WEC - Racing Engineering erwägt LMP2-Engagement

Kommt Christophe Bouchut?

Der aus der GP2 bekannte Rennstall Racing Engineering will in die Langstrecken-WM einsteigen. Das soll möglichst schon 2014 erfolgen, spätestens aber 2015.
von

Motorsport-Magazin.com - Racing Engineering reiht sich die lange Liste der LMP2-Interessenten für die kommende Saison der Langstrecken-Weltmeisterschaft ein. Derzeit ist der Rennstall in der GP2 aktiv und setzt dort die Boliden für Fabio Leimer und Julian Leal ein. Unbekannt ist Teamchef Alfonso de Orleans-Borbon im Langstreckensport aber nicht: Schon 1994 war er in Le Mans auf einem Ferrari 348LM unterwegs, später folgten Einsätze mit Porsche-Fahrzeugen bis 2000. Nun soll in neuer Rolle der Sprung zu den Prototypen erfolgen. Allerdings könnte sich der Einstieg bis 2015 verzögern, falls es kommende Saison keine vielversprechende Motor-Chassis-Kombination über 2014 hinaus geben sollte.

"Wir arbeiten an einem Engagement für 2014, aber noch ist nichts endgültig", sagte de Orleans-Borbon gegenüber Endurance Info. "Wenn uns die Fahrzeuge, die kommendes Jahr auf dem Markt sind, nicht überzeugen, werden wir 2015 kommen. Ich bin jemand, der die Dinge richtig angeht, und habe kein Interesse an halben Sachen." Eine klare Ansage also vor dem Hintergrund der sich ändernden Regeln im LMP2-Bereich. Die offenen Fahrzeuge werden 2015 verschwinden und durch geschlossene ersetzt.

In jedem Fall geschlossenes Fahrzeug

Ich bin jemand, der die Dinge richtig angeht, und habe kein Interesse an halben Sachen.
Alfonso de Orleans-Borbon

Aus diesem Grund wird Racing Engineering auch nicht auf das derzeit übliche LMP2-Material setzen, wie der Spanier verrät: "Es laufen Gespräche mit verschiedenen Herstellern. Der Oreca 03 und Morgan LMP2 und auch andere [Zytek, HPD] sind fantastische Fahzeuge. Aber wir wollen in einem geschlossenen Fahrzeug antreten." Geschlossene LMP2 haben bislang nur Adess und Dome vorgestellt; der Lotus T128 ist derzeit nicht käuflich zu erwerben.

Langstreckensport sei schon immer eine Leidenschaft gewesen, vor allem wegen der strategischen Möglichkeiten in einem Rennen und der raschen Weiterentwicklung der Autos, so de Orleans-Borbon weiter. "Außerhalb der Formel 1 gibt es im Motorsport nichts auf einem solchen Niveau wie bei den Prototypen."

Es ist kein Geheimnis, dass der 45-Jährige mit Christophe Bouchut befreundet ist. Ob ein gemeinsames Engagement möglich ist? "Ich hoffe es! Wir müssen sehen, ob er für uns fahren will. Christophe ist sicher einer der besten Endurance-Piloten und ein großartiger Fahrzeug-Entwickler. Wir sind beide echte Perfektionisten und hegen den Wunsch, zu gewinnen." Allerdings müsse er auch pragmatisch sein, mahnte er an. Derzeit fährt Bouchut für Lotus.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x