Carrera Cup - ZaWotec: Holpriger Start mit Happy End

Wir haben es schon im Qualifying versemmelt

War es am Samstag, dem ersten Renntag, noch zeitweise bewölkt, so kam am zweiten Tag die Sonne raus - am Himmel genauso wie auf der Strecke.

Motorsport-Magazin.com - 12 Nationen, 16 Teams, 37 Rennfahrer und eine Strecke - der Hockenheimring im nordwestlichen Baden-Württemberg. 14 Runden hieß es am ersten Renntag vom Start über Nordkurve, Parabolika, Spitzkehre, Mercedes-Arena, Mobilkurve, Sachskurve und Südkurve bis ins Ziel zu drehen. Routinier Marko Klein vom rot-weiß-roten Team ZaWotec Racing aus Fürstenfeld ging nach dem Qualifying mit Startplatz 18 ins Rennen und lieferte über die gesamte Distanz von 64,036 Kilometern eine konstante Leistung, die ihn schlussendlich auf Rang 15 in der Goldenen Mitte des Fahrerfeldes ins Ziel kommen ließ.

Der Steirer hätte sich zwar schon beim Auftaktrennen in die neue Saison einen Platz unter den Top Ten gewünscht, war aber am Samstag mit dem gerade noch geretteten einen Meisterschaftspunkt zufrieden.

Mein Start war nicht so prickelnd, er war okay, ich konnte aber nach der ersten Kurve meine Position behaupten.
Lukas Schreier

Ganz und gar nicht happy war hingegen Team ZaWotec Racings Neuzugang Lukas Schreier, der sich aufgrund seiner guten Trainingsleistungen viel erhofft hatte: "Mein Start war nicht so prickelnd, er war okay, ich konnte aber nach der ersten Kurve meine Position behaupten. Die erste Runde war dann ganz gut, da habe ich ein, zwei Fahrer überholt, aber in der Mercedes-Arena wurde ich ein bisschen davon überrascht, wie früh die Fahrer vor mir gebremst haben. Ich konnte noch nach innen ausweichen, war allerdings dann zu schnell und hab ganz leicht noch Antti Buri getroffen. Mein rechter Kühler hatte allerdings danach ein Loch und somit war das Rennen direkt in der ersten Runde leider vorbei." So hat sich der Jüngste im Feld (18 Jahre) sein Debüt im Porsche Carrera Cup Deutschland nicht vorgestellt.

Tag 2 - Die Sonne geht auf...

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat das gesamte Team reichlich neue Energie und Motivation getankt und es wurde an den Autos repariert und geschraubt, was das Zeug hält. Bei Sonnenschein dann um 10 Uhr der Start ins zweite Rennen des Porsche Carrera Cup Deutschland 2014. 18 Runden (82,332 Kilometer) durften heute am Hockenheimring gedreht werden. Marko Klein zeigte einmal mehr seine Konstanz und konnte sich bis zur 15. Runde als 14. Auto behaupten. In der vorletzten Runde fiel er aber noch auf die 16 zurück und sorgte bei seinen Fans und seinem Team nochmal ordentlich für Aufregung.

Ich hoffe, dass ich mich in Oschersleben schon im Qualifying in den Top Ten oder am Rande der Top Ten platzieren kann.
Marko Klein

In einem spektakulären Finale hievte sich Marko im schwarz-roten ZaWotec-Boliden wieder in die Punkteränge, wollte aber in Hockenheim mehr erreichen: "Die Rennen waren eigentlich okay, aber wir haben es schon im Qualifying versemmelt. Daran müssen wir arbeiten, damit wir unser ausgesprochenes Ziel, in den Top Ten zu fahren, auch in den nächsten Rennen umsetzen können. Ich hoffe, dass ich mich in Oschersleben schon im Qualifying in den Top Ten oder am Rande der Top Ten platzieren kann. Wenn du nämlich als Zehnter startest und keinen groben Fehler machst, kommst du auf jeden Fall als 8. oder 9. ins Ziel und so soll's in zwei Wochen sein."

Auch Lukas Schreiers schwarz-grüner Porsche 911 GT3 Cup durfte heute das Ziel sehen - ein starker 17. Rang im erst zweiten Rennen des 18-Jährigen lässt auf weitere Top-Ergebnisse in der diesjährigen Rennsaison hoffen. "Nach dem schlechten Rennen gestern war ich schon sehr aufgeregt heute. Mit dem 17. Rang sollte ich zwar zufrieden sein, bin ich aber nicht ganz, weil ich mich zwei Runden vor Schluss verbremst habe, ins Kies bin und einige Plätze verloren habe. Wäre das nicht passiert, wär ich vielleicht als 13. oder 14. ins Ziel gekommen und hätte somit Punkte gemacht."

Der Schlüssel zum Erfolg für die nächsten Rennen ist einfach das Qualifying, um hier beim Start aus der Crash-Zone rauszukommen und die erste Runde in guter Position zu überstehen.
Mario Wolf

Auch wenn die beiden ZaWotec-Piloten den Hockenheimring mit gemischten Gefühlen verlassen, Teammanager Mario Wolf glaubt an die beiden: "Grundsätzlich haben Marko und Lukas unsere Erwartungen erfüllt, aber Luft nach oben ist definitiv noch da. Die beiden haben viel mehr drauf, als sie hier am Hockenheimring gezeigt haben. Lukas hat aber heute gigantisch aufgeholt im Rennen und wäre fast in die Punkte gefahren, Marko hat es geschafft. Der Schlüssel zum Erfolg für die nächsten Rennen ist aber einfach das Qualifying, um hier beim Start aus der Crash-Zone rauszukommen und die erste Runde in guter Position zu überstehen."

Mit zwei Meisterschaftspunkten in der Tasche freut sich das Team ZaWotec Racing auf jeden Fall jetzt schon aufs nächste Rennwochenende in zwei Wochen in der Motorsport Arena Oschersleben...


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