Blancpain GT Serien - Schubert: Podium zum Einstand

Österreich-Duo überzeugt in den Dünen

Schubert Motorsport gelang in Zandvoort ein Einstand nach Maß in der Blancpain Sprint Series.

Motorsport-Magazin.com - Das BMW Sports Trophy Team Schubert hat einen mehr als gelungenen Einstand in die Blancpain Sprint Series gefeiert. Am dritten Rennwochenende in Zandvoort stand erstmals ein BMW Z4 GT3 der Mannschaft aus Oschersleben in der Startaufstellung. Im Hauptrennen am Sonntag gelang Dominik Baumann und Thomas Jäger gleich der Sprung aufs Treppchen: In einem spektakulären Rennen mit wechselnden Wetterbedingungen kann sie als Zweite ins Ziel.

Schubert Motorsport hatte sich im Anschluss an die 24 Stunden auf dem Nürburgring entschieden, sein Programm für das Jahr 2014 zu erweitern und neben der zweiten Saisonhälfte des ADAC GT Masters auch die verbleibenden Rennen der Blancpain Sprint Series zu bestreiten. Im traditionsreichen "Circuit Park" an der Nordsee griff das Team von Stefan Wendl (DE) jetzt erstmals in das Geschehen ein.

Foto: Patrick Funk

Regen sorgt für Spannung

Bereits im Qualifying-Rennen am Samstag hatte das Duo Baumann/Jäger bei schwierigen Witterungsverhältnissen ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Von Position zwölf aus starteten sie eine eindrucksvolle Aufholjagd. Nach 20 Minuten machte einsetzender Regen den Lauf zu einer Herausforderung für Fahrer und Teams. Doch Baumann/Jäger meisterten diese Prüfung bravourös und kamen nach zwei Safety-Car-Phasen im #76 BMW Z4 GT3 auf Rang fünf ins Ziel.

Auch das Hauptrennen am Sonntag verlief nicht weniger dramatisch. Nach einem Unfall in der ersten Kurve musste das Safety-Car auf die Strecke. Wenige Runden nach dem Restart zeigte Jäger ein beherztes Überholmanöver und konnte sich auf Platz vier vorarbeiten. Bei Halbzeit des Rennens kam er in die Box. Baumann übernahm das Steuer des #76 BMW Z4 GT3 und machte noch in der Box einen Platz gut. Nach einem Dreher seines Vordermanns auf nasser Strecke konnte Baumann Platz zwei übernehmen und im Regen teils 1,5 Sekunden pro Runde auf den Führenden gut machen. Zum entscheidenden Angriff auf abtrocknender Strecke reicht es nicht. Am Ende überquerte er als Zweiter die Ziellinie.

Foto: Patrick Funk

Stimmen der Verantwortlichen

Stefan Wendl (Teammanager Schubert Motorsport): "Ich bin äußerst glücklich über diesen Erfolg. Mit so einem fantastischen Auftakt konnte im Vorfeld des Rennens keiner rechnen. Im Qualifying-Rennen hatten wir noch mit einem kleineren technischen Problem zu kämpfen, so dass wir nicht ganz den Platz erzielen konnten, den wir vielleicht erhofft hatten. Aber im Rennen lief dann unter den wechselhaften Bedingungen alles super. Dominik Baumann hat eine herausragende fahrerische Leistung gezeigt. Kompliment aber auch an Thomas Jäger. Er besitzt wenig Erfahrung in einem GT-Fahrzeug. Er hat sich von Runde zu Runde gesteigert. Seine Leistung an diesem Wochenende war überragend. Dickes Lob auch an die Mechaniker. Sie haben super Boxenstopps hingelegt. Dies war ein Erfolg des gesamten Teams."

Dominik Baumann: "Wir sind alle total happy. Besser hätte unsere Premiere in der Serie nicht verlaufen können. Bei trockenen Bedingungen konnten wir nicht ganz die Pace der Konkurrenz mitgehen. Aber als der Nieselregen einsetzte, konnten wir die Qualitäten des BMW Z4 GT3 voll ausspielen. Daher konnte ich mich in der Schlussphase des Rennens immer weiter an den Führenden herankämpfen. Leider ist die Strecke dann wieder leicht abgetrocknet, so dass ich nicht mehr zum entscheidenden Überholmanöver ansetzen konnte. Aber Platz zwei ist eine großartige Grundlage, auf die wir für die nächsten Rennen aufbauen können."

Thomas Jäger: "Mein erstes GT3-Wochenende hätte kaum besser verlaufen können. Ich bin überglücklich und sehr zufrieden mit dem Resultat. Anfangs hatten wie ein kleines technisches Problem. Aber unsere Mechaniker haben das super in den Griff bekommen. Danach war unser Auto richtig schnell. Ich habe den Start, mein erster in einem GT3-Auto, sehr gut hinbekommen und konnte gleich einen Platz gut machen. Allerdings musste ich in der ersten Kurve einem Konkurrenten Platz machen und bin wieder auf Position fünf zurückgefallen. Ein paar Runden später habe ich mir dann Position vier wieder zurückgeholt und das Auto an Dominik übergeben. Er hat einen super Job und den Podestplatz für uns perfekt gemacht."


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