Vergleicht man die Einzelresultate, dann stand Rookie Joan Lascorz in seinem ersten Jahr in der Superbike-Weltmeisterschaft klar im Schatten seines Kawasaki-Werksteamkollegen Tom Sykes aus Großbritannien. Dem Spanier gelang kein Podest und er schaffte es auch nur zwei Mal in den finalen Durchgang der Superpole. Trotzdem sammelte er 161 Punkte und erntete damit den elften Gesamtrang - als bester Kawasaki-Pilot 2011.

Nach vier Jahren in der Supersport-Weltmeisterschaft war es für Joan Lascorz in diesem Jahr an der Zeit, in die Superbike-Klasse aufzusteigen. Als er 2007 auf Honda in die kleinere WM einstieg, konnte er schon im Debütjahr ein Podium feiern. Von 2008 bis 2010 klassierte er sich dann beständig unter den Top Fünf der WSS, die letzten zwei Jahre auf Kawasaki. Trotzdem sprang in den drei Jahen immer nur jeweils ein Sieg heraus, insgesamt gab es in seiner Karriere 19 Podeste.

Bei den Einzelerfolgen, die das Werk mehr überzeugen als Konstanz, muss Lascorz noch zulegen, Foto: Kawasaki
Bei den Einzelerfolgen, die das Werk mehr überzeugen als Konstanz, muss Lascorz noch zulegen, Foto: Kawasaki

2011 aber war eine andere Hausnummer. Lascorz musste sich an die Superbikes gewöhnen und dazu noch die neue Ninja ZX-10R mitentwickeln. Seinem japanischen Arbeitgeber dankte er es mit 17 Top Ten Platzierungen und zwei fünften Plätzen als besten Einzelresultaten - in Donington und Portimao. Gesamtrang elf und die Ehre der besten Kawasaki 2011 kam ihm ebenso zuteil.

Blickt man auf die Konstanz des 26-Jährigen kann man ebenso zufrieden sein. Nur vier Mal schaffte er es nicht in die Punkte, war ansonsten immer in den Top 15 zu finden. Kawasaki schenkt ihm auch weiterhin das Vertrauen und beschäftigt ihn im kommenden Jahr weiter.

Dann wollen die Japaner noch größer Angreifen und den Einsatz in der Superbike WM weiter in die Richtung eines echten Werksteams treiben. Es soll mehr getestet und mehr entwickelt werden, die administrative Europa-Basis wird das Provec Motocard-Team übernehmen. Und so schließt sich der Kreis wieder, denn für diese Truppe fuhr Lascorz bereits zwei Jahre erfolgreich in der Supersport WM.