Große Ratlosigkeit bei iSport International. Schon kurz nach dem Erlöschen der roten Ampeln war das Rennen für beide Fahrer des britischen Teams gelaufen. Andreas Zuber und Timo Glock würgten ihren Motor am Start ab oder besser gesagt: Der Motor ging von alleine aus. Das gleiche passierte auch Bruno Senna und Kazuki Nakajima. Erklären kann man sich die Probleme bisher nicht. "Wir wissen nicht, was los war", erklärte Teamchef Paul Jackson. "Wir müssen uns nun erstmal die Daten ansehen. Es scheint keinen richtigen Grund zu geben, denn Timo wollte so starten, wie er es immer tut."

Durch die beinahe Nullrunde - es sprang nur der Punkt für die schnellste Rennrunde heraus - hat Timo Glock nur noch sechs Zähler Vorsprung auf seinen Kontrahenten. Schon am Sonntag könnte Lucas di Grassi mit einem Sieg gleichziehen. Auch Glock ist ratlos, was den heutigen Start betrifft. "Es ist, als wenn jemand einfach einen Laptop angeschlossen und die Kupplung anders eingestellt hätte", sagte Glock. "Es war vom einen auf den anderen Moment anders, als wir es eingestellt haben." So langsam hat der Odenwälder keine Lust mehr auf technische Defekte, die wie aus dem Nichts kommen. In den letzten drei Rennen wird das Glück über den Titel entscheiden - wer bekommt keinen Defekt? Eigentlich könnte man auch eine Münze werfen. "Wenn die Serie sich nicht lächerlich machen will, sollten sie sich mal was überlegen."
Nicht weniger fragend saß Andreas Zuber nach dem Rennen im Teamzelt. Zu allem Überfluss musste er nach dem verpatzten Start noch eine Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse. Danach war nicht mehr möglich, als um die schnellste Rennrunde zu fahren. "Leider hatte ich in den letzten Runden gelbe Flaggen, ansonsten hätte es für die schnellste Runde reichen können", meinte der Österreicher. "Immerhin hat Timo sie geholt. Das ist gut für die Teamwertung." Im Gegensatz zum Rennen in Monza half dem iSport-Duo in Belgien nichts. "Noch nicht einmal eine Safety-Car-Phase", seufzte Zuber.

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