Romain Grosjean war der Hauptdarsteller im Sonntagsrennen der GP2 Serie im spanischen Barcelona. Den Sieg schnappte sich jedoch Kamui Kobayashi, der in diesem Jahr im zweiten Rennen nicht zum ersten Mal die Statistenrolle ablegte. Schon in der GP2 Asia konnte der Japaner zwei Rennen gewinnen - beide Male am Sonntag.
Die rennentscheidene Szene ereignete sich kurz vor dem Ziel. Nach der Safety-Car-Phase attackierte Kobayashi den führenden Franzosen, musste aber zurückstecken als sich dieser heftig wehrte. "Ich habe im Spiegel kaum etwas erkennen können und wusste nicht wo genau das andere Auto ist", versuchte sich Grosjean gegenüber motorsport-magazin.com zu verteidigen. Die Rennleitung sah das anders: der Dominator des Rennens bekam eine Strafe und fiel aus den Top-Ten zurück. So blieb ihm nicht mal der Zähler für die schnellste Rennrunde - auch den erbte Kobayashi. "Die Rennleitung hat entschieden. Wir müssen es so nehmen, wie es kommt."

"Ich war im Windschatten und bin nach links gezogen, aber dann kam er auch rüber", fasste der spätere Sieger Kobayashi das Geschehen zusammen. "Ich hatte perfekten Windschatten - normalerweise kann man dann leicht überholen. Ich konnte es aber nicht und weiß auch warum." Etliche Umläufe zuvor konnte Grosjean seinen Kontrahenten aus dem DAMS-Team problemlos hinter sich lassen. Auch Kobayashi ist nun der Überzeugung, dass Grosjean aufgrund seiner Verbindungen zum Motorenhersteller Renault bevorteilt werden könnte.
Zu diesem Vorfall wäre es aber nie gekommen, wenn sich Romain Grosjean in der Gelbphase keinen Fehler geleistet hätte. "Meine Reifen und Bremsen waren noch sehr kalt, weil das Safety-Car unheimlich langsam gefahren ist. Ich hatte einfach keine Bremswirkung und habe die Schikane verpasst", erklärte der ART-Pilot. Trotzdem konnte Grosjean noch ein positives Fazit ziehen: "Das Auto lief viel besser als am Anfang des Wochenendes. Wir haben gezeigt, dass wir siegen können!"
Kobayashi war zwar viel zufriedener mit dem Ausgang des Rennens, weiß aber auch, dass noch viel Arbeit vor ihm und dem Team liegt. "Das Wochenende ist doch noch ganz toll geworden. Leider haben wir noch ein paar Probleme mit der Bremse, die ist viel zu hart. Bis zum Rennen in der Türkei werden wir hart arbeiten und dann sehen was dort passiert", so der Japaner.

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