An das Wunder, dass zwischen den beiden ersten Tests der GP2 die Kinderkrankheiten des neuen Autos beseitigte, die die Teams und Fahrer schon in Le Castellet ärgerten, glaubten wohl sowieso nur die Verantwortlichen der Serie - und die Befürchtungen bewahrheiteten sich. Vor allem die Probleme mit der Lenkung - starke Vibrationen und extreme Schwierigkeiten beim Einlenken - plagen die Piloten weiterhin, die Anzahl derer, die wegen dieses oder anderer Probleme immer nur wenige Runden fahren kann, ist groß. Auch die Spitzenteams erwischt es, die im Moment, wie auch schon Sebastien Buemi feststellte, wieder "ART, iSport und Piquet" sein dürften, "die ein kleines Stückchen vorne dran sind": Am Vormittag war es vor allem Romain Grosjean (ART), der nichts als Frust erlebte und fast nur herumstand, genauso wie Karun Chandhok (iSport).
Am Nachmittag erwischte es dann iSport-Titelkandidat Bruno Senna, der kaum zum Fahren kam: "Kaum hatte ich drei oder vier Runden hinter mir und die Reifen warm, ist die Kupplung immer mehr gerutscht. Es war nichts zu machen - sie war hin und ich konnte den Rest des Tages überhaupt nicht mehr fahren. Das ist natürlich frustrierend, wenn man wegen solcher Dinge mit dem Programm nicht weiterkommt - ausgerechnet hier in Barcelona, auf der Strecke, auf der man halt doch viel mehr machen kann als in Le Castellet."

Wenigstens mit dem Vormittag war der Brasilianer einigermaßen zufrieden: "Obwohl es auch da nicht ohne Ärger abging, wir mussten zwischendurch die Lenkung wechseln, die Vibrationen im Lenkrad waren noch wesentlich schlimmer als zuletzt in Ricard... Aber in den Runden, die ich gefahren bin, sind wir doch mit der Autoabstimmung einiges weitergekommen, haben auch gute Informationen sammeln können. Gut - für morgen haben wir jetzt drei Sätze Reifen. Ich hoffe nur, dass das Auto diesen drei Sätze dann auch gewachsen ist. Dann könnten wir noch ein bisschen von der verlorenen Zeit aufholen."
Schnellster war am Vormittag Pastor Maldonado (Piquet) ganz knapp vor Senna, am Nachmittag stellte dann auf offensichtlich deutlich schneller werdender Strecke Toyota-Testfahrer Kamui Kobayashi, mit einiger Barcelona-Testerfahrung aus der Formel 1 im Rücken im DAMS mit 1:26,806 eine starke Tagesbestzeit auf - zwei Zehntel schneller als Andi Zubers schnellste Barcelona-Zeit 2007.
Einen Testtag, an dem einmal zumindest alle Top-Fahrer und Team in einer Session wirklich ohne größere Probleme über die Runden kamen, hat es allerdings bis heute nicht gegeben. Mit den neuen Autos steigen für die Teams in dieser Saison auch noch einmal die Kosten - aber die gelieferte Qualität hält offenbar zumindest bis jetzt nicht unbedingt in gleichem Maße Schritt...
Die Vormittagszeiten:
1. Pastor Maldonado Piquet Sports 1:27.868 17
2. Bruno Senna iSport International 1:27.940 21
3. Luca Filippi ART Grand Prix 1:28.086 13
4. Kamui Kobayashi Dams 1:28.092 10
5. Vitaly Petrov Barwa International Campos Team 1:28.127 12
6. Javier Villa Racing Engineering 1:28.195 19
7. Giorgio Pantano Racing Engineering 1:28.263 17
8. Davide Valsecchi Durango 1:28.403 20
9. Alvaro Parente Super Nova Racing 1:28.534 23
10. Mike Conway Trident Racing 1:28.589 18
11. Andy Soucek Fisichella Motor Sport International 1:28.602 14
12. Adrian Valles Fisichella Motor Sport International 1:28.605 6
13. Andreas Zuber Piquet Sports 1:28.609 15
14. Sébastien Buemi Trust Team Arden 1:28.621 21
15. Yelmer Buurman Trust Team Arden 1:28.660 23
16. Ben Hanley Barwa International Campos Team 1:28.703 23
17. Jérôme d'Ambrosio Dams 1:28.710 14
18. Ho-Pin Tung Trident Racing 1:28.749 18
19. Alberto Valerio Durango 1:29.308 25
20 Christian Bakkerud Super Nova Racing 1:29.362 17
21. Paolo Nocera BCN Competicion 1:29.560 13
22. Diego Nunes DPR 1:30.279 24
23. Michael Herck DPR 1:30.538 28
24. Milos Pavlovic BCN Competicion 1:31.759 5
25 Romain Grosjean ART Grand Prix 1:38.259 9
26 Karun Chandhok iSport International -- --
Die Nachmittagszeiten
1. Kamui Kobayashi Dams 1:26.806 36
2. Yelmer Buurman Trust Team Arden 1:27.344 34
3. Javier Villa Racing Engineering 1:27.522 26
4. Davide Valsecchi Durango 1:27.564 18
5. Romain Grosjean ART Grand Prix 1:27.597 35
6. Vitaly Petrov Campos 1:27.605 12
7. Pastor Maldonado Piquet Sports 1:28.071 13
8. Jerome D'Ambrosio Dams 1:28.306 35
9. Ho-Pin Tung Trident Racing 1:28.321 26
10. Giorgio Pantano Racing Engineering 1:28.336 27
11. Andreas Zuber Piquet Sports 1:28.381 21
12. Adrian Valles Fisichella Motor Sport 1:28.396 15
13. Karun Chandhok iSport International 1:28.418 15
14. Sebastien Buemi Trust Team Arden 1:28.481 21
15. Ben Hanley Campos 1:28.549 18
16. Alberto Valerio Durango 1:28.555 25
17. Paolo Nocera BCN Competicion 1:28.666 25
18. Luca Filippi ART Grand Prix 1:28.697 19
19. Andy Soucek Fisichella Motor Sport 1:28.822 18
20. Mike Conway Trident Racing 1:28.880 17
21. Alvaro Parente Super Nova Racing 1:28.887 22
22. Milos Pavlovic BCN Competicion 1:29.304 22
23. Bruno Senna iSport International 1:29.338 6
24. Christian Bakkerud Super Nova Racing 1:29.342 25
25. Michael Herck DPR 1:30.884 27
26. Diego Nunes DPR - -

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