Blancpain GT Serien - Vorschau: Mercedes stockt für die Slowakei auf

23 Fahrzeuge beim Osteuropa-Gastspiel

Spa ist Geschichte, die Wunden geleckt, die Schäden repariert. Die Sprintrennen in der Slowakei sind die Gegenwart - und der Beginn der zweiten Saisonhäfte.
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Motorsport-Magazin.com - Die Blancpain-Sprint-Serie (BSS) beendet ihre Sommerpause und beginnt in der Slowakei die zweite Saisonhälfte. Für die beiden einstündigen Läufe auf dem fast sechs Kilometer langen Kurs nahe der Ortschaft Orechová Potôn sind 23 GT3-Boliden gemeldet - inklusive des ROAL-BMW von Alex Zanardi, der die Veranstaltung in Zandvoort ausgelassen hatte.

Mercedes zieht quantitativ mit Audi gleich, Münnich kehrt zurück

Die Tabellenführer Maximilian Buhk und Maximilian Götz (HTP-Mercedes) wollen in der Slowakei Wiedergutmachung für das verkorkste Wochenende beim GT-Masters an gleicher Stelle betreiben. Dabei helfen könnte ihnen, neben der bereits vor Ort gesammelten Erfahrung, ein zusätzlicher SLS, den das Team für Lucas Wolf und Luca Stolz bis zum Ende der BSS-Saison einsetzen wird.

Eine Rückkehr zu den Grand Tourern ist die Teilnahme von Münnich Motorsport: Die GT1-Weltmeistermannschaft von 2012 - heuer in der Tourenwagen-WM aktiv - nimmt mit einem GT3-Flügeltürer an den beiden Rennen in der Slowakei teil. Die Stuttgarter haben damit quantitativ zu den Ingolstädtern aufgeschlossen, die bislang die größte Fraktion der BSS gestellt hatten. Der rennfahrende Teamchef René Münnich wird die beiden Läufe - wie Alex Zanardi - alleine bestreiten.

Heimsieg und Tabellenführung im Visier von Lamborghini

Für Štefan Rosina ist das Slowakei-Gastspiel der BSS ein Heimspiel: Der Reiter-Pilot kann bislang einen dritten Platz aus dem Jahr 2013 in der FIA-GT-Meisterschaft vorweisen und hat mit dem Tschechen TomᚠEnge einen schnellen Partner, der sich auf der anspruchsvollen Strecke wohlfühlt: 2012 verpasste er den Sieg mit Albert von Thurn und Taxis im Quali-Rennen nur knapp. Das Potential für gute Ergebnisse ist also vorhanden.

Kuriosum in der Slowakei: Die Reifenschikane vor dem 'Sprunghügel' - Foto: V-IMAGES.com

Streng genommen ist die Slowakei kein Heimspiel für das Team Grasser Racing, aber die Mannschaft aus Knittelfeld mit ihren Lamborghini Gallardo FLII kennt sich auf dem Slovakia Ring trotzdem sehr gut aus. Für Jeroen Bleekemolen und Hari Proczyk geht es weniger um Highlights als um Konstanz, da das deutsch-österreichische Duo nur fünf Punkte hinter Buhk und Götz liegt - bei 33 zu vergebenden Zählern in der Slowakei kann der Spitzenplatz durchaus erobert werden.

In der Pro-Am-Wertung ist Grasser ebenfalls gut aufgestellt: Sascha Halek und Stefan Landmann sind mit Alessandro Latif und Marc Basseng (Phoenix-Audi) fast gleichauf. Da die Klasse schwach besetzt ist, darf sich kein Team im Kopf-an-Kopf-Duell Ausfälle leisten und muss doch schnell genug sein, um die direkte Konkurrenz zu schlagen.

BMW und Audi müssen aufholen

Für die anderen beiden deutschen Hersteller muss das Wochenende in Orechová Potôn zum Wendepunkt werden, um in der Meisterschaft noch mitreden zu können. Während Dominik Baumann und Thomas Jäger (Schubert-BMW) erst ab dem dritten Lauf mit einer beeindruckenden Vorstellung zur Serie stießen und deshalb bei den Punkten hinterherhecheln, müssen Cacá Bueno und Sérgio Jimenez (Brasil-BMW) weitere punktlose Vorstellungen wie die in Zandvoort unbedingt vermeiden, wenn sie trotz guter Leistungen nicht durchgereicht werden wollen.

Bei Audi sind René Rast und Enzo Ide (WRT-Audi) auf Tabellenplatz drei die Schadensbegrenzer. Ebenso wie bei den auf Rang fünf liegenden César Ramos und Laurens Vanthoor (WRT-Audi) - immerhin FIA-GT-Meister 2013 - muss nicht nur Konstanz, sondern auch das ein oder andere Podium her, um die Titelhoffnung lebendig zu halten. Für Spa-Sieger Markus Winkelhock und seinen Partner Niki Mayr-Melnhof (Phoenix-Audi) bestehen nur noch mathematische Chancen auf den Titel.

Der Zeitplan für die BSS in Orechová Potôn

Auf der Webseite der BSS werden die Rennen und die Qualifikation im Live-Stream übertragen. Die Zeiten sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da diese sich noch kurzfristig ändern können.

Freitag
09:30 bis 10:50 Uhr - 1. Training
13:30 bis 15:50 Uhr - 2. Training

Samstag
10:00 bis 10.55 Uhr - Qualifikation
14:45 bis 15.45 Uhr - Qualifikationsrennen

Sonntag
12:40 bis 13.40 Uhr - Hauptrennen


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