Motorsport-Magazin.com - Mit dem achten Saisonlauf startet die DTM am kommenden Wochenende in ihre finale Phase. Ziel des Trosses ist Oschersleben, wo die Tourenwagenserie seit dem Jahr 2000 Stammgast ist. Von den aktiven Piloten konnten der Meisterschaftsführende Gary Paffett sowie Timo Scheider bisher zwei Mal auf der kurvenreichen Strecke gewinnen, Mattias Ekström hält bei einem Sieg.
Die Strecke in Sachsen-Anhalt verfügt über 15 Kurven, die sich auf einer Länge von 3,696 Kilometern erstrecken und über die unterschiedlichsten Radien verfügen. Die beste Überholmöglichkeit bietet sich auf der langen Start- und Zielgeraden vor der engen Linkskurve - hier spielt der Windschatten eine nicht zu unterschätzende Rolle. Um sich in eine gute Position zu bringen, ist es unerlässlich, aus der Zeppelin-Kurve optimal herauszukommen und das Tempo auf die Gerade mitzunehmen.
Besonders attraktiv ist der Kurs für Fans wegen seines Arena-Charakters, da nahezu alle Besucherbereiche sechs bis acht Meter über der Strecke angesiedelt sind und damit weite Teile eingesehen werden können. "Es kommen stets sehr viele Fans an die Strecke, die uns die Daumen drücken und uns lautstark anfeuern", freut sich Ralf Schumacher.
Bei den Piloten genießt der Kurs einen guten Ruf, auch wenn es nicht einfach ist, Überholmanöver zu setzen. Für Gary Paffett ähnelt Oschersleben Zandvoort, wo die DTM zuletzt zu Gast war. "Die Charakteristik ist vergleichbar mit der Strecke in Zandvoort - es gibt nur wenige Geraden, auf denen man sich ausruhen kann, und sehr hohe Kerbs, die man richtig überfahren muss, um eine schnelle Rundenzeit zu erreichen", schilderte der Brite.
Von besonders großer Bedeutung ist ein gutes Qualifying, da Positionsverbesserungen im Rennen schwieriger als auf anderen Strecken zu erreichen sind. "Oschersleben ist ein harter Kurs mit vergleichsweise wenig Grip. Er setzt den Autos ganz schön zu. Abhängig vom Wetter kann dort eigentlich alles passieren. Überholmanöver sind schwierig umzusetzen", bestätigte Andy Priaulx, der hier bereits in der WTCC siegreich war.
Der Rundenrekord im Rennen wird von Timo Scheider gehalten, der seinen Audi vor zwei Jahren in 1:22.991 über die Strecke jagte. Im Vorjahr blieb man hingegen knapp 16 Sekunden über dieser Marke, was dem regnerischen Wetter geschuldet war. Diesmal sollte es hingegen weitestgehend trocken bleiben, auch wenn leichte Schauer während des Qualifyings nicht ausgeschlossen werden können. Die Renndistanz am Sonntag beträgt 51 Runden, das Boxenstoppfenster ist zwischen dem 13. und 39. Umlauf geöffnet.