ADAC Formel Masters - Stars von morgen erobern den Nürburgring

Auf den Spuren der Väter

Rennpremiere in der Eifel für Lokalmatador Nico Menzel. Entscheidende Phase im Titelkampf zwischen Mikkel Jensen und Maximilian Günther.

Motorsport-Magazin.com - Das ADAC Formel Masters kehrt nach Deutschland zurück. Nach den beiden Auslandsgastspielen in Österreich und der Slowakei findet am kommenden Wochenende (29. bis 31. August) auf dem Nürburgring der sechste Lauf der Saison 2014 statt. Die legendäre Formel-1-Strecke gehört seit der Gründung der Nachwuchsserie im Jahr 2008 zum festen Bestandteil des Rennkalenders.

Am kommenden Wochenende geben die Youngster der Highspeedschule des ADAC auf der Kurzanbindung des Nürburgrings Gas. Die 3,629 Kilometer lange Variante bietet eine erhöhte Rundenzahl, was den zahlreichen Zuschauern an der Strecke zugutekommt, die dadurch die Fahrer öfter zu sehen bekommen.

Das wird ein besonderes Gefühl, wenn ich selbst im Auto sitze statt nur zuzuschauen.

Für Nico Menzel wird das drittletzte Rennwochenende der Saison ein besonderes Erlebnis. Der Schiller Motorsport-Pilot bestreitet sein Heimrennen in der Eifel. Der 16-jährige Kelberger wohnt nur acht Kilometer vom Nürburgring entfernt und gibt dort seine Rennpremiere im Formelboliden. "Das wird ein besonderes Gefühl, wenn ich selbst im Auto sitze statt nur zuzuschauen", freut sich der Serien-Rookie auf sein Heimspiel. Unzählige Male begleitete Nico seinen Vater Christian Menzel, selbst erfolgreicher Rennfahrer, an die Strecke und schaute zu, wie der Papa Gas gab. Diesmal sind die Rollen vertauscht, wenn Menzel Junior im 145 PS starken Formel ADAC powered by Volkswagen vor heimischer Kulisse antritt.

Schiller Junior: Jetzt selbst im Rennauto

Ähnlich geht es seinem Teamkollegen Fabian Schiller. Der Troisdorfer wohnt ebenfalls in der Nähe des Nürburgrings und kennt den Traditionskurs von Kindesbeinen an. "Als mein Vater früher noch selber Rennen auf dem Motorrad und im Tourenwagen fuhr, reiste ich immer mit in die Eifel", erinnert sich der 17-Jährige an die Vergangenheit seines Vaters und heutigen Teamchefs Hardy Schiller. "Inzwischen sitze ich selbst im Cockpit und kämpfe um Punkte - ein tolles Gefühl."

Wenn es hier gut läuft, sollte ein Platz auf dem Podium drin sein.
Fabian Schiller

Schiller Junior kommt mit Rückenwind in die Eifel. Beim vergangenen Rennwochenende auf dem Slovakia Ring feierte er seinen zweiten Saisonsieg mit dem Siegburger Team, dessen Teamsitz nur rund 90 Kilometer vom Nürburgring entfernt liegt. "Ich freue mich sehr darauf, vor heimischem Publikum zu fahren", sagt Schiller Junior. "Zusätzlichen Druck mache ich mir aber nicht. Ich versuche immer, das Maximum herauszuholen. Wenn es hier gut läuft, sollte ein Platz auf dem Podium drin sein."

Angesichts der starken Konkurrenz in der Highspeedschule des ADAC erwartet Schiller und Menzel keine einfache Aufgabe. Mikkel Jensen reist als Favorit zu den Saisonrennen 16 bis 18. Der Neuhauser Racing-Pilot führt die Meisterschaft nach fünf Siegen an und hat sich weitere Top-Ergebnisse zum Ziel gesetzt.

Entscheidende Phase im Titelduell eingeläutet

"Ich rechne mir gute Chancen auf den Titelgewinn aus", sagt Jensen. "Trotz der Führung werde ich meine Herangehensweise nicht ändern. Ich peile weitere Siege an und möchte den Vorsprung bis zum Finale in Hockenheim weiter ausbauen. Der Nürburgring gehört zu meinen Lieblingsstrecken. Die Höhenunterschiede und anspruchsvollen Kurvenpassagen sind eine echte Herausforderung. Deshalb ist der Kurs im Vergleich zu anderen Rennstrecken technisch wesentlich anspruchsvoller. Besonders im ersten Sektor ist es nicht einfach, konstante Rundenzeiten zu fahren."

Trotz des Rückstandes von 54 Punkten hat Titelrivale Maximilian Günther den Kampf um die Meisterschaft noch nicht aufgegeben. In der vergangenen Saison erzielte der Pilot von Mücke Motorsport, das unter der Bewerbung des ADAC Berlin-Brandenburg e.V. antritt, auf dem Nürburgring seine ersten beiden Pole Positions im ADAC Formel Masters. Inzwischen ist der amtierende Vize-Champion mit elf Poles der erfolgreichste Qualifying-Pilot in der Geschichte der Serie. "Ich schaue weiter von Rennen zu Rennen und versuche jetzt garantiert nicht, in jeder Kurve Meister zu werden", bleibt Günther gelassen.


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