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Kolumne: Podestplatz beim Heimrennen am Nürburgring für RSO

Das sechstündige Heimrennen stand für RSO in der NES auf dem Programm und zum Start in die zweite Saisonhälfte ging man auf Angriffskurs.
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Motorsport-Magazin.com - Nachdem wir bereits beim dritten Saisonlauf mit Platz sechs unsere anhaltende Leistungssteigerung andeuten konnten, setzten wir diesen Trend beim vierten Saisonlauf zur NEO Endurance Series (NES) fort und sicherten uns mit dem dritten Rang unsere erste Podiumsplatzierung und damit die erste überhaupt in der NES für einen Mercedes! Dieser Erfolg ist gleichzeitig der beste Beweis, wie viel harte Arbeit bei solch großartiger Konkurrenz nötig ist, jedoch auch, dass sich diese auszahlt. Noch schöner wird dieser Erfolg durch die Tatsache, dass uns dieses Kunststück ausgerechnet bei unserem Heimspiel auf dem Nürburgring gelang.

Noch mehr als sonst war der Überrundungsverkehr der Schlüssel zum Erfolg. Als schwächste der drei Fahrzeugklassen sind wir die, die 'gefressen' werden. Unser Spotter hatte dementsprechend alle Hände voll zu tun, um unsere Fahrer stets auf die anstehenden Überrundungsmanöver vorzubereiten. Während man als schnellstes Auto in einem sogenannten Multiclassrennen selbst bestimmen kann, wann und wo auf der Strecke man ein Fahrzeug aus einer langsameren Klasse überholt, so ist es für uns in der NES genau anders herum. Auf dem Nürburgring waren die Prototypen im Schnitt etwa 15 Sekunden pro Runde schneller, während die GT-Klasse lediglich rund vier Sekunden schneller war. Damit bildete sich nach etwa einer halben Stunde ein explosives und anspruchsvolles Gemisch von Fahrzeugen, die überrundet wurden, überrundeten und natürlich selbst auch im Positionskampf mit gleichklassigen Autos waren. Erschwerend kam hinzu, dass der Grand-Prix-Kurs in der Eifel verhältnismäßig eng ist und nur wenig Spielraum für Überholmanöver jeder Art lässt.

In der Ruhe liegt die Kraft

Entsprechend wichtig war eine gute Startposition und nach Rang sechs beim vergangenen Lauf, wollten wir mindestens aus der dritten Startreihe in das Rennen gehen. Mit Rang sieben verfehlten wir dieses Ziel jedoch knapp, obwohl unser Rückstand von vier Zehnteln auf die Pole Position so klein war, wie noch nie in dieser Saison. Zum Start verloren wir zunächst eine Position, konnten uns jedoch schnell bis auf Rang sechs vorarbeiten. Als nach gut 15 Minuten zum ersten Mal die Prototypen durch das GTS-Feld pflügten wurde es sehr hektisch. Gegen die etwa gleich schnelle Konkurrenz ist das Überholen extrem schwer, sodass natürlich jeder versuchte, die durch Überrundungen entstehende Unruhe für sich zu nutzen. Wir betrachten die Überrundungen folgerichtig als taktisches Element, um gegenüber unseren Konkurrenten Vorteile zu erarbeiten. Da dies jedoch alle versuchen, zahlt sich genau hier Erfahrung und Ruhe besonders aus. So konnten wir nach 20 Minuten von einem Fahrfehler eines Konkurrenten vor uns profitieren und eine weitere Position gutmachen.

Fortan befanden wir uns in einem spannenden und engen Duell um Position vier, welches über die gesamte Renndauer anhalten sollte. Gerade als wir uns nach gut zwei Stunden anschickten, den Audi von Atomic Motorsport zu überholen unterlief uns jedoch ebenfalls ein kleiner Fehler und unser Benz drehte sich in der Fordkurve von der Strecke. Obwohl wir sogar leicht die Bande touchierten, wurden wir lediglich mit dem Zeitverlust von rund elf Sekunden bestraft, konnten unser Rennen jedoch fortsetzen und begannen von vorn damit Rang vier zu erobern. Tatsächlich hatten wir nach vier Rennstunden diese Position inne und gar unseren Vorsprung etwas ausgebaut, als ausgerechnet die zu diesem Zeitpunkt Führenden in unserer Klasse in einen Vorfall mit einem GT-Fahrzeug verwickelt wurden und fortan mit einem beschädigten Fahrzeug über die Strecke humpelten. Plötzlich war klar, dass wir sie noch einfangen könnten, um gar den Sprung aufs Podest zu schaffen.

Showdown im letzten Stint

Kampf um das Podium: Den Verkehr günstig genutzt und den Angriff auf Platz 3 gestartet - Foto: Dustin Hickmann

Und tatsächlich konnten wir gut 15 Minuten vor Schluss am waidwunden Audi von MSP-Drivers-Home vorbeiziehen und beendeten das Rennen nach sechs anstrengenden Stunden auf einem großartigen dritten Platz. Wir sind damit das erste Mercedes-Team überhaupt, welchem in der NES der Sprung auf das Treppchen gelang. Selbstverständlich macht uns das sehr stolz, da wir nun die Früchte ernten, von der monatelangen Entwicklungsarbeit mit und an unserem Auto. In der Klassenwertung gelang uns mit diesem Erfolg der Sprung vom elften auf den achten Rang, lediglich drei Punkte hinter den Top 5. Mit Spa wartet im Februar eine weitere Traditionsstrecke auf uns, die uns gut liegen sollte. Mit dem guten Ergebnis aus der Eifel im Gepäck und dem Selbstbewusstsein, immer besser mit unserem Benz zurechtzukommen, fahren wir optimistisch in die Ardennen. Dann werden wir zusätzlich noch eine tolle Neuigkeit im Gepäck haben, auf die ihr euch bereits ein bisschen freuen könnt.

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Herzlichst,
Euer Team RSO #goRSO


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