Mit einem beinahe riesigen Vorsprung von 0,333 Sekunden konnte Giorgio Pantano das Qualifying in Monza für sich entscheiden. Damit bestätigte der Italiener die gute Form aus dem Training und scheint auf dem besten Wege die Siege aus dem Vorjahr wiederholen zu können. "Dieses Jahr ist es sogar noch einfacher, weil ich auf der Pole stehe", sagte Pantano. Zunächst wolle er jedoch nur die erste Kurve heile überstehen, so der Campos-Pilot weiter. Mit Lucas di Grassi hat Pantano einen starken Gegner im Rücken und das ausgerechnet auf einer Strecke, die zum Überholen einlädt.

"Wir fahren mit sehr wenig Downforce. Also verliert man auch weniger Anpressdruck, wenn man direkt hinter einem anderen Auto fährt. Außerdem muss man zweimal hart bremsen, es gibt demnach gute Möglichkeiten im Vergleich zu anderen Strecken", erklärte der Pole-Setter. "Ein Sieg wäre klasse. Vor heimischer Kulisse ist es immer etwas Besonderes." Unterstützung könnte der Lokalmatador von seinem Teamkollegen Vitaly Petrov erhalten. Der Russe fuhr die gleiche Zeit wie Lucas di Grassi und darf so von Rang drei aus ins Rennen gehen.

Di Grassi konnte mit seinem zweiten Platz ebenso zufrieden sein wie die Piloten aus dem Team Campos Grand Prix. "Für die Meisterschaft sieht es nicht schlecht aus, denn Timo steht einige Plätze weiter hinten. Aber das Rennen ist lang und es kann viel passieren", so der Zweitplatzierte in der Gesamtwertung. Auch er hing in der Schlussphase immer wieder im Verkehr fest und konnte seine Rundenzeit aus dem ersten Anlauf nicht verbessern. Doch der ART-Fahrer hatte Glück: Seine Zeit hielt den Angriffen der Konkurrenz stand. Während sich Pantano einen großen Vorsprung herausfahren konnte, lagen die Piloten auf den Positionen zwei bis 20 innerhalb einer Sekunde.

Adam Carroll will wieder auf das Podium, Foto: Bumstead/Sutton
Adam Carroll will wieder auf das Podium, Foto: Bumstead/Sutton

Vor dem Russen Petrov, der im Normalfall nicht so weit vorne steht, hat Lucas di Grassi keine Angst, wie er im Gespräch verrät: "Alle die vorne stehen sind in den letzten Rennen gut gefahren. Ich werde einfach so fahren wie immer, das sollte für ein gutes Resultat reichen." Ein gutes Ergebnis will auch Adam Carroll, der sich für Startplatz fünf qualifizieren konnte. "Von dort aus können wir ein gutes Rennen haben", berichtet der Brite. "Am liebsten würde ich einfach meinen Lauf fortsetzen." In den letzten Rennen der GP2 Serie kam Carroll immer wieder auf das Podium. "Petrov und Nakajima stehen eigentlich nicht so weit vorne in der Startaufstellung. Vielleicht hatten sie einen guten Windschatten."

Eine bessere Ausgangsposition hätte sich Sebastién Buemi gewünscht. "Ich habe in meiner schnellsten Runde einen Fehler gemacht und drei bis vier Zehntel verloren", seufzte der Schweizer. Diese paar Zehntel hätte ihn schnell in die ersten beiden Startreihen bringen können. Nun steht er nur auf Platz elf, ist dort aber in bester Gesellschaft. Andreas Zuber und Timo Glock stehen nur knapp vor ihm.