus und Jörg Müller mussten schmerzlich erfahren, dass die spanischen Diesel deutlich besser aus den engen Kurven herausbeschleunigen können. Yvan Muller und Rickard Rydell hatten keine große Mühe, die beiden BMW-Piloten zu schnappen. Müller und Farfus hatten wiederum keine Probleme mit Tom Coronel - der Holländer wurde zwei Mal außenherum überrumpelt.
Heimlich still und leise konnte sich Andy Priaulx im Vorderfeld festsetzen. Im ersten Rennen von Platz zwölf gestartet, fand sich der Brite im zweiten Lauf auf dem dritten Rang wieder und hatte keine Mühe, das Tempo seiner beiden Vordermänner zu gehen. In Runde neun quetschte sich Priaulx an seinem spanischen Teamkollegen vorbei auf den zweiten Rang.
Je länger das Rennen andauerte, desto mehr Probleme bekamen die Seats mit ihren Reifen. Als Erster musste Rydell dem hohen Reifenverschleiß Tribut zollen und Müller sowie Farfus wieder ziehen lassen. Das nächste Opfer der immer schneller werdenden BMWs war Yvan Muller - auch er wurde im neunten Umlauf überholt und musste Rang vier an Jörg Müller abtreten.
Trotz den deutlich langsameren Zeiten konnte sich ein Fahrer gegen die blau-weiße Armada behaupten: Gabriele Tarquini rettete seinen ersten Platz 14 Runden lang bis ins Ziel und machte sich damit das perfekte Geschenk zum 46. Geburtstag. Hinter Priaulx, Porteiro und Müller folgte mit Yvan Muller der Sieger des ersten Rennens. Lokalmatador Augusto Farfus musste sich nach dem Podestplatz in Lauf eins mit Position sechs zufrieden geben. Die drei Punkte für die Ränge sieben und acht gingen an Rydell und Jordi Gene.

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