Der TT-Circuit in Assen ist als flüssige Motorradrennstrecke bekannt und stellt mit seinem anspruchsvollen Streckenverlauf die Fahrer auf die Probe. Die Rennstrecke ist sehr modern und wurde erst im Jahre 2006 überarbeitet. Unter anderem wird dort der niederländische Lauf der Motorrad-Weltmeisterschaft ausgetragen.
Das Pfister-Racing-Team bewältigte die lange Anreise aus Franken in die Niederlande und brachte zwei top vorbereitete Chevrolet Cruze Cup Rennwagen an den Start. Nach dem bisher erfolgreichen Saisonverlauf gingen alle Teammitglieder mit großer Motivation ans Werk, und auch an der Zuverlässigkeit der Rennwagen wurde nochmals hart gearbeitet. Für das Pfister-Racing-Team rund um Rennfahrer und Instruktor Andreas Pfister griffen ins Lenkrad: In der Startnummer 10 im blau-weißen Cruze das Pfister-Racing-Youngster-Team mit Marc Coleselli aus Salzburg (Österreich) und Tobias Amann aus Schönenberg (Deutschland) sowie im rot-weißen Cruze mit der Startnummer 30 Antonio Citera aus St. Gallen (Schweiz) und Christian Neiß aus Krems (Österreich).
Im Freien Training, welches am Freitagmorgen durchgeführt wurde, war es für alle Fahrer sehr wichtig, so viele Kilometer wie möglich auf der Rennstrecke zu sammeln. Denn außer dem Österreicher Marc Coleselli war die Strecke für die anderen Fahrer des Pfister-Racing-Teams absolutes Neuland, nie zuvor hatten sie den TT-Circuit unter die Räder genommen.
Schwierige Bedingungen im 15-Minütigen Zeittraining
Im Zeittraining zur Ermittlung der Startaufstellung gingen dann die jeweils schnellsten Fahrer aus der freien Trainingssitzung auf die Strecke. In der Startnummer 10 war es Marc Coleselli, der mit großem Einsatz schnelle Rundenzeiten fuhr. Im rot-weißen Chevy konnte sich Antonio Citera immer besser an die Strecke gewöhnen und sich stetig steigern. Aufgrund der niedrigen Haftung des Asphalts auf dem TT-Circuit war es jedoch für beide Fahrer nicht einfach, die ideale Rundenzeit zu erzielen, bereits die kleinsten Fehler machten sich mit stehenden Rädern an der Vorderachse bemerkbar. Im Endeffekt waren die Plätze 6 und 8 kein sonderlich großes Erfolgserlebnis, aber dennoch eine gute Ausgangsposition für das vierstündige Langstreckenrennen.
Aufholjagd, Lackaustausch und ein turbulenter Rennverlauf...
Dass die Rennstrecke in Assen immer für spannende Rennen gut ist, war in der Szene bekannt, aber dieses Rennen war an Action und Spannung kaum zu überbieten. Nach Erlöschen der Startampeln konnte sich zu Rennbeginn Marc Coleselli im blau-weißen Chevy sofort nach vorne schieben und lieferte sich einen rundenlangen, sehenswerten Vierkampf um Platz 3 mit einigen tollen Überholmanövern. Besonders im Kampf mit dem Team von Buchbinder-rent-a-Car mit Freddie Hunt (Sohn des ehemaligen Formel1-Weltmeisters James Hunt) am Steuer lieferte sich Coleselli tolle Manöver mit einigem Lackaustausch am Rennwagen. Auch der Schweizer Antonio Citera mit der Startnummer 30 konnte die Anfangsphase gut nutzen um sich in Szene zu setzen und den Anschluss an die Top-6 zu halten.
Nachdem sich der junge Österreicher durchsetzen konnte, und den Cruze mit der Startnummer 10 auf Rang 3 fuhr, entschloss sich das Pfister-Racing-Team den ersten Pflicht-Boxenstopp etwas nach vorne zu verlegen, denn aufgrund einiger Berührungen mit den anderen Rennwagen mussten die Mechaniker das Auto checken und mit Race-Tape instand setzen. Nach dem Stopp übernahm dann Tobias Amann aus Schönenberg das Cockpit.
Etwas länger bis zum ersten Pflicht-Stopp musste sich Antonio Citera gedulden, auf Platz 6 liegend gab er nach mehr als einer Stunde im Cockpit den Fahrersitz ab an seinen Teamkollegen Christian Neiß. In Assen war auch die Fitness der Fahrer besonders gefragt, denn durch die hohe Außentemperatur wurde es im Rennwagen sehr warm - jeder kann sich vorstellen was es heißt, mehr als eine Stunde lang bei ca. 50 Grad im Rennwagen Höchstleistung zu bringen.
Bisher lag das Pfister-Racing-Youngster-Team damit ganz klar auf Podiums-Kurs. Doch zwei unplanmäßige Zwischenfälle warfen das Duo Coleselli-Amann zurück: Einerseits eine 30-sekündige Zeitstrafe wegen Verlassen der Strecke und andererseits eine unverschuldete Kollision zwischen dem Team von Buchbinder-Rent-a-Car und Tobias Amann in der Startnummer 10, was ungefähr weitere 25 Sekunden Zeit kostete.
"In Assen haben wir unser Ziel einer Podiums-Platzierung verfehlt, nun gilt es dies in den letzten 3 Rennen mit vollem Einsatz wieder wettzumachen. Im Großen und Ganzen können wir mit den Platzierungen 5 und 7 aber dennoch zufrieden sein, denn durch die vielen Zwischenfälle war es uns ein großes Anliegen, wieder wichtige Punkte für die Meisterschaft zu sammeln - hier ist alles sehr eng!", so Instruktor Andreas Pfister.

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