WTCC - Start-Ziel-Sieg für Muller

Michelisz knapp am Heimsieg vorbei

Yvan Muller nutzte die Pole Position und seine frischen Reifen zum Sieg im ersten Rennen auf dem Hungaroring vor Norbert Michelisz und Gabriele Tarquini.
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Motorsport-Magazin.com - Der dreifache Weltmeister hat wieder zugeschlagen: Yvan Muller verwehrte Norbert Michelisz trotz der Anfeuerungen der vielen Fans die Wiederholung des Heimsiegs. Gabriele Tarquini sicherte sich den dritten Platz vor einer Kampfgruppe, in der Weltmeister Rob Huff die BMW-Piloten Mehdi Bennani und Tom Coronel hinter ließ. Letzterer steht allerdings noch unter Beobachtung, da er in der Startphase Tiago Monteiro aufs Korn nahm. Für Muller ist es der dritte Saisonsieg.

Den Start konnte er nur dank des überlegenen Chevrolet-Motors für sich entscheiden. Michelisz war eher auf dem Gas, doch bis zur ersten Kurve hatte der dreifache Weltmeister gleichgezogen und setzte sich auf der Innenbahn durch. Den besten Start erwischte Rob Huff, der von der achten direkt auf die vierte Position hinter Tarquini ging. In der zweiten Kurve gab es eine Kollision: Tiago Monteiro wurde von Tom Coronel getroffen und fiel weit zurück, dahinter kollidierten unabhängig davon mehrere Fahrzeuge, was vor allem Pepe Oriola und Fredy Barthzum Verhängnis wurde. Kurze Zeit später war das Rennen für Monteiro wegen eines Reifenschadens vorbei. Auch James Thompson musste seinen Lada Granta abstellen.

Norbert Michelisz begeisterte die Fans auch mit Platz zwei - Foto: WTCC

An der Spitze nutzte Muller seine frischen Reifen, um sich von Michelisz abzusetzen, der auch seinerseits von Tarquini weg kam. Auf dem Vormarsch befand sich Übeltäter Coronel, der zunächst Mehdi Bennani und dann Tom Chilton niederrang und so auf die fünfte Position ging. Bennani nutzte das Coronel-Manöver, um seinerseits Chilton den sechsten Rang anzunehmen. Die beiden BMW-Piloten schlossen schnell zu Tarquini und Huff auf, womit ein Kampf um die dritte Position entbrannte. Der amtierende Weltmeister erwies sich aber als harter Gegner; der Kampf erlaubte es Tarquini, sich abzusetzen.

In einer Verzweiflungsattacke versuchte es Coronel auf der Außenbahn, doch Huff drückte ihn raus, wodurch Bennani die BMW-interne Führung übernahm und sich nun am Seat-Piloten versuchte. An der Spitze robbte sich Norbert Michelisz noch einmal an Yvan Muller heran, doch für einen Angriff reichte es nicht mehr. Muller siegte vor Michelisz und Tarquini. Huff konnte Bennani hinter sich halten, der noch einmal von Coronel angegriffen wurde, den Platz aber verteidigen konnte. Hinter dem Niederländer wurde Chilton Siebter; die Top-10 komplettierten Alex MacDowall, James Nash und Michel Nykjaer.


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